UG2002-Novelle, Diskussionsarchiv

Beiträge vom November 2008

Gedächtnisschwund bezüglich Kollektivvertrag

30. November 2008 · Kommentar schreiben

Christian Cenker schreibt:

Der Kollektivvertrag ist ein MUSS
sonst wurschteln die Universitäten weiter so dahin wie seit 2004, ohne echte Perspektiven für junge WissenschafterInnen. Die „Ausbildung“ von JungwissenschafterInnen auszulagern, ist eine Schnapsidee a la Leiharbeiter: Die Unis müssen ihre Qualität selbst bestimmen können und nicht von irgendwelchen Pseudo-Elite-Zentren und deren meist wirtschaftlich abhängigen Modeströmungen abhängig – nur eine breite Basis kann eine stabile Spitze tragen, das gilt sowohl in der Wissenschaft, wie auch bei den Studierenden, eine zu frühe Selektion ist Mist, wie man es ja schon im Schulsystem mitbekommen und darauf reagiert hat.
(mehr…)

Kategorien: Budget · Kollektivvertrag · ULV
Mit Tag(s) versehen: , , , , ,

Ministerium bestätigt: Zusammenlegung von Uni-Standorten möglich

28. November 2008 · Kommentar schreiben

DerStandard berichtet:

Wissenschaftsrat erarbeitet bereits Hochschulplan – Erster Entwurf im Frühjahr 2009 fertig – „Orchideenfächer“ sind laut Hahn nicht gefährdet.

Der im Regierungsprogamm erwähnte „Österreichische Hochschulplan“ ist bereits in Arbeit. Damit beauftragt ist der Wissenschaftsrat, wie eine Sprecherin von Wissenschaftsminister Johannes Hahn im Gespräch mit derStandard.at berichtet. Die darin erwähnte „Standortoptimierung“ meine, wie vom Innsbrucker Rektor Karlheinz Töchterle befürchtet, die mögliche Zusammenlegung von Uni-Standorten. Genaueres könne man dazu noch nicht sagen.

(mehr…)

Kategorien: Budget · Presse
Mit Tag(s) versehen: , , ,

Uni-Rektor sieht „Gefahren“ im Regierungsprogramm

26. November 2008 · Kommentar schreiben

Auf sieben Seiten behandelt das Regierungsprogramm 2008 das Thema Wissenschaft (S. 202-208). Der Inhalt wird in der Presse von Rektoren kommentiert.

Karlheinz Töchterle, Rektor der Universität Innsbruck, beschreibt im Gespräch mit derStandard.at den ersten Eindruck mit „gemischten Gefühlen.“[...].

Der Chef der Universitätenkonferenz (uniko), Christoph Badelt, sieht im Regierungsprogramm „vieles, das mich freut, und noch viel mehr, das mich sehr, sehr sorgenvoll macht“.

(mehr…)

Kategorien: Presse · Stellungnahme
Mit Tag(s) versehen: , ,

SPÖ/ÖVP-Regierungsprogramm: UG2002-Novelle und Uni-KV

24. November 2008 · 4 Kommentare

Es heißt noch immer fälschlicherweise „Weiterentwicklung“ statt Änderung des Uni-Gesetzes 2002.
Auf den Seiten 205 und 206 des Regierungsprogramms 2008 werden einige Punkte der intendierten UG-Novelle schlagwortartig aufgelistet:

  • Faculty statt Kurie
  • verbesserte Mitwirkung des Betriebsrats statt Mitbestimmung
  • Stärkung der Leitungsstrukturen 

Über den Uni-KV heißt es:

  • „wird für eine ausreichende Dotation gesorgt…“

(Als weiland Gehrer noch „künftig“ sagte, meinte sie de facto „in frühestens sechs Jahren“ Anm.d.Red.)

Bitte lesen Sie auf der nächsten Seite weiter über UG-Novelle und Uni-Kollektivvertrag im Regierungsprogramm 2008, S. 205-206 oder klicken Sie die Novellen-Dokumentationsseite hier an.

(mehr…)

Kategorien: Betriebsrat · Budget · Faculty · Kollektivvertrag · Ministerentwurf
Mit Tag(s) versehen: , , ,

Schönreden ist kontraproduktiv

18. November 2008 · 1 Kommentar

Die „Wiener Zeitung“ berichtet:

Eine „universitäre Finanzkrise“ orten nun die Uni-Senatsvorsitzenden.

Man sei „hochgradig besorgt“ über die künftige Budgetentwicklung der Universitäten, hieß es am Montag. Gerhard Clemenz, Senatsvorsitzender der Uni Wien, verwies auf das letzte „Times Higher Education Ranking“: Im internationalen Vergleich sind Österreichs Hochschulen massiv abgestürzt.
Als erste österreichische Uni wird die Hauptuni Wien genannt – sie verlor fünf Punkte in der Gesamtwertung und fiel damit von Platz 85 im Jahr 2007 heuer auf Platz 115.
Das Ranking habe „deutlich vor Augen geführt, wie schlecht es um die Finanzierung unserer Universitäten bestellt ist“, meinte Clemenz.

Wegfall der Studiengebühren verschlimmere die Situation

Die Senate fordern daher einen Budgetplan, „der Klarheit über die Bedeckung der entstehenden Kosten schafft“. Sonst „konkurrieren wir künftig nur mehr um das Schlusslicht“, sagte Clemenz.

Bitte kompletten Artikel nachlesen in  Wiener Zeitung online

Zum Ranking der Universitäten

Kategorien: Budget · Presse
Mit Tag(s) versehen: , ,

3.Gehaltsrunde 2009 ohne Ergebnis abgebrochen

18. November 2008 · Kommentar schreiben

Die Vertreter der Bundesregierung waren nicht imstande, den Gewerkschaften der öffentlichen Dienste ein Angebot zur Gehaltserhöhung zu unterbreiten und waren nicht einmal bereit, die Abgeltung der Inflationsrate von 3,45 Prozent zuzusagen.

ergebnisse-der-3-gehaltsrunde2009

 

Bitte den Originalbrief der Gewerkschaft hier weiterlesen.

 

 

Siehe auch Bedingungen in der 2.Verhandlungsrunde

Kategorien: Budget
Mit Tag(s) versehen: , ,

Wegfall der Studiengebühren: Befreiung von Ausnahmen nicht administrierbar

11. November 2008 · Kommentar schreiben

Administrations-Eskalation:

Langsamer Studierende werden durch Arbeit, Krankheit, Kinder-Betreuung von der Bezahlung der Studiengebühren befreit: Nur wenige werden die Gebühren zahlen müssen. Die vielen  Geschäftsfälle seien aber „nicht administrierbar“, lautet die Kritik. Hohe Mehrkosten für die Unis durch unnötigen administrativen Mehraufwand werden befürchtet. Die generelle Abschaffung der Studiengebühren ohne Administration der Ausnahmen und ihrer Befreiungen würde die Universitäten weniger kosten. 

„Die Presse“ berichtet (Vorsicht!) über die:

…Administrierbarkeit der Ausnahme von der Studiengebühren-Abschaffung und der Befreiung von der Ausnahme der Abschaffung…

„Der Standard“ berichtet:

Die Administration der Ausnahmen soll den Unis erleichtert werden, sagte Hahn.

Kategorien: Budget · Presse
Mit Tag(s) versehen: , ,

2. Gehaltsverhandlungsrunde 2009

7. November 2008 · 1 Kommentar

Die 2. Verhandlungsrunde zur Erhöhung der Bezüge ab 2009 hat am 5. November 2008, zwischen den Vertretern der Bundesregierung, Staatssekretär Mag. Andreas Schieder und Staatssekretär Dr. Reinhold Lopatka, und dem Verhandlungsteam der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst unter Führung von Vors. Fritz Neugebauer, stattgefunden. ergebnisse-der-2gehaltsrunde-20092

Ergebnisse der Verhandlungsrunde:

  1. Der Wirksamkeitsbeginn wurde mit 1. Jänner 2009 vereinbart.
  2. Es wurde außer Streit gestellt, dass das abgerechnete Wirtschaftswachstum der letzten vier vorliegenden Quartale mit 2,6% zu veranschlagen ist.
  3. Von den Vertretern der Gebietskörperschaften wurde die Absicht bekundet, das Ergebnis – vorbehaltlich der politischen Willensbildung in der jeweiligen Gebietskörperschaft – zu übernehmen.
  4. Aufgrund des gestiegenen Arbeitsdrucks im Öffentlichen Dienst wurde vereinbart, eine Produktivitätsstudie in Auftrag zu geben.

Ein konkretes Angebot wurde seitens der Bundesregierung noch nicht unterbreitet. Der nächste Verhandlungstermin wurde für 17. November 2008 vereinbart.

Siehe auch Presseaussendung des Staatssekretärs für Öffentlichen Dienst und Verwaltungsreform mit Termin-Festlegung einer Gehaltserhöhung: 1.1.2009

Kategorien: Budget
Mit Tag(s) versehen: , ,

Wien, ein Paradies für Giftmörder?

4. November 2008 · 1 Kommentar

Die „Zeit, Online“ schreibt:

…In den vergangenen Jahren hätten die Gerichtsmediziner viel zu viel obduziert, ohne dass dies immer notwendig gewesen sei. Auf die Dauer wurde das zu teuer. Nun schneidet keiner mehr in der Sensengasse in Wien-Alsergrund Leichen auf. Obduziert wird nur noch in vier Wiener Krankenhäusern. Bloß dort will man keine Leichen im fortgeschrittenen Verwesungsprozess, in denen etwa bereits Maden nisten. Die Stadt Wien präsentiert nun ihre Lösung: Warum diese sogenannten Faulleichen nicht in Containern untersuchen? Diese Woche wird das Prestigeprojekt der Presse vorgestellt. Drei graue Stahlboxen am Wiener Zentralfriedhof, insgesamt rund hundert Quadratmeter groß und umwachsen von hohem Unkraut. Hier, mitten im Niemandsland unter Toten und Trauernden, soll nach mysteriösen Todesursachen geforscht werden.

Ohne Labor, ohne Röntgen…

Die Ministerien für Gesundheit, Justiz und Wissenschaft schieben einander gegenseitig die Schuld in die Schuhe. Keiner will für die miserablen Zustände verantwortlich sein.

 Bitte weiterlesen: DIE ZEIT, ONLINE, 23.10.2008 Nr. 44

Stellungnahme zur Gerichtsmedizin im Kurier 

Kategorien: Presse
Mit Tag(s) versehen:

Internationales Sozialsystem- und Pensions-Chaos für ForscherInnen

4. November 2008 · 1 Kommentar

Im „Zeit“-Artikel finden sich viele ForscherInnen wieder:

Die Rechnung kommt im Alter:

Die Sozialsysteme sind in jedem Land anders aufgebaut. Ein gemeinsames Gerüst, das einen problemlosen Umzug [der ForscherInnen] von einem Staat in einen anderen ermöglichen würde, gibt es nicht. Es ist schon frappierend: Alle reden davon, wie wichtig die internationale Mobilität in der Wissenschaft ist. In der Praxis aber stolpern diejenigen, die ihre akademischen Freiheiten auch nutzen, über die bürokratischen Hürden des Sozialstaats.

Weiterlesen in der „Zeit“

Kategorien: Allgemeines · Presse
Mit Tag(s) versehen: ,