Vorstellung der neuen Ministerin im Parlament

Vorstellung der neuen Ministerin im Parlament am 29.1.2010 ab 10.40 Uhr, live

LINK zum Bericht der Parlamentarischen Korrespondenz
LINK: Eine weitere Mitschrift aus dem Parlament (stenograf. Protokoll) 

Unsere Mitschrift:

   Ministerin Karl anerkennt konform mit WIFO-Analysen die Bedeutung der Bildung der Arbeitnehmer fürs Qualifizieren für Beruf, für besseres Einkommen und Wohlstand. Als Ministerin wird sie  u.a. verantwortlich sein für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Frauen. Bekenntnis zu 3 Maximen: 1. Die österr. Wissenschaft braucht die Uni-Grundlagenforschung und exzellente Forschungseinrichtungen, 2. In Hochschulen aber nur eine Ausbildungsstätte zu sehen ist zu wenig. Das Andere ist die Notwendigkeit der fundierten Persönlichkeitsbildung. 3. Den Steuerzahlern und Studierenden verpflichtet, muss jeder Euro effizient in der Wissensgesellschaft in Bildung und Forschung investiert werden. 2% des BIP für den tertiären Bildungsbereich.
   Zwar ist der Ministerin bekannt, dass sie für die Wiedereinführung der allgem. Studiengebührenpflicht im Parlament dzt. keine Mehrheit finden wird, aber sie plädiert für ihr Recht auf eigene Meinung.

   Für die Regelung des Hochschulzugangs gibt es nicht-elegante Lösungen und notwendige Lösungen. Die Ministerin will einen gemeinsamen Weg für den österr. Hochschulraum finden. Klare Vorstellungen von der Ministerin können dazu erwartet werden. Der Hochschuldialog soll fortgesetzt werden. Es ist ein wichtiges Gesprächsforum. Sie dankt all denjenigen die sich hier einbringen.
   Wichtig ist auch der Konnex zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in den Fragen: was können die Hochschulen zur Konsolidierung und zum Wachstum der Wirtschaft beitragen? Wichtig ist auch die Umsetzung des Bologna-Systems: Dort wo Reparaturbedarf besteht, sollte auch gehandelt werden; Studien müssen studierbar, qualitativ hochwertig sein und international anerkannt werden. Zu Bologna zurück! Eine gute Idee darf nicht zum Sündenbock werden.
   Der Studienplatzausbau auf den Hochschulen darf nicht vergessen werden, auch wenn FHs ihre Entwicklung fortsetzen. Beim Hochschulzugang gibt es Notverordnungen und die Notwendigkeit für eine Nachfolgeregelung  beim Auslaufen des Moratoriums für Medizin und Zahnmedizin. Grundlagenforschung an den Unis verankern. FoFinaG: Ein Forschungsfinanzierungsgesetz wird einen Standortvorteil für die österreichische Forschung bringen, weil es budgetäre Planungsmöglichkeit bei Sicherheit aus öffentlicher Hand garantiert. Schon der Kindergarten muss für Forschung begeistert werden. Der Sekundärbereich hat eine Bringschuld gegenüber dem Tertiärbereich: Studierende müssen einen Leistungswillen haben. Wissenschaft und Forschung sind kein Luxus. Wissen schaffen, Qualität erhöhen, Zukunft sichern. Der Weg dazu soll im Dialog begangen werden. Gesprächstermin mit ÖH nächste Woche.

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