NR-Abgeordnete Sabine Oberhauser befürchtet eine nur teilweise Finanzierung des Uni-Kollektivvertrags. Minister Hahn sagt, es gäbe keine Einsparungen im Wissenschafts- und Forschungsbereich. Die Parlaments-Korrespondenz vom 18.2.2009/Nr.97, berichtet:
In der heutigen Sitzung des Wissenschaftsausschusses http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/A-WI/A-WI_00001/TO_01427436.shtml versicherte Bundesminister Johannes Hahn, dass es trotz des von Vizekanzler Josef Pröll angekündigten restriktiven Budgetkurses zu keinen Einsparungen bei den Universitäten kommen werde. Ausgangspunkt der Debatte war
der Universitätsbericht (Hauptdokument, >300 Seiten PDF, und Pressekurzfassungen im nächsten Link—>) http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/III/III_00022/pmh.shtml, der Rechenschaft ablegt über die Entwicklung der Jahre 2005 bis 2008, die vor allem durch die Implementierung neuer Finanzierungs- und Steuerungsinstrumente wie etwa der Leistungsvereinbarung geprägt waren.
Abgeordnete Andrea Kuntzl (S) vermisste tiefgreifende Problemanalysen im Bericht und meinte, die Erkenntnisse seien nicht überraschend, sondern vielmehr eine Bestätigung dessen, was in den letzten Jahren bereits festgestellt wurde: niedrige Zugangsquote, lange Studiendauer und im internationalen Vergleich eine niedrige Abschlussquote. Sie beklagte vor allem auch eine chronisch schlechte budgetäre Ausstattung der Universitäten und drückte ihre Hoffnung aus, dass der Wissenschaftsbereich nicht von den angekündigten Budgetkürzungen betroffen werde. Für sinnvoll hielt sie die Erstellung eines allgemeinen Hochschulplanes für die österreichischen Universitäten.
Abgeordnete Sabine Oberhauser (S) befürchtete, dass es nicht genug Geld geben werde, um den Kollektivvertrag der Hochschullehrer zu finanzieren. Klarheit wollte Oberhauser auch über die Zukunft der Gerichtsmedizin in Wien.
Abgeordnete Heidrun Silhavy (S) wiederum rief zu einer stärkeren Förderung von Studierenden mit Kindern sowie zum Abbau nach wie vor bestehender sozialer Barrieren auf und drängte auf Maßnahmen in Richtung einer Erhöhung der Frauenquote beim wissenschaftlichen Personal.
Abgeordnete Beatrix Karl (V) bezeichnete es als positiv, dass als Folge der Studiengebühren die Zahl der prüfungsinaktiven Studierenden gesenkt werden konnte. Zu der immer wieder beklagten niedrigen Akademikerquote bemerkte Karl, bei den Doktoratsabschlüssen liege Österreich über dem EU-Durchschnitt. Für ihre Fraktionskollegin Abgeordnete Katharina Cortolezis-Schlager zeigte der Bericht auf, was mit der Hochschulautonomie bewirkt werden kann. Sie begrüßte vor allem die Profilbildungen der Universitäten, die nun eine international anerkannte Breiten- und Spitzenforschung ermöglichen.
Abgeordnete Sylvia Fuhrmann (V) sprach die Bologna-Ziele an und setzte sich für Maßnahmen ein, um die Arbeitsmarktchancen von Bachelor-Studenten zu fördern.
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