Bundeskanzler Faymann kündigte bei der STANDARD-Jugenddiskussion “Zukunft am Wort” den Unis wiederum eine “Hochschulmilliarde” an. Auf der Homepage des Ministeriums findet man dazu nichts.
Die Reaktionen der Hochschul-Community sind Argwohn, Zweifel und Skepsis:
Die Presse: [...] Unklar bleibt auch, wie das Geld – so es kommt – zwischen den Unis verteilt wird. Die Regierung plant eine „leistungsorientierte“ Vergabe. Die Unis dürften sich somit auf strengere Vorgaben aus dem Ministerium und Eingriffe in ihre Autonomie einstellen müssen.
uniko: [,...] Die uniko begrüßt alle politischen Bestrebungen, die die Universitäten in die Lage versetzen, ab der kommenden Leistungsvereinbarungsperiode 2013 bis 2015 ihren Betrieb ohne Leistungskürzungen aufrechtzuerhalten. “Wir haben mehrfach betont, dass dafür 300 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr notwendig sind”, fügt Schmidinger hinzu. Wenn nun innerhalb der Regierungsparteien darüber Einvernehmen hergestellt sein sollte, wäre damit auch die Voraussetzung geschaffen, dass die Gespräche über den Hochschulplan erfolgreich abgeschlossen werden.
Grünewald: “Schon in der letzten Regierungserklärung vor drei Jahren wurde versprochen, für Universitäten und Fachhochschulen zwei Prozent des BIP bereitzustellen. Zwischenzeitlich wurden die Budgets der Universitäten allerdings nominell wie real gekürzt.
Als Beispiele für die klaffenden Lücken nennt Grünewald die Reduktion der Familienbeihilfe bei Studierenden, die Streichung der Publikationsförderung, reduzierte Investitionen in studentisches Wohnen und erzwungene Einschnitte im Personalbereich der Universitätskliniken.
“Man hat den Unis und Fachhochschulen in den letzten Jahren sukzessive Geld weggenommen. Mit der Hochschulmilliarde gibt man ihnen lediglich einen Teil davon wieder zurück. Das ist ein billiges Täuschungsmanöver”, kritisiert Grünewald.
ÖH: Scheinmilliarde auf drei Jahre aufgeteilt.




