Achtung: Zur aktuellen Tendenz der Bildungsprivatisierung

Cortolezis-Schlager: Die Qualität an den privaten Hochschulen wird mit nationalen und internationalen Experten erfolgreich gesichert

Wien (OTS/ÖVP-PK) – Die Privatuniversitäten sind eine wichtige Säule in der österreichischen Bildungslandschaft. Sie bieten ihren Studierenden innovative und hoch-qualitative universitäre Ausbildungen. Wir müssen dem auch künftig Rechnung tragen, wies heute, Donnerstag (7.4.2011), ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Mag. Katharina Cortolezis-Schlager anlässlich der Sitzung des Wissenschaftsausschusses auf die angestrebte Errichtung eines Qualititätssicherungssystems für alle Hochschulbereiche hin. Privatuniversitäten sollen künftig Anspruch auf kompetitiv vergebende Förderungsmittel haben. “Damit wird für die Privatuniversitäten die bisher bestehende Diskriminierung gegenüber dem öffentlichen Sektor beseitigt”, zeigte sich Cortolezis-Schlager erfreut. “Wir heben damit die Qualität an den Hochschulen und deren internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter an und unterstützen die forschungsgeleitete Lehre.”

Vor zwölf Jahren ist die innovative gesetzliche Basis für die privaten Universitäten gelegt worden. Derzeit gibt es 13 Privatuniversitäten mit fast 6.000 Studierenden, die 150 Studiengänge anbieten. “Das zeigt die enorme Weiterentwicklung in diesem Bereich. Mit ihrem umfassenden Studienangebot runden sie das Angebot im tertiären Sektor gut ab und erfüllen auch die hohen Qualitätsanforderungen”, dankte Cortolezis-Schlager dem Akkreditierungsrat für seine hervorragende Arbeit. In der heutigen Ausschusssitzung wurden die Berichte des Akkreditierungsrates aus den Jahren 2008 und 2009 behandelt.

Der Akkreditierungsrat ist eine Behörde, die durch Akkreditierung von privaten Universitäten deren Qualität überprüft und zertifiziert und dadurch die Qualitätsentwicklung dieser Institutionen fördert. “Österreich nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Gerade das dabei angewendete unabhängige, transparente, behördliche Verfahren, zu dem internationale Gutachter herangezogen werden, würde gerade im Ausland immer wieder hervorgehoben, lobte die ÖVP-Wissenschaftssprecherin abschließend.
————

Link: in der Parlamentarischen Korrespondenz über die Sitzung des Wissenschaftsausschusses vom 7.4.2011 wird die bildungspolitische Tendenz noch klarer und damit auch die öffentliche Unterstützung (Länder und Gemeinden)  der  für Studierende teuren und nicht-so-wirklich-privaten “Privat”-Universitäten. 

Link: Fachhochschulen in der Parlamentarischen Korrespondenz

3 Antworten zu Achtung: Zur aktuellen Tendenz der Bildungsprivatisierung

  1. Privatunis? Qualitativ hochwertige Bildung ja, aber nur für die, die zahlen bzw. es sich leisten können. Gleichzeitig fehlt jeglicher Ausbauplan für die öffentlichen Universitäten, jegliches Konzept – abgesehen von jenen Vorschlägen, die auf Beschränkung und Aushungerung hinauslaufen. Die ÖVP-Bildungspolitik (von den Schulen bis zu den Hochschulen) stiehlt dem Großteil der österreichischen Bevölkerung die Zukunft, wenn diese – und da sind sich ja angeblich alle einig – Bildung und Höherqualifizierung liegt. Das können wir uns nicht leisten! Davon abgesehen ist es auch unerträglich!

    • Vorsicht: Wenn demnächst die “Studienplatzfinanzierung” greift, wird es (nach Plänen des Finanzministers ohne Budgeterhöhung) zu einer massiven Reduktion der Zahl Studierender kommen.
      Sogar Maria Theresia vertrat eine bessere Bildungspolitik als die ÖVP. Die Kaiserin holte die Bevölkerung aus der Bildungslosigkeit, die ÖVP schickt sie wieder dorthin zurück.

  2. Pingback: Neues aus der Blogosphäre « eBetriebsrat

Schreibe eine Antwort

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s