Universitätspolitische Wetterprognose: Doch noch Heißer Herbst

   Es gibt synergistische Vorbereitungen für eine Unterfinanzierungs-Protestaktion der Universitäten Ende November 2010. Studierende, Mittelbau, Senate und andere Uni-Stakeholder bringen sich ein. Arbeitspläne werden danach ausgerichtet. Man will an einem Nationalen Protesttag der Universitäten teilnehmen. Unter PersonalvertreterInnen und in Managements der öffentlichen Universitäten kursieren Aufrufe mit Warnungen vor künftigen Personalreduktionen und Kündigungen wegen zu erwartender Budgetknappheit.

   Von der Bundesregierung wird ganz offensichtlich an Einsparungen im Bildungsbereich, insbesondere im Bereich der Universitätsbudgets, gedacht. Die Fortschreibung des Budgets bis 2013 und die angekündigten realen Kürzungen sind so zu verstehen. Im Gegensatz zu Deutschland, das zusätzliche 12 Mrd. Euro in den Hochschulsektor investieren will, wird in Österreich ein Sparen über alle Sektoren (insbesondere auch den chronisch unterfinanzierten Bereich der Universitäten, trotz des Beschlusses des Nationalrats 2% des BIP in die Forschung bis 2020 investieren zu wollen) zur Maxime. Damit sind die gesetzlichen Aufgaben der Universitäten nicht mehr im vollen Umfang erfüllbar. An die Ausweitung der Studienplätze und die Intensivierung der Lehre durch mehr praktischen Unterricht ist unter diesen Konditionen nicht mehr zu denken.

Weitere Wetterprognose für Herbst 2010: heiß und unkomfortabel für Verantwortungsurlauber.

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