Kurzer Bericht zum Dialog Hochschulpartnerschaft (5. Forum)

Zwischenbericht vom Arbeitsforum “Ressourcen und Finanzierung von Lehre und Forschung”.

Zum Ablauf: Bei der großen Zahl von TeilnehmerInnen war der Ablauf natürlich langsam. Es gab einen steuernden Diskussionsleiter, der ein Rollenspiel ansetzte (jeder zieht den Namen einer anwesenden Organisation und muss die vermeintlichen Forderungen dieser Organisation vortragen. Die Evaluierung unterbleibt leider). Es folgt die schon bekannte Diskussion um die Nicht-Namensnennung der Besetzer-Studierenden. Der Kommunistische StudentInnenverband erklärt den Saal für besetzt. Er hebt die Besetzung am Schluss aber wieder auf.

Zum Inhalt: Es wurde eingefordert, für eine Finanzierungsdiskussion auch
Zahlen vorzulegen (Antwort des Ministeriums: man hätte ja vorher einmal
wissen wollen, welche Zahlen und worüber geredet würde…). Hier erlebt man ein Déjà-vu aus dem Jahr 1996: das Ministerium erklärt, zu den Kosten der Studienplätze keine Zahlen zu haben. Verwiesen wird auch auf das Datawarehouse, das aber sehr unübersichtlich ist. Es werden für die nächste Sitzung Zahlen versprochen (Arbeitsgruppe wird eingerichtet….) sowie Internetplattform oder Ähnliches.
Es wird eine verbindliche Diskussion über die Einbindung des Finanzministeriums gefordert. Nicht einmal das 2%-Ziel war für das
Ministerium außer Streit, obwohl es vom Ministerium selbst in die Unterlage
hineingeschrieben wurde und tatsächlich weiß niemand genau, was das eigentlich bedeuten soll.

Resümee: Mühsames Unterfangen mit  absehbarem zweifelhaftem Endergebnis.

Nächste Tagungstermine: 27. Jänner, 14.00 Uhr; 23. Februar 14.00 Uhr; 1.April ganztätig.

Auswahl der Unterlagen für das 5. Forum:
1. Zahlen zur Entwicklung des Hochschulsektors.
2. Ressourcen und Finanzierung von Lehre und Forschung:
Leiter Arbeitsforum: Mag. Mayer

  • Öffentliche/private Finanzierungsformen
  • Studienplatzfinanzierung
  • Wechselwirkungen zur Forschungsfinanzierung (iSv F&E)

Inputs/Live-Notizen bei Vorbereitungsworkshop (24.11.) und Hochschuldialog (25.11.):

  • 2%-Ziel: nachrechnen, auf welchem Weg man es erreichen kann
  • 2%-Ziel -Verbindlichkeit wichtig (zeitlich u. rechtlich)
  • Qualität der Ausbildung sollte oberster Maßstab sein; unter gegenwärtigen Bedingungen nicht gewährleistet; Qualität der Forschung -unterschiedliche Finanzierungspfade.
  • Garantierter Finanzierungspfad; System ausfinanzierter StudienplätzeNicht Anschein erwecken, dass Studiengebühren alle Finanzierungsfragen lösen …
  • Forschung: Forschung und Lehre haben auf Universitäten eine Einheit zu bilden; Forschung mit in den Fokus holen.
  • Forderung nach Bundesgesetz, in dem in Jahresschritten die Globalbudgets beginnend mit 2010 in Schritten bis 2015 dargelegt werden.
  • Finanzierungsmodelle (u.a. Studienplatzfinanzierung, 2%-Ziel).
  • Schaffung weiterer Kapazitäten hat Priorität; aber auch in der Forschung
  • Aktivitäten einen Transfer zu schaffen werden derzeit nicht honoriert.
  • Leistung und Effizienz -Begriffsklärung.
  • Nachhaltige Finanzierung aus Studiengebühren? Wie Gerechtigkeit berücksichtigen?
  • Wir fordern wahre Bildung statt Ware Bildung -keine Ökonomisierung der Bildung.
  • Wir Studierenden sind kein ,,Produkt” und wir sind keine ,,Ressourcen”
  • Neue Finanzierungswege müssen diskutiert werden können; auch Steuern
  • Steuererhöhung/neue Steuern als Option.
  • Volkswirtschaftliche Analyse: lndirekte Kosten durch Verdienst-und Steuerentgang sehr hoch in Ö.

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