„Das Kuriensystem passt nicht mehr…“,
sagte Wissenschaftsministerin Karl bei mehreren Veranstaltungen, z.B. beim Treffen des Klubs der Bildungs- und WissenschaftsjournalistInnen (Mai 2010), beim Treffen der Betriebsräte der drei österreichischen Med Unis (Mai 2010) und bei der Parlamentarischen Universitätsenquete (April 2008). Im Herbst 2010 soll es deshalb eine große Konferenz zum Faculty-Modell geben (s.u.: Aufruf der Ministerin). Dazu wäre Einiges zu klären: gibt es Punkte die außer Streit gestellt werden können? Eine neue Form der Partizipation des Mittelbaus müsste diskutiert werden. Nicht nur die Teilnahme an Berufungs- und Habilkommissionen soll gewährleistet sein. Bis Herbst bittet die Ministerin um Überlegungen in diesen Punkten. Soll ein starres Faculty–System für alle Unis errichtet werden oder ein eigenes für spezielle Unis mit gewissem Spielraum?
Der Aufruf der Ministerin bleibt als Erinnerung auf der Startseite dieses Blogs. Dann folgen Links zu einlangenden Vorschlägen zum Thema Faculty. Neue Artikel werden erst weiter unten wieder chronologisch gereiht.
____________________


Wien, 24. Juni 2010
Die Weiterentwicklung der Universitäten im internationalen Kontext ist mir seit meinem Amtsantritt als Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung ein großes Anliegen. Dazu gehört auch wesentlich die optimale Förderung und Entfaltung des Potenzials der Angehörigen der Universität in allen universitären Bereichen.
Der Blick über die Grenzen nach erfolgreichen internationalen Organisationsmodellen im Hinblick auf die Frage, ob die dort gewonnenen Erfahrungen für die Weiterentwicklung der österreichischen Universitäten herangezogen werden können, ist dafür sehr wertvoll. Eines der erfolgreichen internationalen Organisationsmodelle ist unter der Bezeichnung „Faculty-Modell“ bekannt.
Das Faculty-Modell beinhaltet als wesentliche Komponenten Partizipation und Laufbahnentwicklung an einer Universität.
In Anlehnung daran stellt sich die Frage der Nutzbarmachung dieses Konzeptes für die österreichische Hochschullandschaft. Diese gibt als Rahmen die universitäre Autonomie und die vollständige Personalhoheit in Ausformung des Kollektivvertrags für die Universitäten vor.
Um diesen Diskussionsprozess auf breiter Basis zu führen,
plane ich für Herbst 2010
(neuer Termin: 17. Januar 2011 !)
eine Konferenz mit dem Arbeitstitel:
„Faculty-Modell – Erwartungen und Chancen“
Für eine substanzielle Vorbereitung der Veranstaltung lade ich Sie – wie schon besprochen – ein, Ihre Ideen, Anregungen und Konzepte zur Entwicklung eines österreichischen Faculty-Modells bis 17. September 2010 an mein Ressort zu übermitteln. (mailto:harald.fasching@bmwf.gv.at)
Besten Dank im Voraus und freundliche Grüße
Beatrix Karl, e.h.
PS: Die Einladung, Vorschläge zu formulieren, richtet sich auch an Ihre Kolleginnen und Kollegen, daher ersuche ich um Weiterleitung an Interessierte.
___________ ____________ ___________
Offizielle Stellungnahmen zur Faculty-Universität:
1. Vorschlag der Gewerkschaft,
2. Stellungnahme der Betriebsräte des wiss. Personals der MedUnis Wien, Innsbruck und Graz
3. Stellungnahme des UniversitätsprofessorInnenverbands UPV
4. Stellungnahme der Österreichischen Ärztekammer
5. Stellungnahme der Wissenschaftsministerin
6. Stellungnahme des Österr. Wissenschaftsrates