Um dem Bildungsdebakel (geringe Studierendenzahlen) zu begegnen schlägt die Österreichische HochschülerInnenschaft eine Trendwende in der Finanzierungspolitik vor
Die ÖH fordert in ihrem Finanzierungskonzept eine Erhöhung des Hochschulbudgets. “Das derzeit diskutierte Modell der Studienplatzfinanzierung geht in die falsche Richtung. Wird das Budget nicht erhöht, gibt es nur zwei Möglichkeiten: lächerlich niedrige Fixbeträge pro Studierenden oder eine massive Reduzierung der Studierendenzahlen”, so Generalsekretärin Mirijam Müller. “Die Ministerin muss sich in den momentanen Verhandlungen um den Bundesfinanzrahmen auf jeden Fall mehr anstrengen als letztes Mal.” [...] Link: ÖH-Homepage
Die ÖH Bundesvertretung fordert in der Diskussion um Finanzierungsmodelle der Universitäten einen Paradigmenwechsel ein. “Im Zentrum muss die Qualität der Lehre stehen – momentan werden die Studierenden problematisiert. Das politische Ziel sollten aber eigentlich optimale Studienbedingungen sein, die sich an einem adäquaten Betreuungsverhältnis am besten festmachen lassen. Wir fordern, dass sich die Finanzierung nach vernünftigen Relationen zwischen Lehrenden und Studierenden richtet”, so Sigrid Maurer vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung.
“Ein kleinteiliges Normkostenmodell wie es im Moment angedacht wird, birgt durch die Trennung von Finanzierungsströmen eine Gefahr für das Prinzip der forschungsgeleiteten Lehre. Es ist außerdem zu befürchten, dass Ministerin Karl nur inadäquate Beträge festlegt und damit die katastrophale Finanzierungssituation der Universitäten erneut verschleiert wird”, so Thomas Wallerberger vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung.
Das Finanzierungsmodell der ÖH umfasst folgende Punkte: – Erreichung von internationalen Standards in der Betreuungsrelation, mindestestens ein Verhältnis von 1 zu 40 – Stufenplan bis 2020 für eine Verdreifachung der ProfessorInnen und eine Verdoppelung der DozentInnenstellen – eine Maximalquote für kurzfristig angestelltes Personal von 20 % – gleichzeitiger Ausbau adäquater Infrastruktur für WissenschaftlerInnen – Ausbau von Bibliotheken, Lern- und Computerräumen entsprechend der Studierendenzahlen – Basisfinanzierung von Forschung – Bereinigung der Universitätsbudgets um den klinischen Mehraufwand, Mieten und ähnlichen Kosten.
Das Konzept der ÖH Bundesvertretung wird in Verbindung mit einer umfassenden Publikation zu bildungspolitischen Fragestellungen im Mai veröffentlicht.
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Link zu weiterem Finanzierungsmodell: Grünewald zur Unifinanzierung, Grünewald und Rossmann




