Beiträge vom August 2008
[lat.: ...und die überbrachten Geschenke]
Beim „Forum Alpbach“ versprach der Wissenschaftsminister mystifizierend ein „gutes Angebot“, als er auf den UNI-Kollektivvertrag zu sprechen kam.
Die APA berichtete u.a.:
…als vorrangiges Ziel nannte Hahn, die „Menschen als Chancenträger der Zukunft in den Mittelpunkt zu stellen“. Dazu will er u.a. Förderprogramme intensivieren und verdichten, sie aber auch bündeln und überschaubarer machen und damit auf die Kritik von EU-Experten reagieren, die das österreichische Forschungssystem unter die Lupe genommen (siehe APA173/20.8.) und den „Programm-Dschungel“ bemängelt haben. Zudem will er Wissenschaftern „klare Karriereperspektiven“ bieten, etwa in Form von „Tenure Tracks“ (in den USA sind das unbefristete Anstellungen bei entsprechender Leistung, Anm.).
Für den dafür notwendigen Kollektivvertrag für das Universitätspersonal will Hahn noch vor der Nationalratswahl ein „gutes Angebot“ machen…
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DerStandard berichtet, 26.8.08
Josef Broukal bekommt durch die mögliche Chance auf Abschaffung der Studiengebühren noch einmal Auftrieb am Ende seiner Polit-Karriere.
Der scheidende SP-Wissenschaftssprecher forderte wieder, den neuen Kollektivvertrag, der bereits seit langem ausverhandelt ist, noch rasch umzusetzen.
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„Der Standard“ bringt ein Interview mit Univ.Prof.in Gabriele Fischer von der Univ. Klin. f. Psychiatrie und Psychotherapie der MUW, Vorsitzende des Unirats der Med-Uni Innsbruck.
STANDARD: Rektor Clemens Sorg wurde vom Uni-Rat am Donnerstag ohne Gegenstimmen abberufen. Gab es Stimmenthaltungen?
Fischer: Die Abstimmung ist eindeutig ausgegangen. Genauer möchte ich das nicht ausführen.
STANDARD: Kam es bei der Sitzung zu Diskussionen?
Fischer: Nein. Wir wären in den letzten Monaten sehr bemüht gewesen, die Situation im Sinne der Uni anders zu lösen. Leider hat es aber kein Einlenken des Rektors gegeben. Im Gegenteil, es ist zu einer Schädigung der Uni und des Wissenschaftsstandorts Österreich gekommen. Und mir ist wichtig
zu betonen, dass die Abberufung in keinerlei kausalem Zusammenhang mit dem Ages-Bericht zur umstrittenen Inkontinenz-Studie steht. Es gab den Verdacht eines wissenschaftlichen Betruges. Daher ist die Ages beauftragt worden, das zu prüfen. Deren Bericht ist letzte Woche Donnerstag vorgelegen, und wir haben Sorg dazu aufgefordert, den Bericht der Staatsanwaltschaft weiterzuleiten. Das ist das einzig Richtige. Die Gerichte sollen sich nun damit befassen. Es wurde in einer Zeitung angedeutet, wir würden da etwas vertuschen wollen. Es ist weder das richtig, noch steht die Abberufung damit
im Zusammenhang.
STANDARD: Wie lauten die Vorwürfe gegen Rektor Sorg konkret?
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Bis zum 14. August 2008 langten bei Minister Hahn noch diese weiteren uns bekannt gewordenen Stellungnahmen zur ministeriellen UG-Novelle ein (zum Lesen der Stellungnahmen, klicken Sie bitte auf die Namen der AutorInnen):
- Zentralausschus für die UniversitätslehrerInnen (A. Legat)
- ULV, UniversitätslehrerInnenverband des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals (Ch. Cenker)
- Betriebsrat, Universität für angewandte Kunst (S. Mann)
- Betriebsrat, wissenschaftliches Personal, Dienststellenausschuss UniversitätslehrerInnen Uni Innsbruck (R. Kaufmann)
- Betriebsrat, wissenschaftliches Personal, Universität für Bodenkultur Wien (P. Cepuder, P. Seibert)
- Betriebsrat, wissenschaftliches Personal, Karl-Franzens-Universität, Graz (I. H. Kropac)
- Universitäts-Gewerkschaft wissenschaftliches und künstlerisches Personal, Landessektion 13, Tirol (M. Tiefenthaler)
- Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, Zentralsekretariat (F. Neugebauer)
- S. Galler, Zellbiologie, Univ. Salzburg
- T. Reuther, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
- Senat der Med Uni Graz (R. O. Bratschko)
- Betriebsrat, wissenschaftliches Personal, Johannes Kepler Universität, Linz (A.Birklbauer)
- Betriebsrätekonferenz aller Österreichischen Universitäten
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Wissenschaftsminister Hahn will an der UG-Novelle weiterarbeiten „…dann braucht man das Rad… 2009, in der parlamentarischen Realisierungsphase…nicht mehr neu erfinden…“. Für heute hatte er sich einen Termin gesetzt. Danach nimmt er keine Änderungsvorschläge mehr an…
Kontakt zum Ministerium für Änderungsvorschläge bis zum 14.August 2008
christine.perle@bmwf.gv.at und
begutachtungsverfahren@parlament.gv.at
Kategorien: Allgemeines
Anlässlich des Endes der Begutachtungsfrist für den ministerialen Entwurf zur Novelle des Universitätsgesetzes 2002 gibt es nochmals einen zusammenfassenden Kommentar des ULV.
Die Aussendung von Wolfgang Weigel, ULV-Pressereferent:
(Noch) Bundesminister Hahn liebt es, im Zusammenhang mit der Novellierung des Universitätsgesetzes 2002 von „Weiterentwicklung“ zu sprechen. Und das muss die Neugierde auf die Inhalte der anstehenden und doch wieder aufgeschobenen Reform noch stärken, denn offenbar ist er der Überzeugung, dass es nicht um ein paar notwendige Retuschen geht sondern um Substantielles.
Und das stimmt! Die Universitäten werden noch einmal weiter in die Nähe der Kapitalgesellschaft geschubst. Und zugleich werden sie den dort Beschäftigten noch weiter entfremdet.
Lesen Sie hier weiter im Artikel: ULV Kommentar UG02-Novelle
Siehe auch andere ULV-Einträge in diesem Blog:
http://ug02.wordpress.com/2008/06/22/primum-nil-nocere-herr-minister/ und
http://ug02.wordpress.com/2008/06/12/oligarchische-gangelung/
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Die WissenschaftssprecherInnen der Koalitionsparteien waren abhandengekommen.
Broukal (SP) konnte die Beibehaltung der Studiengebühren nicht mehr verantworten und trat zurück. Brinek (VP) wurde Volksanwältin. Niederwieser (SP) ändert sein Arbeitsumfeld.

Frau Prof.in Karl (VP) war Teilnehmerin an der Parlamentarischen UG-Enquete am 11.4.2008. Ihre Wortmeldung zu Themen der UG-Novelle ist in diesem Blog dokumentiert:
http://ug02.wordpress.com/2008/04/14/frau-beatrix-karl-vp-im-nationalrat/
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Die Bundesvertretung 13 (der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst) lehnt diesen Ministerialenturf generell und vollständig ab.
Keinerlei Punkte des Regierungsprogramms wurden berücksichtigt und außerdem sind alarmierende Tendenzen zum Rückbau der Autonomie eingeschlossen, wie zB. Budgetregeln, Gestaltungs-vereinbarungen mit jährlichen Überprüfungen, Rückkehr zu ministerieller Detailsteuerung und verfassungsrechtlich problematischer Verschiebungen zu Lasten der Universitäten. Die Gewerkschaft fordert stattdessen die Umsetzung des Regierungsprogramms:
Faculty – einheitliche HochschullehrerInnengruppe,
Tenure Track - Karrieremodell,
Förderung junger Karrieren,
Vereinfachung des Berufungs- und Habilitationsverfahrens (Zahl der Gutachten, geteiltes Berufungsverfahren)
Lesen Sie hier den originalen Beschluss der Gewerkschaft mit Briefdatum vom 11.8.2008 an das Parlament.
Kategorien: Faculty · Ministerentwurf · Stellungnahme
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Im Gegensatz zum zur Begutachtung ausgesandten Ministerialentwurf einer Novelle des UG2002 wurde in einer a.o. Hauptversammlung des Uni-LehrerInnenverbands der TU-Wien der vom SP-Wissenschaftssprecher Broukal übermittelte Entwurf grundsätzlich sehr begrüßt.
Lesen Sie hier die von E. Langer und B. Martens versandte Stellungnahme
Kategorien: Alternativentwurf · Ministerentwurf · Stellungnahme · ULV · Wissenschaftssprecher
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