Audio-LINK ist nicht mehr verfügbar: Das ORF-Interview mit UW-Rektor Georg Winckler wurde von Martin Haidinger geführt (Mittagsjournal vom 31.10.2009)
Zwar verursachten die Studierendenproteste zusätzliche Kosten (Anmieten von Ersatzräumen, Audimax könne in dieser Zeit nicht weitervermietet werden, Sachschäden seien nur von Freitag auf Samstag entstanden), aber die Studierenden wollen protestieren und Anlässe dafür gäbe es. Dafür habe der Rektor Verständnis. Außerdem habe das Audimax politischen Symbolcharakter. Rektor Winckler hätte schon früher Besetzungen erlebt. Aber im Unterschied zu früher wären verschiedene Punkte zum Ausdruck gebracht worden: die Finanzierungsfrage der Universitäten und die nationale Umsetzungsfrage des Bolognasystems (im Zusammenhang mit Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren), sowie Linke Systemkritik.
Die Stellungnahme des PLENUMS zur Bologna-Umsetzung sei nicht einheitlich. Die gesetzlichen Bologna-Begleitmaßnahmen seien eher das Ziel der Kritik (z.B. betreffend Zugangsmöglichkeiten).
Zwischen den bildungspolitischen Zielen, die im September 2008 deklariert wurden, z.B. dem freien Hochschulzugang und den dazu benötigten, aber nicht bereitgestellten, finanziellen Mitteln gäbe es ein Auseinanderklaffen. Der parlamentarische Beschluss vom September 2008 gehe einher mit einem Finanzierungsplan der bis 2020 umgesetzt werden soll. Dessen Ziel ist die Bereitstellung einer Erhöhung auf 2% des BIP. Wesentlich und notwendig sei in diesem Zusammenhang das Zustandebringens eines Gesamtplans für die Universitäten.










