Monatsarchiv: Januar 2011

Weg von der Humboldt-Universität. Hin zu Hayeks unternehmerischer Hochschule

Es hat ein Paradigmenwechsel weg vom Humboldtschen Bildungsideal hin zum Hayekschen Glauben an die Überlegenheit der Markt- und Wettbewerbssteuerung einer „unternehmerischen Hochschule“ stattgefunden.

Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Ethik der Forschung, Erforschung der Ethik“ an der Universität Siegen, am 27. Januar 2011 von Wolfgang Lieb, ehemaliger Staatssekretär im Wissenschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen:

[...] In der selbstverwalteten Gruppenuniversität entschieden (vor allem) die Gemeinschaft der Lehrenden und (in Studienangelegenheiten mit einer Drittelparität) auch die Studierenden – jedenfalls dem Anspruch nach – nach forschungs- und lehrrelevanten Maximen und Interessen über Forschung und Lehre und – mit zunehmend flexibilisierten Haushalten – auch über die Verteilung der Ressourcen.
   Der Staat legte den Finanzrahmen fest und führte im Wesentlichen nur eine Rechts- und Finanzaufsicht. Eine „Fachaufsicht“ wie heute durch die Hochschulräte wäre gegenüber einer Selbstverwaltungskörperschaft nicht denkbar gewesen und das Schreckbild staatlicher bürokratischer Detailsteuerung ist eher ein Buhmann, der von den „Reformern“ aufgebaut wurde. Man hatte damals allerdings einen Sündenbock zur Verfügung, wenn es zu Knappheiten oder zu Konflikten innerhalb der Hochschule kam und der Bock, das war dann eben das Ministerium.

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Fakten zu Karls Studiengebührenvorschlag

Kurt Grünewald,

Wissenschaftssprecher Grünewald: erneuter Anschlag auf Studierende. Was Studierende wirklich brauchen: echte Grundsicherung und keine Gebühren

   Karls Vorschlag eines Drei-Säulen-Modells bei Studiengebühren wird von Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen, scharf kritisiert. „Dieser neue Vorstoß Karls stellt einen erneuten Angriff auf die Studierenden dar, die in letzter Zeit – auch durch die Kürzung der Familienbeihilfe – ohnehin schon unmäßig belastet wurden! „Die Anzahl der StudienbeihilfenbezieherInnen ist mit 18 % in Österreich extrem niedrig und liegt weit unter dem EU-Schnitt. In Finnland erhalten 71 % der Studierenden staatliche Unterstützung, in Großbritannien sogar 85 %, in Frankreich 53 %, und in den Niederlande: 62 %“ so Grünewald.

   „Wenn Karl anstreben sollte, die Zahl der StudienbeihilfebezieherInnen zumindest auf europäisches Niveau anzuheben, wird das im Endeffekt ein Mehrfaches der Einnahmen aus möglichen Studiengebühren kosten. So würde allein die Anhebung der BezieherInnenquote auf 50 % dem Staat Kosten von 470 Millionen Euro jährlich verursachen. Die flächendeckende Einführung der Studiengebühren würde den Universitäten nach Karls Angaben nur 240 Millionen zusätzlich bringen – und das berücksichtigt nicht einmal die zusätzlichen Verwaltungskosten und ein immer komplizierteres Steuerrecht,“ zeigt Grünewald auf.

mehr von Grünewald, ÖGB, SPÖ, RFS, FPÖ, BZÖ, VSStÖ, ÖCV, AG etc.

Im Klartext: Ist die Massenuni am Ende? Teil 2

Schlagwortartige Zusammenfassung der Diskussion von ÖH-Vertreterin Sigrid Maurer (M) und uniko-Vorsitzendem Rektor Hans Sünkel (S) am 26.1.2011. Es moderierte Ö1-Innenpolitik-Redakteur Klaus Webhofer (W) 

S: Die UG-Novelle wird Planbarkeit für die Unis bringen. Erster Schritt in die richtige Richtung und zu geordnetem Uni-Zugang. Die Studienberatung ist leider noch nicht soweit. Die besten Studierenden sollen ausgewählt werden dürfen.

M: Es besteht ein Grundrecht auf Bildung (freie Berufswahl in der Verfassung). Die Auswahl der „besten“ Studierenden wird lachhaft betrieben. Die Testergebnisse haben dazu keine Aussagekraft. Sie prüfen die Streberfähigkeit ab. Und wer sich die 300,- € teuren Vorbereitungskurse dazu leisten kann, kommt durch. Numerus clausus ist ebensogut selektierend. Reflexions- und Kritikfähigkeit werden mit diesen Tests nicht erkannt.

S: Soll es denn gar keine Prüfungen geben? soll Beliebigkeit herrschen?

M: Mit Standard-Tests weiß man nicht wer am besten sein wird. Nach der Matura gibt es keine Orientierung. Soziale Kompetenz ist in der Praxis entwickelbar (z.B. Notfallambulanz). Die Tests sind nur sozial selektiv. Krankenpflegepersonal sollte zum Med.-Studium zugelassen werden. Sonst werden SchülerInnentypen selektiert. Diese Tests zerstören die Vielfalt an der Universität.

S: Es gibt keine absolute Gerechtigkeit. Überall gibt es Aufnahme-Prozeduren. Warum sollen sie in Österreich nicht funktionieren.

W: Finnland hat eine höhere AkademikerInnenquote – mit Numerus clausus und Auswahlverfahren.

M: Finnland hat ein anderes Schulsystem mit einer 80%-Übertrittsquote in die Universitäten. Zwar selektiv aber mit viel mehr Studienplätzen. Sozial schlechter Gestellte fallen dort auch raus. Es gibt mehr Chancen als in Österreich.

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Ministerin Karls 3-Säulenmodell im Detail

„Bei einem Vorhaben lasse ich auch weiterhin nicht locker – den Studienbeiträgen“, sagt die Ministerin. „Ich freue mich, dass sich mittlerweile auch alle SPÖ-Landeshauptleute für Studienbeiträge gekoppelt an ein sozial treffsicheres Stipendiensystem ausgesprochen haben. Das ist auch genau das, was ich will. Und daher lege ich ein neues Modell auf den Tisch, das ist mein Angebot an die konstruktiven Kräfte in der SPÖ“, präsentierte die Ministerin ein Drei Säulen Modell, bestehend aus Studienbeiträgen, dem Ausbau der Studienförderung sowie zinsbegünstigten Darlehen. 

Das 3-Säulenmodell. Bitte hier weiterlesen!

Im Klartext: Rausprüfen und aussieben – Ist die Massenuni am Ende? Teil 1

Hans Sünkel (Präsident der Universitätenkonferenz) und Sigrid Maurer (Vorsitzende der Hochschüler-schaft) diskutieren bei Ö1 Innenpolitik-Redakteur Klaus Webhofer.

TV-Tipp:
Die Veranstaltung wurde am 26.1. aufgezeichnet und wird am 27. Januar um 12:05 Uhr und 22:45 Uhr auf TW1 ausgestrahlt. Dauer: ca. 1h 15 min

    Die Kernprobleme bleiben.  Und ein wesentliches lautet: Wie kann der Uni-Zugang an die beschränkten Kapazitäten der Hochschulen angepasst werden? Oder sollten nicht vielmehr die Kapazitäten erhöht werden? Und woher soll das Geld für die Hochschulausbildung kommen? Was ist also faul am System Universität und warum versagt die österreichische Hochschulpolitik?

Zum gesamten Text von Klaus Webhofer!

Verpflichtende Studienwahlberatung 2011: „Zeit zu knapp“

Wissenschaftsministerin Karl: „Zeit zu knapp“
   Die mit der Neuregelung der Studieneingangsphasen angekündigte verpflichtende Studienwahlberatung soll doch nicht schon im kommenden Wintersemester eingeführt werden, sondern ein Jahr später.
Links: derStandard.atÖH-BOKU 

Strategiepapier Uni-Klagenfurt: Aus für Publizistik-Institut?

   Geht es nach dem Strategiepapier, das 2010 von der Klagenfurter Universität entwickelt wurde, werden ab dem nächsten Wintersemester keine Studienanfänger mehr für „Publizistik“ zugelassen. Offiziell gibt es bisher aber noch keine Bestätigung dafür, dass das „Institut für Medien und Kommunikationswissenschaften“, wie es offiziell heißt, geschlossen werden soll. Man könne derzeit noch nichts sagen, ein Umstrukturierungsprozess sei im Gange, hieß es auf Anfrage. [...] Link: ORF.at

   Aus für Klagenfurts Publizistik? Rektor beschwichtigt. Von einem Aus für das Publizistik-Institut könne vorerst keine Rede sein, sagt der Rektor der Uni Klagenfurt, Heinrich C. Mayr. Das Ergebnis des Strategieprozesses könnte aber Veränderungen bringen. [...] Link: DiePresse.com 

Satire: Prävention der Deutschenflut an Österreichs Unis verschlafen

Unterrichtssprache Ungarisch? Jetzt ist es zu spät!

„Der große Fehler war einfach, damals beim Zerfall der Monarchie… Wir hätten Ungarisch lernen sollen und das auch gleich als Amtssprache nehmen…“

Quelle: derStandard.at-Posting 19:19

Reaktionen auf UG-Novelle: Von Weiterentwicklung über Kuhhandel bis Knock-out

   Die Reaktionen auf den Ministerrats-UG-Novellenentwurf 2011  sind vielfältig. Meist negativ von Studierenden, da Zugangsbeschränkungen  de facto mittels einer knock-out Studieneingangsphase (STEP NEU) exekutiert werden; trotz unverändert de iure  UG02 § 66 Abs. 5,  wonach  STEP/STOP nicht als quantitative Zugangsbeschränkung dienen. Das soll solange dauern bis im WS 2014/15 erstmals eine Studienplatzfinanzierung greift. Dabei  ist sehr zu befürchten, dass  die dann Finanzierungsverantwortlichen die Anzahl der zum Studium Zugelassenen (schon vor einer STEP) unter Verwendung der üblichen bildungsfeindlichen Finanzausreden drastisch einschränken wollen. In diesem Land bestünde dann tatsächlich eine no-win Situation für verantwortungsvolle Bildungspolitik.  Die Warner vor unabwendbar radikal-gesellschaftlichen Folgen der Unterfinanzierung der Universitäten (in einem der reichsten Länder  der Welt) werden schon jetzt als Spinner und Finanzignoranten abgetan oder einfach nicht ernst genommen.

Reise durch die Welt der OTS-Stellungnahmen
zur geplanten UG-Novelle

Link: VP-Wissenschaftssprecherin Cortolezis-Schlager
Link: SP-Wissenschaftssprecherin Kuntzl
Link: Wissenschaftsministerin Karl
Link: GRÜNEN-Wissenschaftssprecher Grünewald
Link: BZÖ-Wissenschaftssprecher Widmann
Link: FPÖ-Wissenschaftssprecher Graf, RFS
Link: Bildungsministerin Schmied
Link: ÖH flickr, ÖH ots 

Link: GRAS: GRüne und Alternative StudentInnen
Link:  AktionsGemeinschaft 
Link: JVP 
Link: VSStÖ  
Link: ÖGB-Jugend 
Link: Bundesjugendvertretung
Link: Wirtschaftskammer Österreich
Link: Die Presse, Leitartikel 
Link: Rektor Sünkel, Universitätenkonferenz 
Link: ÖH-BOKU 
Link: KURIER, Martina Salomon 
Link: Deutsche Rektorenchefin Wintermantel

UG-Novellenentwurf 2011 im Ministerrat: Universitätszugang vorerst nicht beschränkt

Der Zugang zu den Universitäten wird vorerst nicht zahlenmäßig beschränkt. Im Gegenzug wird aber die Zahl der möglichen Prüfungswiederholungen in der Studieneingangsphase reduziert (s.u.). Link: science.orf.at

Entwürfe im Detail und im Vergleich:

Link: Vorblatt
Link: Vortrag an den Ministerrat
Link: Textgegenüberstellung geltende Fassung vs. Änderung 
Link: Textentwurf mit Erläuterung
Link: Info STEP neu   

Zeitplan: 
6.12.2010         Start der Begutachtung
20.12.2010      Ende der Begutachtungsfrist
18.1.2011         Vorlage im Ministerrat
20.1.2011         Zuweisungsplenum im Nationalrat
23.2. oder
24.2. 2011       Wissenschaftsausschuss
1.3.2011           Plenum Nationalrat

Neu ist die verbindliche Gestaltung der Studieneingangsphase (STEP), ohne quantitative Zugangsbeschränkungen,
• Nachweis einer Voranmeldung vor Zulassung zum Studium erforderlich,
• Dauer der STEP auf ein Semester fixiert, besteht aus mehreren Prüfungen,
• Reduktion der Prüfungswiederholungen (prinzipiell eine Wiederholung, Senat entscheidet über eine weitere),
• Befristung der Neuregelung bis 30.9.2014.

   Begutachtungsentwurf 6.12.2010  Tischvorlage Ministerrat 18.1.2011 
1. Nachweis einer Studien-wahlberatung vor Erst-zulassung zu einem Studium ab Studienjahr 2011/12  wird ergänzt durch Verordnung der Bundesministerin   für Wissenschaft und Forschung, in der Details im Einvernehmen mit der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur festzulegen sind
2. Festlegung von Studien-plätzen für  Studien-anfängerInnen in Studien mit  außergewöhnlich erhöhter Nachfrage     gestrichen  
3. Auswahlverfahren als Aufnahmeverfahren vor  Zulassung oder als STEP mit Auswahlverfahren nach  Zulassung zum Studium   gestrichen  
4. Verordnung der Bundes-regierung zur Festlegung der Studien, mit kapazitäts-orientierter Zulassung   gestrichen  
5. Verordnung der Bundes-ministerin für Wissen-schaft  und Forschung zur Festlegung der Zahl der Studienplätze   gestrichen  

Link: Stellungnahmen der Institutionen (Rektorenkonferenz, GÖD etc.) sowie Textentwürfe Blogartikel vom 7.Dez.2010

Faculty-Universität = Kurien reloaded?

Das Wissenschaftsministerium lud für den 17.1.2011 ca. 70 Uni-ExpertInnen ein, um unter dem Titel „Faculty Modell – Erwartungen und Chancen?“ in mehreren Arbeitsgruppen über neue  Modelle der MitarbeiterInnen-Partizipation im universitären Betrieb zu diskutieren (ein Blog-Kommentar darüber ist in Arbeit). Am Ende der Tagung wurden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zusammengefasst und dem Ministerium übergeben

  OTS-Presseaussendung des Ministeriums. „Wir müssen die Strukturen an den Universitäten entsprechend den aktuellen Anforderungen weiterentwickeln. Motivation und Partizipation sind wichtige Elemente, um die heimischen Unis für Wissenschafterinnen und Wissenschafter attraktiv zu gestalten“, so Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr. Beatrix Karl. 

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Faculty-Universität: Link zu Stellungnahmen

Anlässlich der ministeriell initiierten Veranstaltung zur Faculty-Universität, heute am 17.1.2011, wird hier erneut auf den Link zu den im UG02-Blog vorhandenen Unterlagen und Stellungnahmen verwiesen:

Faculty = Licht am Ende des UG02-Tunnels? 

Hochschulplan

Antonio Loprieno, einer von drei von Wissenschaftsministerin Karl mit der Erarbeitung einer österreichischen Hochschul-Statusanalyse betrauten Experten: „Wir sind am 4.Februar 2011 bei Ministerin Karl eingeladen. Da werden die Erwartungen im Detail geklärt. Wir werden den Prozess beratend begleiten und haben sechs Monate Zeit, Empfehlungen zu erarbeiten.“

Link: Interview in der „Presse“, diepresse.com: „Neun Unis in Wien sind übertrieben“ 

   Gespannt darf man auch sein auf die Empfehlung dieses Weisenrates bezüglich der von LH Pröll mitinitiierten privaten MedUni Krems, die möglicherweise auch mit Arbeitskräften der ab 2013 drohend unterfinanzierten MedUni Wien betrieben würde.

Link: KURIER, Private MedUni soll in Krems 2013 eröffnen
Link: Weisenrat für Hochschulplan 
Link: Uni Basel 
Link: Start der Arbeit der ExpertInnengruppe (Weisenrat)
Link: Private Med Uni Krems, Erwin Pröll, Rektor Skalicky, Rektor Schütz

Uni-Qualitätssicherungs-Gesetz. Stellungnahmen der GÖD und uniko zum Entwurf

An Frau Bundesministerin
Dr. Beatrix Karl

   Die Bundesvertretung „Universitätsgewerkschaft- Wissenschaftliches und künstlerisches Personal“ BV 13 der GÖD als Vertreter aller wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter der Universitäten übersendet Ihnen folgende Stellungnahme zu dem uns übersandten Gesetzesentwurf „Qualitätssicherungsrahmengesetz 2011“, speziell „QSG“ des BMWF. Es bestehen gravierende Bedenken und somit kann keine Zustimmung gegeben werden , obwohl eine einheitliche Vorgangsweise zur Qualitätssicherung im Hochschulbereich durchaus auch positiv gesehen werden kann, aber nur, wenn auf die unterschiedlichen Rahmenbedingungen der betrachteten Institutionen ausreichend eingegangen wird. [...]
Link: Text der GÖD-Stellungnahme 
Link: Entwurf des Gesetzestextes 

Link:  Stellungnhame der Universitätenkonferenz
Link: derStandard.at

Rechnungshofbericht: Studiengebühren

Der Rechnungshof (RH) veröffentlicht den Bericht über die Auswirkungen der Einführung von Studiengebühren

   [...] Insgesamt blieben an den Universitäten die tatsächlichen deutlich unter den ursprünglich angenommenen administrativen Mehrkosten. Der RH gab allerdings zu bedenken, dass darin die administrativen Mehrkosten anderer Stellen nicht enthalten waren. So hatte allein das BMWF über 1.000 schriftliche und telefonische Anfragen zur neuen Studienbeitragsregelung zu bewältigen. Ebenso blieben die Mehrkosten in Finanzämtern, welche nunmehr Einkommensteuerbescheide auch für nicht steuerpflichtige Personen auszustellen hatten, sowie Kosten in Magistraten bzw. Bezirkshauptmannschaften (Bestätigungen betreffend Aufenthaltsbewilligung) außer Betracht. [...]
Link: gesamter RH-Bericht 

Detail:
Mehrkosten der Unis für die Administration der Studienbeiträge für den Zeitraum September 2008 bis Juni 2009 (= 10 Monate):

Universität 
 Mehrkosten 
 – davon Personalkosten
 – davon Sachkosten 
 Universität Graz 
 156,760,35 
 146,568,00 
 10,192,35 
 WU Wien 
 120,428,40 
 100,115,20 
 20,313,20 
 MU Wien 
 13,213,40 
 11,135,01 
 2,078,39 
 MU Innsbruck 
 24,526,40 
 19,777,60 
 4,748,80 
 Übrige Universitäten 
 1,185,031,07 
 866,494,81 
 318,536,26 
 Gesamt 
 1,499,959,62 
 1,144,090,62 
 355,869,00 
Quelle: Unis
 
 
 

 

Stellungnahme der Studierenden:
   Durch die Einführung der Studiengebühren im Jahr 2000 gingen die Studierendenzahlen klar zurück. Sozial schlechter gestellte Studierenden wurden in den Studienabbruch gezwungen – für sie bedeuteten die Studiengebühren zum Teil eine unüberwindbare Hürde. [...]

Link: RH-Bericht
Link: ÖH-Stellungnahme 

Link: derStandard.at, Infos aus dem BMWF:
   [...] Durch die Neuregelung der Studiengebühren 2009, die zahlreiche Erlassmöglichkeiten vorsieht, zahlen mittlerweile nicht mehr 91 Prozent der Inskribierten für ihr Studium, sondern nur mehr rund 15 Prozent. Im Zuge der Umstellung dürfte das Wissenschaftsministerium den Unis nicht unbedingt eine große Hilfe gewesen sein: Für die Beurteilung des heranzuziehenden Einkommens beim Erlasstatbestand der Erwerbstätigkeit wurden widersprüchliche Informationen erteilt.