Beiträge vom September 2008
Minister Hahn hält die parlamentarischen Anträge auf Abschaffung der Studiengebühren und bessere finanzielle Ausstattung der Universitäten für Schwachsinn (s. Parlament. Protokoll) : Vor der Abstimmung über die Anträge 890A und 891A fand eine hochemotionale Debatte im Parlament statt.
Die/der nächste WissenschaftsministerIn wird selbst Experte/ Expertin sein müssen, um praktikable Rahmenbedingungen für die Lösung universitärer Probleme anbieten zu können und Verständnis um die (auch in diesem Blog gesammelten) Vorschläge und Sorgen der ExpertInnen des universitären Mittelbaus zu haben. Nur dadurch werden die Arbeits-, Forschungs-, Lehrbedingungen an den Universitäten nachhaltig verbessert und eine MitarbeiterInnen- und demokratiegerechte Uni-Gesetzesnovelle geschaffen werden können.
Der Entschließungsantrag 891A(E) von Wissenschaftssprechern Broukal, Grünewald und Graf im Wortlaut.
Zusätzlich wird hier die finanzielle Sicherstellung des Uni-Kollektivvertrags im Budget 2009 gefordert.
Liste der Pro- und Contra-RednerInnen in der Parlaments-Sondersitzung v. 24.9.08:
– –Wofür/wogegen hat sich mein(e) Abgeordnete(r) eingesetzt? (im orig. Text)
– –Die Rednerliste zu den Anträgen (vergrößert) mit dem Abstimmungsverhalten

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meinte Susanne Mann, Betriebsrats-Vorsitzende an der Universität für angewandte Kunst gegenüber der APA. Es gebe keinen Grund mehr, den Kollektivvertrag nicht zu unterzeichnen, „was wollen die Rektoren noch außer einer Zusage des Parlaments“, so Mann.
Im Pressespiegel: derStandard berichtet.
Kategorien: Budget · Kollektivvertrag · Presse
Mit Tag(s) versehen: Kollektivvertrag
Keine zwingend verlockende Alternative.-
In „Die Presse“ gibt Herbert Sassik, stv. Vors. der Hochschullehrergewerkschaft, ein Interview zu (nicht) vorhandenen Wissenschafts-Karrieren an österreichischen Universitäten und die Ignoranz der Politik dazu.
Die Presse: Welche Möglichkeiten hat ein junger Wissenschaftler, in Österreich Fuß zu fasse
n?
Sassik: Sehr wenig. Deswegen wurde auch von der GÖD und dem Dachverband der Universitäten schon im April 2007 ein Kollektivvertrag paraphiert.
Aber bei der Regierung stößt man auf taube Ohren. Die dachten, durch einen KV könnte man sich etwas sparen. Aber es wird zirka 50 bis 70 Millionen pro Jahr kosten, den KV für Uni-Angestellte umzusetzen. Denn die Sondergesetze von früher gelten nicht mehr. Der KV ist fertig. Man müsste nur mehr „tritt mit Soundsovieltem in Kraft“ hineinschreiben.
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Kategorien: Allgemeines · Kollektivvertrag
Mit Tag(s) versehen: Kollektivvertrag
Im neuen Studienplan hat eine überwiegende praktische und in Kleingruppen organisierte neue Ärzteausbildung zu einer wesentlichen Abnahme der Studienabbrüche, Verkürzung der Studiendauer und zur Verbesserung der Qualifikation der Jungärzte/innen geführt. Eine massive Erhöhung der Studierenden wird unweigerlich zu einer Verschlechterung der Ausbildungsqualität führen, wenn nicht alle notwendigen personellen, räumlichen und finanziellen Voraussetzungen neu dafür geschaffen werden.
Gleichzeitig würden sich die Arbeitsbedingungen des Universitätspersonals nachhaltig verschlechtern.
meinen die Betriebsräte der MUs Wien, Graz und Innsbruck.
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Nationalratsabgeordnete und SprecherInnen der Grünen, FPÖ und SPÖ erklärten in den letzten Tagen in den Medien, die Studiengebühren unter verschiedenen Bedingungen (frühestens SS09) abschaffen zu wollen.
Auch der Kostenersatz für die Universitäten sei angedacht.
Studienbarrieren seien u.a. die soziale Herkunft und das Einkommen.
Der Akademikeranteil in der österreichischen Bevölkerung müsse angehoben werden.
Siehe auch OECD-Studie: Education at a Glance 2008, Sozio-ökonomische Selektion beim Hochschulzugang
Kategorien: Budget · Chancengleichheit
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DerStandard berichtet:
In einem Offenen Brief an die Spitzenkandidaten der Parteien hat sich die Universitätenkonferenz (uniko, ehem. Rektorenkonferenz) einmal mehr gegen die Abschaffung der Studiengebühren und für eine Erhöhung des Uni-Budgets ausgesprochen. Die Rektoren der österreichischen Universitäten präsentierten ein „Zukunftspakt für die Universitäten“ mit Forderungen für das nächste Regierungsprogramm. Der Wissenschaftsrat hat sich in einer Aussendung ebenfalls gegen die Abschaffung der Studiengebühren ausgesprochen.
Kategorien: Budget
Mit Tag(s) versehen: Rektoren, Studiengebühren, Unipolitik
„Wir finden keine ÄrztInnen mehr, die an den Unikliniken arbeiten wollen“
Aufgrund des Platzens der Regierung ist die Umsetzung des bereits ausgehandelten Kollektivvertrages für die Österreichischen Universitäten in weite Ferne gerückt.
Die Betriebsräte der Medizinischen Universitäten fordern die scheidende Regierung noch einmal zur Arbeit auf:
Seit 2004 gilt das neue Universitätsgesetz, die Universitäten wurden in die „Autonomie“ entlassen. Inzwischen sind mehr als 4 Jahre vergangen und die Universitäten haben noch immer keinen Kollektivvertrag, der Gehälter und Karrieremöglichkeiten festschreiben würde. Die Umsetzung dieses Vertrages scheitert am Geld- trotz mehrfacher Lippenbekenntnisse, haben weder Wissenschafts- noch Finanzminister die benötigten Gelder zur Verfügung gestellt.
Die Konsequenz ist gravierend.
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Kategorien: Betriebsrat · Kollektivvertrag · MedUni · ots-Meldungen
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