Monatsarchiv: August 2011

SPÖ präsentiert Positionen zur Unipolitik

Absage an Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen – Töchterle soll Entscheidungsgrundlagen vorlegen

Wien (OTS/SK) – Bildungsministerin Claudia Schmied hat am Freitag gemeinsam mit SPÖ-Klubobmann Josef Cap in einer Pressekonferenz die SPÖ-Positionen zur Hochschulpolitik präsentiert. Für die Ministerin steht fest: „Wir brauchen eine Offensivstrategie für die Universitäten. Denn das Ziel ist klar: Wir wollen mehr Absolventinnen und Absolventen.“ Die Konzentration der Debatte auf Studiengebühren ist für Schmied eine „Themenverfehlung“, schließlich wird den Unis der Entfall der Studiengebühren refundiert. Eine Absage gab es auch an Zugangsbeschränkungen: „Wir müssen über Kapazitäten reden, aber nicht mit der Haltung, Kapazitäten zu limitieren.“ Ministerin Schmied sieht Wissenschaftsminister Töchterle jetzt gefordert, die Grundlagen für den Hochschulplan und ein Studienplatzfinanzierungsmodell mit „dynamischen Elementen“ auf den Tisch zu legen. Dieses Modell sei eine wichtige Basis für die Verhandlungen mit Deutschland über Ausgleichszahlungen, betonte Schmied.

Unbestritten sei auch, dass es mehr Geld für die Bildung brauche, die Mittel müssten hier mit einem klaren Auftrag der öffentlichen Hand verbunden sein, sagte Ministerin Schmied. Was es außerdem braucht, sei eine tiefgreifende Analyse der Angebotsseite (Universitäten) und der Nachfrageseite (Studierende). So müsse unter dem Schlagwort „Bologna Reloaded“ etwa analysiert werden, wie der Ablauf der einzelnen Studienfächer geregelt ist und was wo angeboten wird. Klar sei auch, dass es gezielte Beratungsangebote, neue Lernformen („virtuelle Universität“) und maßgeschneiderte Angebote für junge Menschen geben muss, die berufsbegleitend studieren, sagte Schmied. Sie betonte weiters, dass sich auch die Universitäten „Innovationen stellen müssen“. Auf Nachfrageseite seien Information und Beratung geboten, was auch eine Lenkung der Studierendenströme ermögliche. Für ausländische Studierende brauche es differenzierende Lösungsansätze, je nachdem, ob es sich um Numerus-Clausus-Flüchtlinge handelt, oder um Studierende, die die „Vielfalt der Mobilität in Anspruch nehmen“.

Wichtig für die Zukunft seien tiefergehende Gespräche zwischen Bundesregierung, Rektorinnen und Rektoren sowie Studierendenvertretern.

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Universitäten sollen besser kommunizieren

 In einem Kommentar im STANDARD bringt Rudi Klausnitzer, Medien- und Kulturmanager und Mitglied des Universitätrats der MedUni Wien, seine Meinung und Besorgnis über die schlechte Kommunikation der Unis nach außen zum Ausdruck (Link: Klick auf das Foto). 

   Den Unis geht es budgetmäßig schlecht, und das wird sich mittel- und langfristig zu einer kaum gutzumachenden bildungspolitischen Katastrophe auswachsen. Leider machen auch die Unis in dieser Situation einen Fehler: Sie kommunizieren reflexartig nur mit der Drohung, was in Zukunft aufgrund dieser Situation alles gekürzt werden muss und führen überwiegend Stakeholderdiskussionen. Das ist zwar sachlich richtig, reicht aber nicht aus.
   Was die Unis seit langem brauchen, ist eine umfassende Informationskampagne, die der Bevölkerung klarmacht, welche gesellschaftliche Funktion die Universitäten erfüllen und wie sich eine Verminderung ihrer Leistungsfähigkeit für alle BürgerInnen und deren Alltag auswirken wird.

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Grünewald: Beharren auf zwei Prozent des BIP für tertiäre Bildung

Kurt Grünewald,

Der Wissenschaftssprecher der GRÜNEN, Kurt Grünewald, befürchtet das Abgehen der Uni-Rektoren von den berechtigten bisherigen finanziellen Forderungen an die Regierung

Wien (OTS) – „Bei Sünkel scheint sich ein Sinneswandel vollzogen zu haben, den ich nicht nachvollziehen kann“, reagiert Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen, überrascht und enttäuscht auf die jüngsten Aussagen des TU-Graz-Rektors (Link: Standard-Interview Sünkels, Printausg. 26.8.2011, S.8). “In seiner bisherigen Zeit an der Spitze der Universitätenkonferenz (UNIKO) hat er noch davon gesprochen, dass die Regierung sich der Verantwortung einer hinreichenden Finanzierung der Universitäten nicht entziehen kann und an die versprochenen zwei Prozent des BIP für die tertiäre Bildung, sowie das notwendige jährliche Plus von 300 Millionen Euro erinnert. Jetzt gegen Ende seiner Amtszeit als UNIKO-Chef scheint die politische Linie des Wissenschaftsministeriums völlig auf Sünkel abzufärben“, kritisiert Grünewald.
„Nach dem Motto ‘Wer zahlt, schafft an’ plädiert er nun, ganz auf schwarzer Linie, für einen größeren Einfluss der Länder und der Wirtschaft. Sünkel hat das Glück, dass seine Uni finanziell sehr gut dasteht. Da sind Sünkels Aussagen zynisch“, so Grünewald.

Auch von EU-Kommissar Johannes Hahn ist Grünewald enttäuscht (Link: Standard-Interview mit Jo Hahn, Printausgabe v. 26.8.2011, S.8). Er hätte schon im Jahr 2007 eine Lösung zum Andrang deutscher Studierender finden sollen.

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Karlheinz Töchterle: „VIRIBUS UNITIS“

Karlheinz Töchterle: Gemeinsame Konzentration auf ein Mehr an Kooperation. Der Wissenschafts- und Forschungsminister bei der Eröffnung der Alpbacher Technologiegespräche. Er bekräftigt Appell „Viribus unitis“

Alpbach (OTS) – „Das Bemühen, öffentliche Mittel möglichst effizient einzusetzen und für die Zukunft unseres Landes das Bestmögliche zu tun“ sieht Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle als einen der vielfältigen Anknüpfungspunkte zum heurigen Alpbacher Generalthema Gerechtigkeit. Bei der Eröffnung der Alpbacher Technologiegespräche sprach sich der Minister für „die gemeinsame Konzentration auf ein Mehr an Kooperation aus“ und nannte als Beispiel den österreichischen Hochschulplan, der derzeit erarbeitet und aktuell auf Basis des am Dienstag präsentierten Expertenberichts diskutiert wird. „Wir müssen beispielsweise die kostenintensive Forschungsinfrastruktur möglichst effizient und abgestimmt einsetzen“, so der Minister.

Zentrales Anliegen ist dem Minister die Verbesserung der Studierendensituation. „Wir müssen die Verbindlichkeit des Studierens erhöhen“, betonte Töchterle. Die Expertengruppe zum Hochschulplan zeigt auf, dass an den heimischen Universitäten 98.000 Studierende weniger als acht ECTS-Punkte pro Semester absolvieren, sprich maximal einen Tag in der Woche dem Studium widmen. (Anm. d. Red.: 61% der Studierenden arbeiten neben dem Studium mehr als 20 Stunden/Woche)
„Wenn wir die Verbindlichkeit erhöhen, wird es uns auch gelingen, die Zahl der Absolventinnen und Absolventen zu erhöhen“, ist Töchterle überzeugt. Zur Erhöhung der Verbindlichkeit brauche es den Ausbau der Studienberatung und die Einführung von Zugangsregelungen und Studienbeiträgen.

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Rektorenchef Sünkel kritisiert Finanzministerin Fekter wegen Falschmeldung

Die Universitäten brauchen tragfähige Lösungen statt billiger Polemik

   Wien (OTS) – Die Äußerungen von Finanzministerin Fekter in der Ausgabe der PRESSE vom 25.8.2011 nimmt der Präsident der Universitätenkonferenz, Hans Sünkel, zum Anlass für klare Worte: „Es kann nicht sein, dass Teile der Politik ständig versuchen, durch unrichtige und polemische Aussagen von den wahren Problemen der Universitäten und der Untätigkeit der Politik abzulenken.“

   Bundesministerin Fekter hatte in einem Interview einer Universität  fälschlicherweise vorgeworfen, ihr Ergebnis nicht ordnungsgemäß vorzulegen (Link), und zusätzliche Mittel für die Universitäten von der Erreichung bestimmter, noch zu definierender Ziele abhängig gemacht.

   „Die Universitäten erbringen in Anbetracht einer äußerst angespannten finanziellen Situation immer noch herausragende Leistungen. Probleme haben wir dort, wo uns die Politik in auf die Dauer untragbare Rahmenbedingungen zwängt“, so Sünkel weiter. „Wir brauchen tragfähige Lösungen, nämlich eine ausreichende Finanzierung und vernünftige Regelungen, insbesondere beim Hochschulzugang. Polemische Bemerkungen gehen an der Realität an den Universitäten vorbei und helfen uns nicht weiter.“

Finanzministerin Fekter beschädigt Ruf der Uni

In einem Interview in der heutigen Printausgabe der „Presse“ beschuldigt die Finanzministerin: „… die MedUni Wien zum Beispiel hat seit 2006 keine Bilanz mehr gelegt. Und das betrachte ich als Misswirtschaft, als Amtsmissbrauch. So dahinzuwurschteln ist gemeingefährlich…“

Möglicherweise liegt der Frau Ministerin daran, die MedUni öffentlich schlecht zu reden, um eine Rechtfertigung für ihre fehlende künftige finanzielle Unterstützung zu konstruieren.  Universitätsrat und Rektorat der MedUni aber nehmen offenbar an, dass die Frau Ministerin schlecht informiert wurde. (von wem?)

Im Rahmen einer Presseaussendung wird der Tatsachenbestand von Rektor Wolfgang Schütz und Universitätsratsvorsitzendem Erhard Busek dargestellt:

Busek und Schütz: „Jedes Jahr Ergebnisse vorgelegt und budgetäre Vorgaben eingehalten“

Wien (OTS) – Die Medizinische Universität Wien weist in aller Schärfe die Vorwürfe von Maria Fekter in einem Interview in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung „Die Presse“ zurück, die MedUni Wien hätte seit 2006 kein Ergebnis vorgelegt. “Die MedUni Wien hat natürlich seit jeher jährlich ihre Ergebnisse an das Wissenschaftsministerium übermittelt und dazu noch jedes Jahr die budgetären Vorgaben eingehalten,“ erklären dazu der Rektor der MedUni Wien, Wolfgang Schütz, und der Vorsitzende des Unirates, Dr. Erhard Busek, in einer gemeinsamen Stellungnahme. „Es ist außerordentlich bedauerlich, dass derartige Anschuldigungen ohne die notwendige Überprüfung vorgenommen werden.“

Link: MedUni Wien weist Fekter-Behauptungen scharf zurück

Stellungnahmen zum ExpertInnenbericht, Hochschulplan

Rektor Sünkel: „Arbeitsauftrag an die Bundesregierung“, Homepage der uniko
Prof. Grünewald, Wissenschaftssprecher der GRÜNEN: „Regierung knallt jungen Menschen die Uni-Tür zu“
Minister Töchterle: „Der Expertenbericht bietet ein breites Spektrum an wertvollen Impulsen - von A wie Autonomie bis Z wie Zusammenarbeit“
Mailath-Pokorny, Kultur- u. Wissenschaftsstadtrat: „Nicht weniger Studenten, sondern mehr Geld!“
GRAS:Hochschulbericht reine Sammlung alter ÖVP-Ideen
Österr. Wissenschaftsrat. Zum Vergleich die Empfehlungen des ÖWR vom Juni 2010 für einen Universitätenstandard im Jahr 2025

Die Presse: Expertentipps im Realitätstest (zum Artikel mit Klick auf das Zeitungs-Logo)

ExpertInnenbericht Hochschulplan

Hochschulplan ExpertInnenbericht

„Zur Entwicklung und Dynamisierung der österreichischen Hochschullandschaft: eine Außensicht“ – unter diesem Titel haben drei namhafte Hochschulexpert/innen seit Februar an einem Bericht zum österreichischen Hochschulplan gearbeitet, der in die laufenden Arbeiten einfließen wird. Andrea Schenker-Wicki (Universität Zürich), Antonio Loprieno (Universität Basel, Präsident der Schweizerischen Rektorenkonferenz) und Eberhard Menzel (Hochschule Ruhr West) haben dabei das heimische Hochschul- und Forschungssystem analysiert und entsprechende Empfehlungen erarbeitet.

Link zum Gesamtbericht:  „Eine Außensicht“ oder Klick auf die obige Abb.
Link zur Zusammenfassung der Empfehlungen

Hochschulplan. Grafik

Regierung fährt Ignoranzkurs gegen Universitäten

Alexandra Föderl-Schmid, Chefredakteurin der Tageszeitung „Der Standard“, lässt in ihrem Kommentar über die Qualität der staatlichen Uni-Politik keinen Zweifel aufkommen (Der Standard, Printausgabe v. 13./14./15.8.2011)

   Wien (OTS) Es ist ein Hilferuf: Ein Rektor nach dem anderen droht mit der Schließung von Studieneinrichtungen. Mit Heinz Engl von der Universität Wien schreit nun auch die größte Hochschule des Landes auf. Immer mehr Rektoren werden zu Wutprofessoren, die mit drastischen Worten auf die fatale Situation an den Universitäten aufmerksam machen. Aber das wird nicht reichen. Wie schon seine Vorgängerin Beatrix Karl, die mit gleichlautenden Drohungen der Rektoren der Universität für Bodenkultur, der Salzburger Uni und der Universität für angewandte Kunst im Vorjahr konfrontiert war, fällt auch dem nunmehrigen Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle nichts anderes ein als die Ankündigung: Er werde für mehr Mittel für die Universitäten ab 2013 kämpfen. Eine Kampfansage klingt anders. Noch im Oktober 2010 hatte Töchterle erklärt: „Die Situation ist dramatisch.“ Und: „Unser größter Wunsch wäre, wenn die Koalitionsparteien aufhören würden, mit den Universitäten Pingpong zu spielen.“ Damals war Töchterle Rektor der Universität Innsbruck, heute ist er als Wissenschaftsminister derjenige, der Pingpong spielt. Die ÖVP ist der eine Teil in dem Spiel, die SPÖ der andere. Auch wenn einzelne Landespolitiker wie zuletzt der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) und die Salzburgerin Gabi Burgstaller (SPÖ) ihre jeweiligen Parteien schon aufgefordert haben, sich in der Bildungspolitik zu bewegen und Zugeständnisse zu machen, gibt es nach wie vor eine Pattsituation:

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Rektor Schütz zur Uni-Politik der Regierung

 [...] dass den Universitäten das Geld ausgeht, wurde mit dem Argument ignoriert, dass diese noch nicht ausreichend bewiesen hätten, dass sie auch effizient arbeiten (so gesagt am Universitätengipfel zwischen Rektoren und Bundesregierung Ende des Vorjahrs). Zu derartigen Bemerkungen sei den verantwortlichen Politikern ein Lesen der jährlichen Wissensbilanzen der Universitäten empfohlen, die diese seit ihrer Verselbstständigung im Jahr 2004 per Gesetz zu erstellen haben (§ 13, Abs.6 Universitätsgesetz 2002): Die Zahl der Absolventen, die ihr Studium in Mindestzeit schaffen, ist seither stetig im Steigen, die Drop-out-Rate hingegen im Sinken, die Zahl der Publikationen in angesehenen internationalen Zeitschriften, die eingeworbenen Drittmittel für die Forschung und Einnahmen aus Patenten sind permanent im Steigen begriffen, wobei das Imposante die Quantität aller dieser Veränderungen ist. Nicht zuletzt konnte die Zahl von Berufungen von Frauen auf Professuren um ein Vielfaches erhöht werden – im Vergleich zu den Zeiten, als noch das Ministerium die Berufungen vornahm. [...]
Link: Uni-Politik, Kommentar, DerStandard.at, Printausgabe v. 16.8.2011, S.19

Rektor Bast: „SP-Wirtschaftssprecher hat keine Ahnung“

Rektor Bast, Angewandte

Die jüngsten Angriffe des SPÖ-Wirtschaftssprechers Christoph Matznetter auf die Universitäten werden vom stellvertretenden Präsidenten der Universitätenkonferenz (uniko) und Rektor der Angewandten, Gerald Bast, aufs Schärfste zurückgewiesen. Matznetter wirft den Universitäten in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung „Die Presse“ unter anderem „Nichtbereitschaft zur Reform“ vor und ortet einen „mittelmäßigen Schulbetrieb“. Rektor Bast dazu: „Die Aussagen des vormaligen Staatssekretärs Matznetter legen Zeugnis ab von einer erschreckenden Ahnungslosigkeit.“ Gerade die öffentlichen Universitäten haben nach den Worten Basts in den vergangenen siebeneinhalb Jahren seit der „Entlassung“ in die Autonomie ein tiefgreifendes Reformprogramm absolviert, wie es in anderen, dringend reformbedürftigen Sektoren unseres Staates nicht einmal ansatzweise der Fall war.

   „Im Grunde sind die Vorhalte des nunmehrigen SPÖ-Mandatars eine Frechheit, zumal er selbst in den vergangenen Jahren als Regierungsmitglied bzw. Nationalratsabgeordneter aktiv und sehenden Auges daran mitgewirkt hat, dass die Universitäten in zunehmend dramatischer Weise unterfinanziert sind.“

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TU-Wien im Minus

Rektor Skalicky kritisiert Politik: „Ich brauche keine Studiengebühren, ich brauche ein ordentliches Uni-Budget“

   Während Österreichs Uni-Rektoren seit Monaten unisono vor Finanzengpässen warnen, falls ihr Budget für die Jahre 2013 bis 2015 stagniert, hat die Technische Uni (TU) Wien schon jetzt mit finanziellen Problemen zu kämpfen. 2010 hat sie ein Minus von rund 18,4 Mio. verbucht, durch die Auflösung von Rücklagen blieb unterm Strich ein Bilanzverlust von 13,45 Millionen Euro.
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Über Bildungs- und Wissenschaftsfeindlichkeit in Österreich

Kurt Grünewald,

 “Die Aussagen von Engl zeigen einmal mehr: Die Lage an den Universitäten ist katastrophal“, kommentiert der Grüne Wissenschaftssprecher, Kurt Grünewald, die Aussagen des designierten Rektors der Universität Wien, Heinz Engl. Dieser sagte in einem Standard Interview, dass einzelne Studienrichtungen geschlossen werden müssten, sollte der Uni nicht mehr Geld zur Verfügung gestellt werden.

Die Lage an den Unis ist katastrophal

„Kaum ein Tag vergeht ohne neue Warnungen von einem drohenden Kollaps aus den Universitäten. Es fehlt an Geld und Ressourcen. Studierenden können keine adäquaten Betreuungsverhältnisse geboten werden, immer mehr Standorte überlegen die Schließung von einzelnen Studienrichtungen, Personal wird eingespart, notwendige Investitionen müssen ausgesetzt werden. Eine längerfristige Planung in Lehre und Forschung ist kaum noch möglich“, fasst Grünewald die gegenwärtige Situation an den Unis zusammen.

Die Bildungs- und Wissenschaftsfeindlichkeit der Regierung ist mittlerweile unerträglich

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