Monatsarchiv: August 2010

Vorrückungsstichtag und Urlaubsregelung

Am 8.7.10 wurde im Nationalrat eine Gesetzesänderung zur Berechnung des Vorrückungsstichtages sowie der Urlaubsregelung beschlossen (Klick auf Paragraphen). 

 Vorrückungsstichtag (gilt nur für Vertragsbedienstete, Beamte und Sondermittelbedienstete)    

 Die Berechnung des Vorrückungsstichtages beginnt jetzt mit Absolvierung der 9. Schulstufe (= Beendigung der Schulpflicht). Bisher waren Zeiten vor der Vollendung des 18. Lebensjahres von der Anrechnung ausgeschlossen. Nach der Neuregelung erfolgt erst ab der zweiten in jeder Verwendungsgruppe in Betracht kommenden Gehaltsstufe eine Vorrückung alle 2 Jahre, in der jeweils in Betracht kommenden ersten Gehaltsstufe bleibt man 5 Jahre (daher führt in den meisten Fällen die neue Anrechnung zu keiner Änderung der Vorrückung). Eine Verbesserung wäre nur möglich wenn:
- die 9. Schulstufe vor dem 15. Geburtstag abgeschlossen wurde und/oder
- Vollanrechnungszeiten, wie z.B. Dienstverhältnisse zu einer Gebietskörperschaft, Präsenz-, Zivil- oder Ausbildungszeiten (z.B. Matura) vor Vollendung des 18. Lebensjahres absolviert worden sind.
Die Neuregelung betreffend Anrechnung von Vordienstzeiten tritt rückwirkend mit 1. Jänner 2004 in Kraft. 

(Link: Kommentar Dr. Sedlak)
Link zu neuesten Informationen (6.9.2010) 

Bitte hier weiterlesen! …wer bereits einen Antrag gestellt hat…

Shanghai University Rankings

Trotz Streit um die Methoden der University-Rankings wird viel gereiht und daraus gerne mit politischem Kalkül zitiert.

Relative Position/ World Ranking/ Institution/ Country
1.  151-200    Vienna University   Austria 
2.  201-300   Medical University Vienna   Austria 
3.  401-500   Vienna University Technology   Austria

Link: Shanghai Jiao Tong Ranking 2010: Oesterreichs Unis 
Link: University Rankings, Suche  
Link: Ist Qualität quantifizierbar?

Rektoren wollen von Regierung „Marshall-Plan“

   Einen „Marshall-Plan anderer Art“ für Forschung und Bildung verlangt der Präsident der Universitätenkonferenz (uniko), Hans Sünkel, von der Regierung. So wäre es angesichts der anspringenden Konjunktur „legitim, die daraus entstehenden Mehreinnahmen nicht nur zur Budgetsanierung zu verwenden, sondern einen Anteil für Bildung und Forschung zweckzuwidmen“, so Sünkel am Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Rahmen der Technologiegespräche beim Forum Alpbach. Von der Regierungsspitze erwartet er sich außerdem ein bisher fehlendes „Commitment“, dass Bildung und Forschung Primäraufgaben seien [...]
Link zum gesamten Artikel auf der Homepage der uniko

Uni-Proteste im Herbst

Anlass für Protest gebe es genug, immerhin habe sich an den bestehenden Missständen wie Unterfinanzierung der Unis und Fehlen eines Entwicklungsplans auch unter Wissenschaftsministerin Beatrix Karl nichts geändert.

Link: DerStandard.at berichtet 
Link
(OTS Grünewald): Bildung soll nur mehr Reichen und Wohlbestallten vorbehalten sein

Verschlechtert Bologna die Chancen am Arbeitsmarkt?

GPA-djp-Jugendreferent Rene Pfister schlägt vor: Gescheitertes Bologna-Projekt evaluieren

   Wien (OTS/ÖGB) -“65 Prozent der heimischen Unternehmen halten es für fraglich, ob der Bachelor als ‘Akademiker’ eingestuft werden soll. Diese aktuelle Studie des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) bestätigt unsere Bedenken gegenüber der Bologna-Architektur sehr eindrucksvoll“, kommentiert der Vorsitzende der GPA-djp-Jugend, Rene Pfister: „Dadurch, dass der Abschluss eines Bachelor-Studiums zu einer Massenabfertigung zu verkommen droht, verschlechtern sich natürlich auch die Chancen der AbsolventInnen am Arbeitsmarkt. Ein denkbar schlechtes Zeichen in Zeiten steigender Jugendarbeitslosigkeit!“ Durch die Umstellung auf das dreistufige Bolognasystem sei den Studierenden eine Reihe von Nachteilen entstanden, so Pfister weiter. Abgesehen davon, dass die Verschulung und Modularisierung des Systems nicht die optimale Form sei, um Bildung und Problemlösungskompetenz zu vermitteln, seien auch die für manche Fachrichtungen beschlossenen Studieneingangsphasen ein falsches Signal. „Wir werden auch weiterhin jede Form der Auslese im Bildungssystem bekämpfen. Die Bologna-Architektur wurde natürlich mit dem Ziel gestartet, Vorteile zu bringen – den Studierenden bringt sie aber bis jetzt nur Nachteile und Verschlechterungen“, fordert Pfister einmal mehr eine sachliche Evaluierung des gescheiterten Projekts: „Weil die Jugend ein Recht auf beste Bildung mit gleichen Chancen für alle hat!“

Link: Macht Bologna mobil? derStandard.at 
Link: Eurydice-Studie der EU-Kommission, Bologna-Prozess