Via Standard berichtet die APA:
Beatrix Karl, ÖAAB-Generalsekretärin und ÖVP-Wissenschaftssprecherin, will nicht Nachfolgerin von Johannes Hahn im Wissenschaftsministerium werden. [...]
Bereits abgesagt haben die Rektoren Christoph Badelt (Wirtschaftsuniversität Wien) und Georg Winckler (Universität Wien). Aus Tirol erhielt die ÖVP von Forschungs- und Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg sowie von Kultur- und Bildungslandesrätin Beate Palfrader einen Korb. [...]
LINK zu anderen Namensnennungen: DerStandard
Kategorien: Presse
Mit Tag(s) versehen: Wissenschaftsministerin
Oder haben Sie den Verdacht, dass VK Pröll verstanden hat worum es den Studierenden und den Lehrenden an den Unis geht?
Weiter unten finden Sie den Link zur „Österreich“-OTS-Presseaussendung mit dem Hinweis auf ein Interview mit dem Vizekanzler und Finanzminister:
Wien (OTS) – ÖVP-Chef Josef Pröll kritisiert im Interview mit ÖSTERREICH (Sonntagausgabe) erstmals die protestierenden Studenten scharf:
„Ich werde nicht zulassen, dass lautstarke Gruppen versuchen, die Politik, das Land und die Steuerzahler in Geiselhaft zu nehmen.“
Und: „…warum sollen Zugangsregelungen keine Antwort sein?“
LINK: zur Presseaussendung „Österreich“
LINK zu Grünewalds Kommentar: „Aus Pröll spricht die pure Ignoranz“
Kategorien: Budget · ots-Meldungen
Mit Tag(s) versehen: Vizekanzler Pröll und Bildungspolitik
Die Universitäten selbst sollten definieren, welche Studienplätze sie – mit garantierter Qualität – anbieten können. Und diese limitierten Plätze sollten die Bestqualifizierten und Talentierten bekommen, sagte Leitl am Sonntag in der ORF-“Pressestunde“. „Wir haben gewisse Ressourcen, wir haben Talente, diese sollten die Ressourcen nützen.“
Studiengebühren ja, aber keine neuen Steuern. Stattdessen solle der Staat sparen und durch einen Bürokratieabbau seine Ausgaben senken: http://orf.at/091108-44512/index.html.
Weiterer LINK zu Leitls Sonntagsrede.
LINK: Broschüre der Österr. Wirtschaftskammer zur Abgestimmten Hochschulentwicklung.
Kategorien: Chancengleichheit · Stellungnahme
Mit Tag(s) versehen: wirtschaftskammer und Bildung, Wirtschaftskammer und Universität
betriebsräte
der österreichischen universitäten
künstlerisches und wissenschaftliches personal
Die Betriebsräte des künstlerischen und wissenschaftlichen Personals der österreichischen Universitäten schließen sich dem Protest der Studierenden an.
Die Betriebsräte sprechen der Protestbewegung größte Anerkennung aus. Es ist gelungen, eine öffentliche Diskussion über die gravierenden Mängel der Bildungs- und Forschungspolitik zu initiieren. Die Proteste werden von den Medien wahrgenommen und die Politik wird gezwungen, sich mit den Problemen endlich auseinanderzusetzen:
- 2004 wurden die Universitäten in die Autonomie entlassen, aber die dazu nötigen Mittel wurden nicht zur Verfügung gestellt. Die Ausgliederung war gekoppelt an ein Sparpaket, Autonomie bedeutet seither Mangelverwaltung. In der Folge haben sich die Studienbedingungen in etlichen Fächern derartig verschlechtert, dass sinnvolles Studieren nicht mehr möglich ist.
- Als einzigen Lösungsansatz mittels Zugangsbeschränkungen die Anzahl der Studierenden zu verringern, finden wir phantasielos und unkreativ.
- Studierende und Lehrende werden mit ihren Anliegen zunehmend nur noch als Kostenfaktoren wahrgenommen.
- Die Möglichkeiten der Mitbestimmung und Mitgestaltung von Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurden weitgehend abgeschafft.
- Diese kurzsichtige Bildungspolitik hat bewirkt, dass ein hoher Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Universitäten in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt wird.
- Bis zu 45% der Lehre wird von Lektorinnen und Lektoren bewältigt, die nur stundenweise beschäftigt werden.
- Die angekündigte Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wird dadurch unterlaufen, dass es aus Einsparungsgründen zunehmend Teilzeitbeschäftigungen gibt.
- Andererseits werden namhafte Ressourcen zur Bewältigung der aufwändigen bürokratischen Anforderungen gebunden, die das Ministerium den Universitäten auferlegt und deren Sinnhaftigkeit in Zweifel gezogen werden muss. Der Verlust dieser Ressourcen geht zu Lasten von Lehre, Forschung und Entwicklung der Künste.
- Der Bologna- Prozess ist von der Idee der Schaffung eines europäischen Bildungsraumes zu einem bürokratischen Monster verkommen. Statt internationale Mobilität zu schaffen, wird die Studienstruktur verschult, und die angestrebte Flexibilität erstickt im Würgegriff der Bürokratie.
Die Betriebsräte fordern
- Ein umfassendes bildungspolitisches Konzept für die Universitäten, das diesen Namen auch verdient
- Personelle, räumliche und materielle Ressourcen bei freiem Universitätszugang müssen langfristig sichergestellt werden
- Bei der Konzeptarbeit sind die Angehörigen der Universitäten einzubinden
Für die Betriebsräte der österreichischen Universitäten
Gerhard Loupal, Ingwald Strasser, Susanne Mann, Martin Tiefenthaler
Kategorien: Allgemeines

Der ORF gibt bekannt:
Die Studenten wollen am Nachmittag ab 16.00 Uhr von der Hauptuni, von der Technischen Universität am Karlsplatz, von der Wirtschaftsuni am Liechtenwerder Platz und vom WIFI am Gürtel zum Urban-Loritz-Platz ziehen, wo im Märzpark gegen 18.00 Uhr die Abschlußkundgebung geplant ist.
Die Routen verlaufen sternförmig, dementsprechend viele Straßensperren wird es ab 16.00 Uhr geben. So wird etwa der Ring im Bereich vor der Hauptuni für den Verkehr gesperrt, ebenso die Universitätsstraße, die Babenbergerstraße, die Alser und Mariahilfer Straße sowie der Äußere Gürtel vom WIFI bis zum Urban-Loritz-Platz.
Nach der rund zweistündigen Schlusskundgebung auf Urban-Loritz-Platz haben sich „Attwenger“ für ein Konzert angekündigt.
Kategorien: Allgemeines
Mit Tag(s) versehen: Demonstration, Proteste Studierender, Verkehrsbehinderungen

In einer Aussendung der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) nimmt die Sektion der HochschullehrerInnen Stellung zu den Forderungen der Studierenden:
Die vorherrschenden Mängel im Universitätssystem wurden von der Universitätsgewerkschaft seit langem aufgezeigt und sind den politisch Verantwortlichen ebenso lange bekannt. [...]
Die Ausrichtung nach den Wünschen von Wirtschaft und Industrie ist unvereinbar mit einer wissensgeleiteten Gesellschaft. [...]
Wir unterstützen die Studierenden in Ihren Forderungen [...].
R.Kdolsky, G.M. Steiner, H.Sassik
LINK zur Stellungnahme
Kategorien: Stellungnahme
Mit Tag(s) versehen: Proteste Studierender, Uni-Gewerkschaft
„Führungsqualitäten zeigen sich nicht in verbalen Muskelspielen, sondern daran Realitäten wahrzunehmen und daraus Schlüsse zu ziehen“, reagiert Grünewald auf die Ausritte Prölls gegenüber protestierenden Studierenden. [...]
LINK zu Grünewald I
Ein isolierter Dialog zwischen Wissenschaftsministerium und Studierenden sei nicht zielführend. „Die Studierenden haben eine längst notwendige Grundsatzdebatte angestoßen, die schon seit Jahren geführt werden hätte sollen. Die Regierung soll endlich den Kopf aus dem Sand holen und in den Dialog eintreten“, so Grünewald, der einen jour fixe zwischen Politik, ExpertInnen und Gesellschaft fordert, um endlich klare Zielvorgaben und eine ausreichende Finanzierung für die Unis zu erreichen. [...]
LINK zu Grünewald II
„Es kann doch nicht sein, dass tausende Studierende die größte Bildungsdebatte seit Jahren lostreten und der Bundesregierung nichts besseres einfällt, als darüber zu streiten, wie man den Zugang reglementiert“ [...]
LINK zur SJ
Kategorien: Wissenschaftssprecher · ots-Meldungen
Mit Tag(s) versehen: Kurt Grünewald, Proteste Studierender
…lautet die Überschrift des interessant mehrdeutigen Leitartikels von Rainer Nowak auf der Titelseite der heutigen „Presse am Sonntag“ (1.11.2009) zur Audimax-Besetzung.
„…hat die Besetzung des Auditorium maximum mehr mit Wissenschaft zu tun als die Kabarettprogramme und Osterinsel-Vorträge, die dort sonst abends veranstaltet werden…“
Von Nowaks Nebenbei-Erwähnung, der Rektor könne, wenn er wolle…
„…einfach das WLAN abdrehen. Von Heizung und Strom nicht zu reden“,
scheint dieser zum Vorteil aller Beteiligten nichts zu halten.
LINK: Die Forderungen der Studierenden, aktualisiert
Kategorien: Presse
Mit Tag(s) versehen: Audimax Besetzung, Proteste Studierender, UNI-Politik
Audio-LINK: Das ORF-Interview mit UW-Rektor Georg Winckler wurde von Martin Haidinger geführt (Mittagsjournal vom 31.10.2009)
Zwar verursachten die Studierendenproteste zusätzliche Kosten (Anmieten von Ersatzräumen, Audimax könne in dieser Zeit nicht weitervermietet werden, Sachschäden seien nur von Freitag auf Samstag entstanden), aber die Studierenden wollen protestieren und Anlässe dafür gäbe es. Dafür habe der Rektor Verständnis. Außerdem habe das Audimax politischen Symbolcharakter. Rektor Winckler hätte schon früher Besetzungen erlebt. Aber im Unterschied zu früher wären verschiedene Punkte zum Ausdruck gebracht worden: die Finanzierungsfrage der Universitäten und die nationale Umsetzungsfrage des Bolognasystems (im Zusammenhang mit Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren), sowie Linke Systemkritik.
Die Stellungnahme des PLENUMS zur Bologna-Umsetzung sei nicht einheitlich. Die gesetzlichen Bologna-Begleitmaßnahmen seien eher das Ziel der Kritik (z.B. betreffend Zugangsmöglichkeiten).
Zwischen den bildungspolitischen Zielen, die im September 2008 deklariert wurden, z.B. dem freien Hochschulzugang und den dazu benötigten, aber nicht bereitgestellten, finanziellen Mitteln gäbe es ein Auseinanderklaffen. Der parlamentarische Beschluss vom September 2008 gehe einher mit einem Finanzierungsplan der bis 2020 umgesetzt werden soll. Dessen Ziel ist die Bereitstellung einer Erhöhung auf 2% des BIP. Wesentlich und notwendig sei in diesem Zusammenhang das Zustandebringens eines Gesamtplans für die Universitäten.
zum Weiterlesen und zu weiteren LINKS
Kategorien: Stellungnahme
Mit Tag(s) versehen: Audimax, Hahn-Nachfolge, Hörsaal Besetzung, PLENUM, Rektor Winckler, Uni-Budget, UNI-Politik


Bilder von der Demo für die Verbesserung der Studienbedingungen und gegen die Hahnsche Uni-Politik auf der Ringstrasse vor der UW am 28.10.09, 17.15 Uhr.
Kategorien: Allgemeines
Mit Tag(s) versehen: Demonstration, StudentInnen protestieren
Bei der letzten Tagung der Betriebsräte des wissenschaftlichen Personals der Med-Unis Wien, Innsbruck und Graz wurde die APA folgendermaßen von der drohenden Verschlechterung der Patientenversorgung informiert:
Betriebsvereinbarung über Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste läuft aus.
Innsbruck/Graz/Wien (APA) – Die Betriebsräte der Medizinischen Universitäten in Österreich (Wien, Graz, Innsbruck) warnen jetzt vor einer drohenden Verschlechterung in der Patientenversorgung. Weil eine seit 2002 geltende Betriebsvereinbarung über Nacht- und Wochenenddienste ausläuft und es bisher noch kaum Verhandlungen über eine neue gab, könnten schon ab 1. Jänner 2010 die Dienste der Ärzte „illegal“ werden. „Wir fordern die Universitäten dringend zu Verhandlungen auf“, erklärte Martin Tiefenthaler (Innsbruck) für die Betriebsräte des wissenschaftlichen Personals der MedUnis.
„Ohne geltende Betriebsvereinbarung dürfen Ärztinnen und Ärzte, die dem Uni-Kollektivvertrag unterliegen, nur werktags zwischen 7.00 und 20.00 Uhr am Krankenbett arbeiten. Das ist die Voraussetzung dafür, dass wir mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten dürfen. Dabei beträgt unsere Arbeitszeit sowieso schon im Durchschnitt 60 Stunden pro Woche“, sagte der Sprecher der MedUni-Betriebsräte.
Nacht- und Wochenenddienste sind bisher durch eine Betriebsvereinbarung geregelt, die auch die geltenden Arbeitszeithöchstgrenzen berücksichtigt. Tiefenthaler: „Wir weisen die Rektorate seit zwei Jahren darauf hin, dass die mit 31.12.2009 automatisch ablaufende Vereinbarung neu abzuschließen ist. Kommt es zu keinem fristgerechten Abschluss, dürfen Uni-Ärztinnen und Ärzte laut Gesetz ab dem 1.1.2010 keine Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste leisten. Bereits der Dienst am Neujahrstag wäre ungesetzlich. Wir haben sogar einen gemeinsamen Vorschlag der MedUnis vorgelegt, der bloß die Weiterschreibung der bisherigen Regelung bedeuten würde. Aber es gibt bisher keine neue Regelung.“
Laut dem Innsbrucker Nephrologen wollten die Rektorate der drei MedUnis offenbar jeweils eigene Regelungen aushandeln. In Wien gebe es Tendenzen, die alte Regelung durch teilweise Schichtdienste auszuhebeln, was einer Schlechterstellung des Personals gleichkomme. Die Angelegenheit hat einen gewissen Zeitdruck in sich: Für den Jahreswechsel müssen auch noch fristgerecht die Dienstpläne für die Universitätskliniken erstellt werden.“
(Schluss) ww/mk
APA0099 2009-10-27/09:55
Kategorien: Kollektivvertrag · Presse · Stellungnahme
Mit Tag(s) versehen: Arbeitszeitgesetz, Journaldienste, Uni-Kollektivvertrag
sagt Univ. Prof. Dr. Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen und kommentiert damit in einer Presseaussendung
die jüngste Verweigerung des ÖVP-Politikers Hahn, das Gespräch mit Österreichs HochschülerInnen zu suchen: „Es ist ein ernstzunehmendes Signal, wenn sich landesweit Studierende auf eigene Initiative und basisdemokratisch formieren, um gegen die unhaltbaren Studienbedingungen aufmerksam zu machen. Da kann man nicht vom hohen Ross aus einfach zusehen“, kritisiert Grünewald. Ein Politiker, der die Hochschulsituation im eigenen Land nicht in den Griff bekommt und den Dialog verweigert, „disqualifiziert sich selbst für den Posten eines EU-Kommissars für Wissenschaft und Forschung“. Damit spielt der Grüne auf die jüngsten Gerüchte an, wonach Hahn der Regierungskandidat für den österreichischen EU-Kommissar sein soll.
LINK zum Kommentar Grünewalds
Keine Vorschusslorbeeren für Hahns Reise nach Brüssel: ORF-Nachlese-LINK
ORF_AUDIO-LINK
Kategorien: Budget · Wissenschaftssprecher · ots-Meldungen
Mit Tag(s) versehen: Kurt Grünewald, Wissenschaftsminister, Wissenschaftssprecher
(ÖVP-PK) – Verwundert zeigt sich ÖVP-Wissenschaftssprecherin Dr. Beatrix Karl über die Aussagen von Kanzler Faymann im heutigen „Presse“-Interview. Wissenschaftsminister Hahn hat vor mehr als einer Woche einen 3-Schritte-Plan für faire Studienbedingungen und mehr Absolventen vorgelegt sowie sich erst kürzlich mit den Rektoren über Sofortmaßnahmen und die Zukunftsperspektiven der Unis beraten.
„Faymanns SPÖ negiert seit Jahren die Entwicklungen und Bedürfnisse der Universitäten. Gemeinsam mit FPÖ und Grünen hat Faymann im Wahlkampf den Unis über 150 Millionen Euro genommen und die Schranken für deutsche NC-Flüchtlinge gesenkt. Trotz aller Empfehlungen der OECD für ein faires Zukunftssystem an den Unis, verweigert die Faymann-SPÖ jeden Dialog darüber“, stellt Karl die Fakten klar (…). LINK zur Stellungnahme der VP-Wissenschaftssprecherin.
(OTS-SK) Mag. Kuntzl: Ziel muss Anheben der AkademikerInnenquote sein – keine zusätzlichen Studien-Hürden schaffen.
„Nach wie vor muss unser vordringlichstes Ziel sein, die Akademikerquote in Österreich zu erhöhen und nicht möglichst viele StudentInnen vom Studium abzuhalten“, betonte SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die Studentinnen und Studenten mit Studiengebühren oder einer Ausweitung der Zugangsbeschränkungen von der Universität fernhalten zu wollen, „ist alles andere als der Stein der Weisen“, so Kuntzl. Für die SPÖ komme eine solche Lösung keinesfalls in Betracht. Der Wissenschaftsminister soll auf EU-Ebene wegen deutscher StudentInnen in Verhandlungen treten (…). LINK zur Stellungnahme der SP-Wissenschaftssprecherin.
Kategorien: Wissenschaftssprecher
Mit Tag(s) versehen: Andrea Kuntzl, Beatrix Karl, Wissenschaftspolitik, WissenschaftssprecherInnen
Auch in den späten 60-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sind die Studierenden (außer vielleicht Medizin Studierende*) kritisiert worden, weil sie sich angeblich nicht um ihre Studien sondern um Gesellschaftspolitik gekümmert hatten. Die heute Studierenden kümmern sich sowohl um die Inhalte und Bedingungen ihrer Ausbildung als auch um die gesellschaftspolitischen Auswirkungen der bestehenden tertiären (Aus-) Bildungskatastrophe. Und dem „Establishment“ ist es wiederum nicht recht.
Die ÖH soll finanziell verantwortlich gemacht werden für den „Schaden“ den der Studierendenprotest an der Physis der tertiären Bildungsstruktur anrichtet.
Man muss aber, im Gegenteil, andere Schadensopfer und Schädiger annnehmen: Erst wenn der Protest der Studierenden ernst genommen wird und zu Konsequenzen, also zu besseren Studienbedingungen aller Bildungshungrigen führt, wird der Schaden, den die Inaktivität der bildungspolitisch verantwortlich Einflussreichen an der Gesellschaft anrichtet, wieder gut gemacht werden können.
__________________
(*) A. Van der Bellen: „…die medizinischen Kollegen waren unsichere Kantonisten…“ In: Wie ich Politiker wurde (Hrsg.: H. Czernin), S. 215. Czernin Verlag: Wien 2004
Kategorien: Chancengleichheit
Mit Tag(s) versehen: Proteste Studierender
Betriebsräte der Medizinischen Universitäten warnen vor drohender Verschlechterung in der Patientenversorgung
Mit dem 31.12.2009 laufen in Wien, Innsbruck und Graz die bisher geltenden Betriebsvereinbarungen für Nacht- und Wochenenddienste an Universitätskliniken aus. Ohne geltende Betriebsvereinbarung dürfen Ärztinnen und Ärzte, die dem Uni-Kollektivvertrag unterliegen, nur werktags zwischen 7.00 und 20.00 Uhr am Krankenbett arbeiten. Nacht- und Wochenenddienste sind bisher durch eine Betriebsvereinbarung geregelt, die auch die Arbeitszeithöchstgrenzen berücksichtigt. Die Betriebsräte weisen die Rektorate seit 2 Jahren darauf hin, dass die mit 31.12.2009 automatisch ablaufende Vereinbarung neu abzuschließen ist. Kommt es zu keinem fristgerechten Abschluss, dürfen Uni-Ärztinnen und Ärzte laut Gesetz ab dem 1.1.2010 keine Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste leisten. Bereits der Dienst am Neujahrstag wäre ungesetzlich.
Die Betriebsräte der Medizinischen Universitäten fordern die Rektoren auf, endlich konstruktiv zu verhandeln um eine fristgerechte Dienstplanerstellung für eine kontinuierliche Patientenversorgung an den Uni-Kliniken auch nach der Silvesternacht sicherzustellen.
Prof. Dr. Regina Gatternig, Prof. Dr. Thomas Szekeres und Prof. Dr. Martin Tiefenthaler,
für die Betriebsräte des wissenschaftlichen Personals der
Medizinischen Universitäten Graz, Wien und Innsbruck



Kategorien: Betriebsrat · Kollektivvertrag · Presse
Mit Tag(s) versehen: Arbeitszeitgesetz, Rektoren, Uni-Kollektivvertrag
‹lat. „Heiliger Zorn“›
„Es ist einfach der Zorn gegenüber einem Bildungssystem: Man muss immer mehr zahlen, immer mehr aufwenden, die Lebensumstände werden immer prekärer, immer schwieriger. Man muss immer mehr Geld in die Hand nehmen, um sich ein Studium leisten zu können und irgendwann reicht’s dann einmal,“ Cengiz Kulac, ÖH Uni Graz.
Eine Gruppe Studierender hat einen Hörsaal der Uni Graz besetzt – weitere Aktionen sollen folgen.
Weitere Protestaktionen angekündigt.
Es werden nächste Woche weitere Protestaktionen folgen, sagt Kulac: „Von Hörerversammlungen, bis Demonstrationen bis kleinere Aktionen mit Sitzstreiks – alle Formen des friedlichen und legitimen Protests.“
ORF-Link, hier klicken.
Kategorien: Budget · Chancengleichheit
Mit Tag(s) versehen: Besetzung, Uni Graz
„Das Treffen der Rektoren mit Bundesminister Hahn [22.10.09] war längst überfällig“, meint der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. Erneute kurzfristige kosmetische Korrekturen und Feuerwehraktionen wären aber zu wenig. Eine Hochschulpolitik die immer wieder von Konkurrenz, Wettbewerb, Rankings, Elite und Exzellenzinstituten spricht, dann aber nur von einer Notverordnung zur nächsten kommt und dieses ´Spiel´ Jahr für Jahr wiederholt, kann kein Wegweiser in die Zukunft sein“, so Grünewald, der parteienübergreifende Gespräche über die Zukunft der Universitäten fordert. [...]
[...] „Studierwilligen zu vermitteln, sie seien eine Bedrohung für die Universitäten, bietet der Öffentlichkeit ein katastrophales Bild“, so Grünewald.
LINK: OTS-Presseaussendung Grünewalds
LINK im STANDARD: Universitätsvertreter tagen im Wissenschaftsministerium
Kategorien: Budget · Wissenschaftssprecher · ots-Meldungen
Mit Tag(s) versehen: Minister Hahn, Rektoren, Wissenschaftssprecher

Fotograf: Arthur Summereder
Fotocredit: Arthur Summereder
Ort: Österreich / Wien
Wien (OTS) - Dienstag um 12.25 Uhr wurde die Akademie der bildenden Künste von Studierenden und Lehrenden BESETZT! Bis Donnerstag, den 22. Okt. ist die Akademie im Streik. In der Aula finden Veranstaltungen und Aktionen statt. Werden die Forderungen von Lehrenden und Studierenden nicht umgesetzt, folgen weitere Aktionen.
Am Donnerstag soll die Leistungsvereinbarung 2010-2012 zwischen Akademie und Ministerium beschlossen werden. Die Proteste richten sich vor allem gegen die umstrittene Bachelor/Master-Struktur, die gegen den ausgesprochenen Willen von Lehrenden und Studierenden der Akademie eingeführt werden soll.
LINK: Blog der Organisatoren
Bericht bei ORF.at:
Uni-Senat unterstützt Demonstranten
Die Säulenhalle des Baus auf dem Schillerplatz ist momentan besetzt. Bis Donnerstag werden keine Lehrveranstaltungen abgehalten. Dann finden Verhandlungen zwischen dem Rektor und Vertretern des Wissenschaftsministeriums statt. [...]
Rektor Schmidt-Wulffen reagierte gelassen. [...] Es ist aber logisch, dass das Ministerium eine Umstellung auf die europaweit angewandte Studienarchitektur wünsche, und die derzeitige Sonderstellung der Kunstunis halte er für nicht sehr glücklich, so Schmidt-Wulffen. Doch in die Leistungsvereinbarungen am Donnerstag werde er mit der Überzeugung gehen, „dass ich das im Haus derzeit nicht umsetzen kann und will“. Er sei schließlich nicht nur Leiter der Akademie, sondern begreife sich auch als deren Repräsentant.
Am 15. Januar hatte der ehem. Wissenschaftsminister Erhard Busek die Universitäten zum Streik aufgerufen… oder die Leistungsvereinbarung nicht zu unterzeichnen: LINK zum Eintrag in diesem Blog
Kategorien: Mittelbau · Stellungnahme · ots-Meldungen
Mit Tag(s) versehen: Akademie der bildenden Künste, Leistungsvereinbarung, Streik