UG2002-Novelle, Diskussionsarchiv

Beiträge vom Dezember 2008

Pressespiegel mit Reaktionen auf den Universitätsbericht

24. Dezember 2008 · Kommentar schreiben

Laut Andrea Kuntzl, SP-Wissenschaftssprecherin, leiden die Unis unter eklatantem Personal- und Raummangel und es gebe zu wenige Labor- und Seminarplätze. Für die „stark steigende Zahl an berufstätigen Studierenden“ forderte sie Teilzeitstudienmodelle. Weiters müsste die „soziale Treffsicherheit der Stipendiensysteme“ verbessert werden.

Der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, kritisierte, dass Hahn die Probleme in Wissenschaft und Forschung leugne. Während die Studierendenzahlen in den vergangenen zehn Jahren im OECD-Schnitt um über vierzig Prozent gestiegen seien, könne Österreich lediglich eine Steigerungsrate von etwa vier Prozent aufweisen. „Die Unis brauchen Geld und die Regierung ignoriert das“, so Grünewald. Im Detail kritisierte er, dass es für junge Wissenschafter kaum Zukunftsperspektiven gebe.

Zufriedenheit im Zusammenhang mit dem jüngsten Universitätsbericht 2008 kann die Österreichische Hochschülerschaft nicht nachvollziehen.

Link: Standard

Kategorien: Presse · Stellungnahme · Wissenschaftssprecher
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Universitätsbericht 2008 des Ministeriums

24. Dezember 2008 · 2 Kommentare

Auf die österreichischen Universitäten kommt ein personeller Umbruch zu: Zwischen 2008 und 2010 werden laut dem am Dienstag veröffentlichten Universitätsbericht 2008 des Wissenschaftsministeriums voraussichtlich 580 Professorenstellen „aus Altersgründen“ (Emeritierung, Pensionierung) vakant. Somit seien bis Ende 2010 mehr als ein Viertel der Professorenstellen neu zu besetzen.
Link: Hauptdokument, >300 Seiten PDF, und Pressekurzfassungen
Link: ORF-Bericht
Link: Unibericht-Hahn-24-12-08 (ORF-Text) pdf
Link: Pressespiegel (pdf)
Link: Pressespiegel (DerStandard)

Kategorien: Budget · Dokumentation · Presse
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Hahn macht staatliche Unterstüzung der Unis zur „Philosophischen Frage“

22. Dezember 2008 · Kommentar schreiben

In einem Interview für den Standard (Print, 20./21.Dez.2008) hält der Minister staatliche Hilfe für die Rückkehr zur „lieben alten Planwirtschaft“ und  „für den falschen Zugang“.

Hier: Link zum Interview mit Minister Hahn 

Hier: Kommentar der anderen von Hans Pechar. Die Wahlversprechen wurden auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben – Willkommen in der postelektoralen Agonie. (H.P. leitet das Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung an der Universität Klagenfurt)

Kategorien: Allgemeines

EU-Arbeitszeitrichtlinie 65-Stunden pro Woche niedergestimmt

18. Dezember 2008 · Kommentar schreiben

Erfolg für Gewerkschaft und ÄrztInnen bei Abstimmung in Strasbourg:

  1. Bereitschaft soll als volle Arbeitszeit gelten
  2. Die 65-Stunden-Woche erleidet EU-Abstimmungsniederlage

Siehe dazu den ausführlichen Beitrag im Weblog des MUW-Betriebsrats

Kategorien: MedUni
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1000 StudentInnen mehr als im Dezember 2007

12. Dezember 2008 · Kommentar schreiben

An der UW gibt es derzeit 1000 Studierende mehr als im Dezember 2007. 
4762 neue HörerInnen. Anstieg ca 11,8%.

Rektor Badelt:

Mittlerweile studiert eine österreichische Kleinstadt wie Krems oder Baden am WU-Standort am Alsergrund. Wir wissen nicht, wie wir einen neuerlichen Ansturm Studierender, die ab nächstem Semester zu uns kommen, verkraften können. Wir brauchen entweder eine deutliche Ausweitung der Ausbildungskapazitäten oder eine Regelung des Hochschulzugangs.“

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Kategorien: Presse · Stellungnahme
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BereichssprecherInnen der politischen Parteien

12. Dezember 2008 · 2 Kommentare

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SPÖ
Gesundheit: Sabine Oberhauser
Wissenschaft: Andrea Kuntzl
et al. unter: http://derstandard.at/?id=1227288352526

ÖVP
Gesundheit:
Erwin Rasinger
Wissenschaft und Forschung: Beatrix Karl
et al. unter: http://derstandard.at/?id=1227288348838

FPÖ
Gesundheit: Dagmar Belakowitsch-Jenewein
Forschung und Wissenschaft: Martin Graf
et al. unter: http://derstandard.at/?id=1227288360792

BZÖ
Gesundheit: Wolfgang Spadiut
Wissenschaft: Gernot Darmann 
et al. unter: http://derstandard.at/?id=1227288353546

Grüne
Gesundheit, Wissenschaft:
Kurt Grünewald
Wirtschaft, Forschung: Ruperta Lichtenecker
et al. unter: http://derstandard.at/?id=1227288350987

Kategorien: Parlament · Wissenschaftssprecher
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Wissenschaftskarrieren ohne langfristige Perspektiven

11. Dezember 2008 · Kommentar schreiben

Viele NachwuchswissenschafterInnen führen an österreichischen Hochschulen ein ungewisses Dasein. Unbefristete Stellen gibt es für sie nur in Ausnahmefällen. Die Hoffnung auf Inkrafttreten des Uni-Kollektivvertrages (KV) und somit auch auf eine langfristige Karriereperspektive bleibt nun schon seit Jahren unerfüllt. Im April 2007 hatten sich die Universitäten und die Gewerkschaft nach vier Jahren Verhandlung auf einen Kollektivvertrag geeinigt. Darauf, ob der Uni-KV tatsächlich so wie zuletzt verkündet im Wintersemenster 2009 in Kraft tritt, darf man gespannt sein.
Das Wissenschaftsministerium verspricht zwar für 2009 die Finanzierung in der Höhe von 50 Millionen Euro, aber darüber, ob die Anschlussfinanzierung gesichert bleibt, herrscht Ungewissheit an den Hochschulen. „2010 muss das Budget auf 100 Millionen Euro aufgestockt werden. In den Folgejahren brauchen wir dann 70 bis 80 Millionen Euro“, sagt Christian Cenker, Vorsitzender des UniversitätslehrerInnenverbandes im Gespräch mit derStandard.at

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Kategorien: Budget · Kollektivvertrag · ULV
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Wer braucht dieses Wissenschaftsministerium wirklich?

9. Dezember 2008 · 1 Kommentar

[...]wenn der Wissenschaftsminister nicht über Forschung und die notwendigen Finanzen der Universitäten entscheiden kann, dann muss eben die Zuständigkeit für Wissenschaft ehrlicherweise dem Finanzminister oder Kanzler zugeordnet werden.
Es gibt seit langem Untersuchungen, die besagen, jene Länder mit der geringsten Wissenschaftsverwaltung haben die besten Universitäten. Die Schweiz, Niederlande, England, Dänemark, Amerika sind Beispiele dafür. Diese Länder haben ganz kleine oder gar keine Wissenschaftsministerien. Zugleich sind sie in den Rankings der Universitäten vorne.

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…und mehr im
STANDARD-Interview
mit Rektor Von Fircks
,
Vet.Med.Uni Wien 

 

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Kategorien: Budget · Kollektivvertrag · Ministerentwurf · Presse · Stellungnahme
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KURIER: „Unis liegen mit Hahn im Clinch“

6. Dezember 2008 · 1 Kommentar

Wissenschaftsminister im KURIER-Interview vom 4.12.08  zur Rektoren-Kritik:

Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit muss sich Wissenschaftsminister Johannes Hahn einer herben Kritik vonseiten der Rektoren stellen.
Deren Chef Christoph Badelt spricht erstmals von „massiven Sparpaketen für die Universitäten“, sollte das Uni-Budget (derzeit 2,2 Milliarden Euro) nicht deutlich erhöht werden. Konkret hieße das laut Badelt: Aufnahmestopp, keine Investitionen in Technik, Infrastruktur oder bauliche Maßnahmen und noch schlechtere Betreuungsverhältnisse für die Studenten.
Dass die Wirtschaftsprognosen ungünstig sind, ist den Rektoren bewusst. Deswegen erheben sie die „Minimalforderung“ von 550 Millionen Euro zusätzlich für das kommende Uni-Budget von 2010 bis 2012.
Im KURIER-Gespräch bleibt Wissenschaftsminister Johannes Hahn unverbindlich.

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 Ch.Badelt

 

 Jo.Hahn

 

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Kategorien: Budget · Kollektivvertrag · Presse · Stellungnahme
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Rektor hält Auflösung dieses Wissenschaftsministeriums für ratsam

5. Dezember 2008 · 3 Kommentare

Der Rektor der Veterinärmedizinischen Universität Wien (VUW), Wolf-Dietrich von Fircks, u.a. über einen verbesserten Beitrag zur Finanzierung und Autonomisierung der Unis.

…Ein weiterer Punkt auf den wir als Universitäten im Rahmen der Regierungsbildung größten Wert legen, ist, dass die Politik mit uns ein verbindliches Entwicklungskonzept für den tertiären Bereich beschließt, aus welchem sich ergibt, in welchen Feldern, für welche Studiengebiete, wie viele Studienplätze und welche Forschungsrichtungen künftig finanziert werden sollen [...] Aber nur wenn das klar ist, können sich hier alle erfolgreich strukturell engagieren. Es sollte hier ein nationaler Bildungsgipfel stattfinden, der, mit dem Bundespräsidenten an der Spitze, wieder eine zukunftsfähige Richtung in die Politik bringt. Auf das jetzige Wissenschaftsministerium können wir dabei verzichten, das wäre schon ein Finanzierungsbeitrag! Und Beitrag zur Autonomie! Das gäbe finanziellen und strukturellen Zugewinn!

bitte weiterlesen: Rektor Von Fircks über UG-Novelle und Guggings Elite-Uni…

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Kategorien: Ministerentwurf · Stellungnahme
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Verwaltung von Ausnahmen des Studiengebührenwegfalls ist teuer

3. Dezember 2008 · 1 Kommentar

In den Medien nimmt die Kritik zu:  an der teuren Verwaltung der inkomplett wegfallenden Studiengebühren.

Im Medienspiegel (APA, Standard)

Fallen die Gebühren bald ganz?
Mit der vor der Wahl beschlossenen Novelle zum Universitätsgesetz (UG) wurden die Ausnahmen für die Studiengebühren deutlich ausgeweitet. Nach den Studenten konstatieren nun auch die Rektoren: Die Administration koste dadurch mehr, als die Studiengebühren bringen.

Die kürzlich präsentierte Neuregelung würde dazu führen, dass ab dem Sommersemester 2009 von den rund 215.000 österreichischen und ihnen gleichgestellten Studenten rund 30 Prozent weiter den Studienbeitrag entrichten müssen.

Hahn:
Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) ist allerdings gegen die totale Abschaffung. Solange es noch kein Budget gebe, könne man auf keine Million verzichten, erklärte er auf Anfrage der APA.

Das Aussetzen der Gebühren würde mehr kosten als die noch zur Verfügung stehenden „bescheidenen Einnahmen“, sagte Hahn, der auch auf die „noch existierende steuernde Restwirkung“ der Studiengebühren verwies.

Grundsätzlich gilt:
Wer zu lange studiert, bezahlt – außer er arbeitet, betreut Kinder, ist länger krank, hat Kinder oder leistet Zivil- oder Militärdienst. All diese Ausnahmen sind im Detail kompliziert geregelt – und auch, welche Nachweise in welchem Fall notwendig sind.

Die Studiengebühr beträgt 363,36 Euro pro Semester. Nach übereinstimmender Einschätzung der Rektoren würden die Kosten für die Administration der zahlreichen Ausnahmeregelungen „die verbleibenden Einnahmen aus den Studienbeiträgen übersteigen und damit eine Verschwendung von Steuergeld bedeuten“.

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Kategorien: Budget · Ministerentwurf · Presse
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ACHTUNG! UG-Novelle (Ministerentwurf) soll gleich Regierungsvorlage werden

2. Dezember 2008 · Kommentar schreiben

Also kein Einbau von Änderungsvorschlägen aus dem Mittelbau. Der Ministerentwurf kommt gleich in den Ministerrat. Im Parlament ist dann kein Überstimmen durch den Koalitionspartner mehr möglich. Wie anzunehmen, wird sich schwerlich jemand auf die zum Schleudersitz gewordene Funktion des SP-Wissenschafts-sprechers begeben wollen.
Raffinierte Umgehung des Mittelbaus.
Die UG-Novelle war schon ausgearbeitet und hat bereits das Begutachtungsverfahren durchlaufen, doch die Neuwahl kam einer Beschlussfassung zuvor. Nun will Hahn die Materie ohne Begutachtung gleich als Regierungsvorlage in den Ministerrat bringen. Hahn strebt für den Beschluss das erste Quartal 2009 an. Unsicherheitsfaktor dabei ist noch, wer Wissenschaftssprecher der SPÖ wird. Auf ÖVP-Seite ist dies laut Hahn mit Beatrix Karl fix, meldet die APA.

Wo bleibt der Alternativentwurf?

Wo bleiben die Änderungsvorschläge?

Wo bleibt der Kollektivvertrag?

Wo bleiben die Unis?

Kategorien: Kollektivvertrag · Ministerentwurf · Presse
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Sie wollen in den Sommerferien nicht unterrichten?

2. Dezember 2008 · Kommentar schreiben

Minister Hahn denkt aber, Sie arbeiten zu wenig.

Wissenschaftsminister will für „Massenfächer“ prüfen, ob Vorlesungszeiten verlängert werden können.

Dass an den Unis mehr als bisher gearbeitet wird, wünscht sich Wissenschaftsminister Johannes Hahn im Ö1-Morgenjournal. Bei „Massenfächern“ sollte man prüfen, ob nicht die Vorlesungszeiten verlängert werden könnten. Uni auch im Sommer „könnte dort, wo wir besonderen Andrang haben, durchaus ein Ansatz sein“, sagte Hahn.

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Kategorien: Allgemeines · Ministerentwurf
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Gehaltsverhandlungen 2009 abgeschlossen

1. Dezember 2008 · Kommentar schreiben

Die Verhandlungen zwischen dem Bund und den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes (GÖD) über die Gehaltsanpassung der Bundesbediensteten für 2009 brachten am 29. November 2008 folgendes Ergebnis:

Ab 1. Jänner 2009 werden (bei einer Laufzeit bis 31. Dezember 2009)

a) die Gehälter der BeamtInnen, soweit sie nicht gemäß §17 Poststrukturgesetz (PTSG) zugewiesen sind, die Monatsentgelte der Vertragsbediensteten und der Bediensteten mit einem Sondervertrag, in dem keine andere Art der Valorisierung vorgesehen ist,

b) die Zulagen und Vergütungen, die im Gesetz in Eurobeträgen ausgedrückt sind, mit Ausnahme der Kinderzulage

um 3,55 % erhöht.gehaltserhoehung-2009-info4

 

Original Info: Gehaltserhöhung-2009-Info

 

 

 

NEUER LINK: Gehalts- Tabellen

 

Kategorien: Budget
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