UG2002-Novelle, Diskussionsarchiv

Beiträge vom November 2009

„Hahn musste schreckliches Erbe übernehmen. Ordnung des Ressorts nicht gelungen…“

24. November 2009 · Kommentar schreiben

sagte Bundesrat Stefan Schennach (Grüne/Wien) während der Dringlichen Anfrage an Hahn,  die aktuelle Situation an Österreichs Universitäten betreffend, gestern in der 2. Kammer des Parlaments.

Parlamentarische Korrespondenz: Wenn man sich die Fakten im Wissenschaftsbereich ansehe, dann verstehe man den Zorn der Studierenden, meinte Schennach. So liege Österreich laut OECD-Statistik etwa nur an 30. Stelle (von 36 Ländern) bei den Absolventenquoten und auch die beste Universität Österreichs, die Uni Wien, ist nun wieder weiter abgestürzt im Qualitätsranking. Er wundere sich nicht, dass in Österreich immer noch viel zu wenige Maturanten das Studium wählen. Die Rahmenbedingungen seien oft katastrophal, zeigte Schennach auf, übervolle Hörsäle, undurchsichtige Studieneingangsprüfungen, schlechte Betreuungsverhältnisse und vieles mehr. [...]

LINK zur gemeinsam von FP und Grünen im Bundesrat eingebrachten „Dringlichen“ an Minister Hahn und zu dessen Antworten, sowie Verweis auf den beginnenden Hochschuldialog.

Kategorien: Parlament
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Studentin zur Uni-Senatsvorsitzenden gewählt

23. November 2009 · Kommentar schreiben

Der Standard berichtet, dass  an der Akademie der bildenden Künste am Montag  erstmals eine Studentin an die Spitze des Senats einer österreichischen Universität gewählt wurde. Die Kunstpädagogik-Studentin Martina Pfingstl erhielt  fast alle Stimmen. Sie studiert mit einem Selbsterhalterstipendium und organisierte den an der Akademie ausgerufenen „Generalstreik“ gegen die geplante Umstellung der Ausbildung auf die Bologna-Struktur. Dies war  von der Besetzung der Akademie-Aula und nach einer Demonstration nur wenige Tage später von der Besetzung des Auditorium maximum der UW und anderer österreichischer Uni-Hörsäle gefolgt.

Link zum Bericht

Kategorien: Chancengleichheit · Proteste Studierender
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Unter „Master of Desaster“…

22. November 2009 · Kommentar schreiben

schreibt Edith Meinhart im „Profil“ über Forschungsausgaben, Bologna-Prozess, Akademikermangel, inkl. Interview mit David Campbell vom Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung der Uni Klagenfurt.

(…) Sind die heimischen Unis so schlecht, wie internationale Rankings behaupten?
Das Times Higher Education Ranking schreckte die akademische Welt auf. Die ersten Plätze belegen – wenig überraschend – Harvard, Yale (beide USA) und Cambridge (GB). Die beste heimische Hochschule, die Universität Wien, war vom 85. Platz im Jahr 2007 im Jahr darauf auf den 115. zurückgefallen; die Technische Universität rutschte um 78 Plätze auf den 244. Rang ab. Unter den 200 besten der Welt sticht die Uni Wien mit dem schlechtesten Betreuungsverhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden hervor (www.topuniversities.com). Kritiker stört an derartigen Rankings, dass die Reputation der Unis einfließt. Campbell vergleicht deshalb lieber die Zahl der wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Zitierungen. Die maßgeblichen Datenbanken – der Science Citation Index (SCI), der Social Science Citation Index (SSCI) und der Arts & Huma­nities Citation Index (A & HC) – stehen in Amerika. Fazit: In der Liste „Artikel pro hun­derttausend Einwohner“ rangiert Österreich gleichauf mit den USA und über dem EU-Schnitt. Nicht ganz so gut sieht es bei den Zitierungen aus. „Die bibliometrische Forschung zeigt, dass die heimische Forschung besser ist als ihr Ruf, aber – siehe Zitierungen – im Spitzenfeld Nachholbedarf hat“, resümiert Campbell. (…)

LINK zum „online-profil“

Kategorien: Presse
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Wortgefecht auf OTS: Beatrix Karl gegen alle

22. November 2009 · Kommentar schreiben

KONTRA  Ausgleichszahlungen für Studiengebühren mit Deutschland: „… sind nicht zielführend“, so die ÖVP-Wissenschaftssprecherin Beatrix Karl. „Warum sollte Deutschland die Studienplätze im eigenen Land beschränken, um dann zusätzliche im Ausland zu finanzieren?“

PRO Ausgleichszahlungen für Studiengebühren in Europa: Faymann, Schmied, Kuntzl, Rudas, ÖH argumentieren dafür. Auch Oberhauser fordert einen Dialog auf EU-Ebene, um den internationalen StudentInnenaustausch für die betroffenen Länder – wie Österreich – leistbar zu machen und schickt Hahn mit diesem Verhandlungsauftrag ebenfalls nach Brüssel.

Kategorien: Wissenschaftssprecher · ots-Meldungen
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Vor 16 Jahren (UOG93) und vor 7 Jahren (UG2002)…

21. November 2009 · Kommentar schreiben

hätte die heutige Hochschulmisere vermutlich noch nachhaltig verhindert werden können, wenn das neoliberale Ökonomisierungsdenken der Politakteure nicht die Mehrheit in den gesetzgebenden Körperschaften gefunden hätte.

Der Wissenschaftsminister lädt erst heute zum Gespräch der Betroffenen. Unter den Eingeladenen scheinen die Freunde einer Ökonomisierung der Studierenden wieder in der absoluten Mehrheit zu sein:

Wien (OTS) – Am Mittwoch, dem 25.November 2009, lädt Minister Johannes Hahn sämtliche Hochschulpartner/innen zum „Dialog Hochschulpartnerschaft“ in die Aula der Wissenschaften. Eingeladen sind Unterrichtsministerin Claudia Schmied, die Vertreter/innen der Sozialpartner, die Klubobleute und Wissenschaftssprecher der Parlamentsparteien, das Präsidium der Universitätenkonferenz, die Exekutive der ÖH sowie die Vorsitzenden der einzelnen Studierendenfraktionen. Die protestierenden Studierenden sind eingeladen, drei Vertreter/innen zu entsenden. Außerdem werden auch Vertreter/innen der Fachhochschulen, Privatuniversitäten, des Wissenschaftsrates, Forschungsrates, Akkreditierungsrates sowie der Pädagogischen Hochschulen, die Bundesschulsprecherin, die zuständigen Landesräte sowie Expertinnen aus dem In- und Ausland dazu gebeten.
„Dialog Hochschulpartnerschaft“: Mittwoch, 25. November 2009, 11.00
bis 14.00 Uhr. Aula der Wissenschaften, 1010 Wien, Wollzeile 27a

Kategorien: Proteste Studierender · Wissenschaftssprecher · ots-Meldungen
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„Wer ernsthaft studiert, soll eine qualitativ hochwertige Ausbildung erhalten“…

21. November 2009 · Kommentar schreiben

…fordert die „Österreichische Bauernzeitung“ und nimmt Stellung zu den folgenden brennenden Uni-Themen:

Nein zu chaotischen Kundgebungen
Lehrveranstaltungen in Kinosälen
Studiengebühren mit sozialer Abfederung
Mehr Geld
Boku sucht neuen Rektor

„Alle Studenten werden in einen Topf geworfen“, ärgert sich etwa Alexander Köllner, Vertrauensobmann in der Akademikergruppe des NÖ Bauernbundes an der Wiener Universität für Bodenkultur (ABO), über den so entstandenen Eindruck, es würde nur noch protestiert und nicht studiert.

LINK zum Artikel der „Österreichischen Bauernzeitung“

Kategorien: Presse · Proteste Studierender
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Audimax: Politik kann Zeit und Provokateure für sich arbeiten lassen

20. November 2009 · Kommentar schreiben

Foto by Christoph Liebentritt

Audimax: gesellschaftsmobilisierende Studierende klagen über ignorante Provokateure. Realität im Audimax sind auch Diebstahl, gezieltes Zerstören und das Abhängen von Plakaten, sowie sexistische Übergriffe. Quelle: http://unsereuni.at/?p=9796.

Über Problemlösungen soll am 21.11.09 ab 14.00 Uhr diskutiert werden:

Was sind unsere Ansprüche für ein funktionierendes Miteinander.
Was tun mit Menschen, die sich negativ und gezielt provokativ verhalten.
Wie sieht eine Raumpolitik ohne Platz für Übergriffe aus.

Man kann den Studierenden nur wünschen, dass sie ihr Raumproblem strategisch günstig, sicher und zum Vorteil aller lösen können – und dass deklarierte Sympathisanten sich, falls notwendig, an ihre gegebenen Versprechen halten.

Kategorien: Proteste Studierender
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Dialog: UW-Rektor, Senat, Uni-Rat, ÖH, Audimax-Plenum-VertreterInnen, Betriebsräte, Lehrende im Gebäude des Juridicum

20. November 2009 · Kommentar schreiben

„Die Presse“ berichtet: Studenten kritisierten Struktur des Treffens, der Rektor die Uni-Politik. Der runde Tisch blieb ergebnislos.

Wien (chs). Die Erwartungen an das Treffen zwischen den führenden Vertretern der Uni Wien, den Audimax-Besetzern und der ÖH waren gering. Und das zu Recht. Zu einer Annäherung kam es im zweieinhalbstündigen Gespräch nicht. Nur selten verschmolzen die Monologe der rund 30 Teilnehmer zum echten Dialog. Das lag nicht zuletzt an der wenig konstruktiven Einstellung, mit der die Vertreter der Audimax-Besetzer ins von Sicherheitskräften bewachte Juridicum kamen. Sie stellten gleich zu Beginn klar, dass sie „nicht hier sind, um Gespräche zu führen“, sondern nur, um ihre Positionen zu verkünden. Bei ihren wenigen Redebeiträgen beschränkten sie sich darauf, die Struktur des „viel zu kurzen“, exklusiven Treffens und den Rektor, der sich trotz Einladung nicht ins Audimax traue, zu kritisieren. Ihre Besetzung sei ein „Rundumschlag“ gegen Politik und Gesellschaft. [...] 19.11.2009 | 18:32 |  (Die Presse) http://diepresse.com Bildung Hochschule

Machen Sie sich doch selbst ein Bild: LINK zum Webstream „Dialogforum by UNIVIE“

Kategorien: Budget · Presse · Proteste Studierender
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Karl (VP) „versus“ Kuntzl (SP). Gibt es noch Differenzen?

20. November 2009 · Kommentar schreiben

Karl begrüßt Bekenntnis der SPÖ zu qualitativen Zugangsregelungen.
Wien, 19. November 2009 (ÖVP-PK) „Das Bekenntnis zu qualitativen Zugangsregelungen, das Unterrichtsministerin Schmied und SPÖ-Wissenschaftssprecherin Kuntzl heute abgegeben haben, ist absolut zu begrüßen“, stellt ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg.z.NR a.o. Univ. Prof. Dr. Beatrix Karl fest. „Gut, dass die SPÖ sich endlich dazu bekennt. Wie solche  Zugangsregelungen im Detail gestaltet werden können und welche weiteren Maßnahmen wir zur Qualitätssteigerung an den Universitäten treffen können, wird Inhalt des Hochschuldialogs sein, den Wissenschaftsminister Hahn initiiert hat“, so Karl.
LINK zum Gesamttext der OTS-Presseasusendung Karls

Kuntzl zu Universitäten und Hochschulen: Keine finanziellen und sozialen Barrieren. Aktive Begleitung der Jugendlichen bei Studienwahlentscheidung – Demokratie an Unis stärken – Bologna-Prozess positiv nutzen.
Wien (OTS/SK) – In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bildungsministerin Claudia Schmied betonte SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl, dass die SPÖ „mit großer Reformfreude“ in den kommenden Hochschuldialog gehe, denn ein Hochschulplan sei „überfällig“. Wesentlich sei für die SPÖ, dass es keine zusätzlichen finanziellen und sozialen Barrieren gebe. Der freie Hochschulzugang müsse gesichert sein, es brauche mehr Studierende, nicht weniger – und mehr Geld für die Universitäten sowie bessere Studienbedingungen.
LINK zum Gesamttext der OTS-Presseaussendung Kuntzls

Kategorien: Wissenschaftssprecher
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„UnsereUni“ bringt Stellungnahmen zum Protest Studierender

19. November 2009 · Kommentar schreiben

UW-Betriebsrat,
Stellungnahme vom 18.11.09

(…) Eine einmalige Investition in die Lehre kann die strukturellen Mängel an der Universität Wien nicht beseitigen. Vielmehr bedarf es einer nachhaltigen, adäquaten Finanzierung, um Studienbedingungen herzustellen, die das Weiterkommen der Studierenden sicherstellen und ihnen auch die Möglichkeit  bieten, eine umfassende Bildung zu erwerben.
Wir benötigen mehr Vollzeitlehrende mit unbefristeten Verträgen, denen auch genügend Zeit eingeräumt wird, die für die forschungsgeleitete Lehre notwendige Forschung auch zu betreiben.
Von der starken Verschulung der Bachelor-Studien, die durch die Umsetzung des Bologna-Prozesses um sich gegriffen hat, müssen wir wieder abkommen – Bildung kann durch employability nicht ersetzt werden.
Assistentinnen und Assistenten in Ausbildung („praedocs“) müssen diese auch tatsächlich erhalten und dürfen auch während der für die Institute gewidmeten Arbeitszeit nicht für Aufgaben missbraucht werden, die nichts mit einer Ausbildung für die Forschung zu tun haben.
Zustand, dass es leichter ist, eine Professur an einer anderen Universität zu bekommen als eine unbefristete Assistentenstelle an der Universität Wien, ist kein Beweis für die hohe Qualität der Uni Wien. Er zeigt lediglich auf, dass sich die Universität wenig um die Karrieren ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmert. (…) Gert Michael Steiner, Vorsitzender UW-Betriebsrat d. wiss. Pers. Siehe: LINK

UniversitätslehrerInnenverband (ULV),
28.10.09

(…) Merksatz für alle im Jahr des Protests:
Man darf eine Universität eben nicht mit einer Fabrik verwechseln, weil
sich der Erfolg weder im Umsatz noch gar im Gewinn ausdrückt und
Kapazitätsanpassungen nur längerfristig möglich sind!

- Klare Konzepte
- Planbare Karrieren
- Mitwirkungsrechte statt Autokratie

Nur mit der Verwirklichung dieser Punkte wird auch die Betreuung der Studierenden eine bestmögliche sein! (…)
Christian Cenker, Vorsitzender des ULV-Dachverbandes,
Wolfgang Weigel, Pressereferent. Siehe LINK.

Kategorien: Betriebsrat · Proteste Studierender · Stellungnahme · ULV
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Über Proteste der Studierenden: Alexandra Föderl-Schmid

18. November 2009 · Kommentar schreiben

Die Chefredakteurin des Standard, A. Föderl-Schmid, fordert Verständnis der Nation für einen notwendigen Protest. Deutsche Politiker hätten verstanden, warum die Studenten Hörsäle besetzen – Print-Ausgabe vom 18.11.2009.

In Österreich: Schweigen der Regierungsspitze zu dem Thema, obwohl Regierungssitzung am Dienstag war. Vizekanzler Josef Pröll, der gleichzeitig Finanzminister ist, hat die Protestierenden bisher nur attackiert und in einem Interview mit einer Boulevardzeitung beklagt, dass diese „die Politik, das Land und die Steuerzahler in Geiselhaft nehmen“. Seine Einschätzung, er halte nichts von „Aktionismus und Blockade“ wird auch von einem Teil der Medien in diesem Lande geteilt. Wissenschaftsminister Johannes Hahn bot zumindest 34 Millionen Euro an, was angesichts des jährlichen Unibudgets von 2,5 Milliarden Euro mickrig ist.
Zum Vergleich, was in den vergangenen Monaten möglich war: Die Konjunkturpakete machen mehr als eine Milliarde Euro aus, für die heimischen Banken wurden hundert Milliarden in die Hand genommen. Wer die Stellungnahmen der beiden ÖVP-Politiker und jene der zwei CDU-Politikerinnen vergleicht, die immerhin einer parteipolitischen Familie angehören, stellt nicht nur einen Unterschied in der Wortwahl fest. Die Studenten und ihre Anliegen werden in Deutschland ernst genommen, auch von Sozialdemokraten. Die jetzt in der Opposition befindliche SPD beschloss bei ihrem Parteitag eine Resolution zu den Studentenprotesten, in Österreich versucht Bundeskanzler Werner Faymann seit Wochen eine Position zu finden, die zwischen Verständnis für die Studenten und keinen oder doch ein bisschen Zugangsbeschränkungen an Unis schwankt. [...]

LINK zur OTS-Presseaussendung Föderl-Schmids

Kategorien: Presse · Proteste Studierender · ots-Meldungen
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Uni-Flächenbrand und Studierendenbefragung

17. November 2009 · Kommentar schreiben

Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen:

[...] „Die Probleme der Universitäten sind Probleme der Studierenden und der ForscherInnen.  Ich erwarte mir ein ‘Forum neue, kritische Universität’, welches mit ExpertInnen und Betroffenen die zukünftigen Pläne, Strategien und Handlungen der Politik kritisch und innovativ begleiten soll.“
LINK: zur OTS-Presseaussendung Grünewalds

Institut für Jugendkulturforschung:

Mehr als 70% der Studierenden befürworten Hörsaalbesetzungen und Demonstrationen:  Eine vom Institut für Jugendkulturforschung – jugendkultur.at unter Studierenden durchgeführte bundesweite Repräsentativbefragung zeigt, dass die überwältigende Mehrheit der Studierenden hinter den Protesten der letzten Wochen steht. Zudem haben sich fast 50% der BefürworterInnen auch selbst an den Protestaktionen beteiligt.

Von der Wirtschaft unabhängige Universitäten:   Die unter den Protest-BefürworterInnen weitaus wichtigste Forderung ist, die Universitäten von Einflussnahme der Wirtschaft möglichst frei zu halten und für alle gesellschaftlichen Gruppen gleichberechtigten Zugang zur akademischen Bildung zu sichern. Darüber hinaus will man während des Studiums ordentlich betreut werden, keine Verschulung und keine übertriebene Konkurrenz und Selektion. [...]
LINK: zur umfangreicheren OTS-Presseaussendung

 

Kategorien: Proteste Studierender · Wissenschaftssprecher
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Wer „Narren aus dem Theater fortschaffen“ will…

16. November 2009 · Kommentar schreiben

Foto - Burgtheater Wien

Im Burgtheater wird wieder deutsch geredet:

Das Burgtheater stellt sich als Raum für  einen offenen Hochschuldialog zur Verfügung. Theater als Ort der effektiven sozialen und politischen Mobilisierung. Wann hat es das schon mal gegeben! Hartmann und Büchner haben´s gelernt. Bucher lernt´s nimmermehr. Wer „die Narren aus dem Theater fortschaffen“ (*) will, wird sich nicht in einer realen und geschichtsträchtigen Raumzeit wähnen.
(*) Forderung aus dem Zuschauerraum während einer Studentenaktion im Burgtheater vergangenen Samstag

DerStandard.at berichtet:

(…) Das Burgtheater setzt das Thema Studentenproteste auf den Spielplan. Am Montag wurde eine Einladung an Wissenschaftsminister Johannes Hahn, die Bildungssprecher der Parlamentsparteien sowie die streikenden Studenten im Wiener Audimax und an der Technischen Universität Wien verschickt, die Burg als „Forum für eine öffentliche Diskussion zu nutzen“, hieß es in einer Aussendung.

Burgtheater-Sympathien

Nachdem Studenten vergangenen Samstag eine Aufführung im Wiener Burgtheater unterbrochen hatten, um auf die prekäre Lage an den österreichischen Unis aufmerksam zu machen, ist ihnen zumindest die Sympathie des Burgtheater-Chefs sicher: Matthias Hartmann will sein Theater als Diskussionsforum für Studenten, Politiker und Fachleute öffnen, zitiert ihn die „Presse“.
Die Studenten ernteten für ihre Vorstellung Applaus, aber auch Buh-Rufe. (…)

LINK: DerStandard.at
LINK: zum Burgtheaterereignis im UnsereUni-Blog

Kategorien: Proteste Studierender
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„Wissenschaftsministerium besetzen“, Zitat Heinz Mayer

14. November 2009 · 1 Kommentar

o.Univ.Prof. DDr. Heinz Mayer, Foto: Jus-Alumni

Und damit ist nicht die Nachfolge von Jo.Hahn gemeint!

Der Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Univ.Prof. Heinz Mayer, forderte die Politik auf, mit den Studenten in einen echten Dialog zu treten,

berichtet der ORF, und weiter:

Anstatt sich der Grundsatzfrage der Unifinanzierung zu widmen, habe die Politik bei der letzten Novelle des Universitätsgesetzes bloß diskutiert, wer wie in welchen Gremien vertreten sein solle: „Man hat nur geschaut, wie die eigene Klientel bedient werden kann und welche Maßnahmen nichts kosten.“

Aufhorchen ließ er noch mit einer an die Adresse der Audimax-Besetzer gerichteten Aussage: „Wissenschaftsministerium besetzen – wenn schon“. Er habe der Vorsitzenden der Hochschülerschaft sogar angeboten, dabei mitzumachen, wenn dafür die Besetzer aus dem Audimax abzögen. [...]

LINK zum Kommentar Mayers

Kategorien: Proteste Studierender · Stellungnahme
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Senat der Uni für angewandte Kunst Wien unterstützt Studierendenprotest

14. November 2009 · Kommentar schreiben

Wien (OTS) – Der Senat der Universität für angewandte Kunst Wien begrüßt und unterstützt die aktuelle studentische Bewegung, weil sie dazu geführt hat, dass die österreichischen Universitäten und deren Bedeutung für die Zukunft unseres Landes endlich einmal Gegenstand einer breiten gesellschaftlichen und politischen Diskussion sind.
Offenbar ist es nur mittels plakativer und demonstrativer Aktivitäten möglich, Hochschulpolitik ins Zentrum der öffentlichen und politischen Wahrnehmung zu bringen.
Kreativität und damit zusammenhängend Innovationskraft in Wissenschaft und Kunst sind die entscheidenden Faktoren für eine positive Entwicklung unserer Gesellschaft. Die Basis dafür sind die Leistungen der Universitäten in Lehre, Forschung und Kunstentwicklung. (…)

O.Univ.-Prof. Mag. art. Sigbert SCHENK
Vorsitzender des Senats
LINK zum Gesamttext der Senats-Resolution

Kategorien: Proteste Studierender · ots-Meldungen
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Audimaxismus ermüdet…

13. November 2009 · 1 Kommentar

NZZ online..behauptet die Neue Zürcher Zeitung:

(…) Audimaxismus zeigt Ermüdungserscheinungen. Doch das ändert nichts daran, dass die Anliegen der Studierenden berechtigt sind. Die Situation ist prekär, und das schon seit Jahrzehnten. Wer hier je eine überfüllte Vorlesung erlebt hat und sich die Nöte der Studierenden im täglichen Überlebenskampf schildern liess, kann den Unmut nur allzu gut nachvollziehen. Doch bei der studentischen Forderung nach «freiem Zugang» zu den Universitäten beginnen die Widersprüche. (…) LINK zur Neuen Zürcher Zeitung.

Kategorien: Presse · Proteste Studierender
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NATIONALRAT LIVE: Dringlicher Antrag zur Finanzierung der Universitäten

12. November 2009 · 1 Kommentar

big_rzvsitzungssaal3

Dringlicher Antrag betreffend die Umsetzung der Beschlüsse des Nationalrats zur Finanzierung der Universitäten. LINK zur RednerInnenliste. Heute ab 12.00 Uhr. Folgen Sie dem LIVE-LINK:

http://derstandard.at/?page=parlamentlive

12.01 Uhr -Dr. Glawischnig (Grüne): Es ist extrem bedauerlich, dass die jungen Menschen, die für bessere Bildung eintreten, als Belästigung und Störung angesehen werden. Sie wirft VK Pröll Zynismus und Respektlosigkeit gegenüber den gerechtfertigt argumentierenden Studierenden  vor. Hahn ist nicht mehr handlungsfähig, da er bald nach Brüssel geht.

12.32 -Univ.Prof. Dr. Grünewald (Grüne): stellt Misstrauensantrag gegen Wissenschaftsminister Dr. Hahn.big_rzvsitzungssaal4

12.41 -Dr. Cap (SPÖ): Entdemokratisierung an Universitäten führt zu modernen Kommunikationsmitteln des Mittelbaus und der Studierenden. 42% der Studierenden arbeiten zusätzlich zum Studium, 18% arbeiten fallweise, 25% zusätzlich während der Semesterferien.

12.50 -Univ.Prof. Dr. Beatrix Karl (ÖVP) greift offenbar Personalmehrungen an den Med Unis vor und spricht von besseren Studienbetreuungen an den MUs. Zitiert Rektor Töchterle i.S. der Wiedereinführung von Studiengebühren. Macht in einem Versprecher Josef Broukal zum ehemaligen Wissenschaftsminister. big_rzvsitzungssaal5

13.00 -Mag.Dr. Graf (FPÖ) erklärt, dass es ihm um die Universitäten und Studierenden ginge.

13.22 -Bucher (BZÖ): Faule Studierende demonstrieren. SPÖ hatte 3 Jahre Zeit die Baustelle Uni zu bereinigen. Kein Verständnis für Demonstranten an den Unis. Diese Linkslinken Anarchisten brauchen Konsequenzen für ihre Tätigkeit. Jeder Maturaabschließende soll 5000,- EUR bekommen.

13.28 -Minister Dr. Hahn (ÖVP): Schon im August in Alpbach alle heutigen Probleme angesprochen. Studierende wurden und werden immer eingebunden. Verdrängungseffekte beim Uni-Lehramtsstudium durch Studierende, die die Pädagog.Ak.- Aufnahmeprüfungen nicht schaffen. 23% Steigerung des Forschungs-Budgets ist Unikum für Österreich in Zeiten wie diesen. FHs bekommen 13% mehr. Kritisiert Grünewalds Zahlenvergleiche. Ab 25. Nov. mehrere Besprechungen mit allen Beteiligten: seriöse Besprechung mit breitem Konsens zur Hochschulgestaltung.

13.37 -Univ.Prof. Dr. Van der Bellen (Grüne) kritisiert die Verächtlichmachung der Studenten durch BZÖ-Bucher, der jetzt nicht anwesend ist. Internationalisierung der Studierenden und Lehrenden ist notwendig. In meisten Uni-Rankings fällt Österreich zurück. Gibt Faymann Recht bei zu wenig österr. Studierenden. Bekräftigt die SPÖ heute die Beschlüsse des Vorjahres? Mittelbau, Studierende und Professoren bestätigen, dass die finanziellen Bedingungen nicht passen. 160 Mio  EUR Studienbeiträge sind nicht aufzurechnen mit Milliarden, die notwendig sind. Dazu müssten Steuern erhöht werden, oder weniger Tunnels in die Berge gegraben werden.

Zu weiteren Beiträgen und Abstimmungsergebnissen

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Aufrufe von ÖVP und im „Kurier“ zur Beendigung der Hörsaalbesetzungen

12. November 2009 · Kommentar schreiben

Frau Univ.Professorin Beatrix Karl:
Nur konstruktiver Hochschuldialog kann Zukunftslösungen für die Universitäten bringen.
„Nur ein konstruktiver Hochschuldialog kann Zukunftslösungen für die Universitäten bringen. Sowohl die Studierendenvertretung als auch Vertreterinnen und Vertreter der Audimax-Besetzer, Experten, Hochschulpartner und die politischen Parteien sind herzlich eingeladen, sich und ihre Ideen aktiv einzubringen“, verweist ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg.z.NR  Univ.Prof. Dr. Beatrix Karl auf den von Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn initiierten „Dialog Hochschulpartnerschaft“ am 25. November. „Wir teilen alle den Befund, dass es insbesondere in den Massenstudien Entwicklungen an den österreichischen Universitäten gibt, auf die wir Antworten brauchen. Nun geht es darum, gemeinsam Lösungen für die Zukunft zu erarbeiten“, stellt Karl fest. „Mit der Blockade von Hörsälen und der Verschleuderung von Pflichtbeiträgen zur Unterstützung der Besetzer seitens der ÖH kann es aber nicht getan sein. [...]„
LINK: zum Kommentar Karls 

„KURIER“-Kommentar von Frau Karin Leitner:
„Raus aus dem Audimax“.  Mit der Dauerbelagerung von Hörsälen werden Sympathien verspielt.
Wien (OTS) – Die Audimax-Besetzer könnten stolz auf sich sein. Ihnen ist mehr gelungen als den offiziellen Studentenvertretern, den Rektoren und der Opposition: Die Regierung gibt zusätzliche 34 Millionen; heute wird im Parlament über die Lage an den Unis debattiert; am 25. November  folgt ein „Hochschul-Dialog“ zur Causa.  Kurzum: Es wird vielerorts über Art und Finanzierung der Bildung geredet. Dennoch sind die Initiatoren des Protests nicht bereit, die seit mittlerweile 23 Tagen okkupierten Hörsäle zu räumen. Was viel kostet und – angesichts der Platznot – jenen schadet, für die sie sich einsetzen. Und zu berechtigten Forderungen sind welche gekommen, mit denen am Thema vorbeigegangen wird. Damit verspielen diese Basisdemokraten Sympathien. [...]
LINK: zur OTS-Presseaussendung Leitners

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Nachlese: Christian Felber im besetzten Audimax

11. November 2009 · Kommentar schreiben

Christian Felber at

Gelegenheit zum Nachlesen des Vortrags von Christian Felber (Attac, Österreich) im besetzten Audimax am 26.10.2009. Foto by Ch. Felber

Link: http://www.slideshare.net/unibrennt/rede-von-christian-felber

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Den 21. Tag in Folge…

11. November 2009 · Kommentar schreiben

Den 21. Tag in Folge ist das Audimax der Uni Wien nun besetzt. Die Proteste halten auch in anderen Universitäten in Österreich und Deutschland an.

Am Donnerstag wird sich erstmals auch das Parlament mit den Studierendenprotesten beschäftigen. Die Grünen haben zu einer Sondersitzung geladen.

Ebenfalls am Donnerstag findet eine Demonstration gemeinsam mit der Metall- und Drucker-Gewerkschaft in Wien statt. [...]

LINK: seb, derStandard.at, 11.11.2009

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