Grünewald: Parlament soll Verantwortung zur Lösung der Uni-Misere übernehmen.
(OTS-LINK)
„Das Parlament übernimmt nun hoffentlich jene Verantwortung zur Lösung der Uni-Misere, die die Regierung bisher verweigert“, erklärte der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. Die Grünen werden morgen im Nationalrat [LIVE-LINK zur Parlamentsdebatte, 11.12.09: http://derstandard.at/?page=parlamentlive] die Forderungen der Universitätsrektoren zur Uni-Finanzierung als Initiativantrag einbringen. Darin ist vorgesehen, dass für die Jahre 2010 bis 2015 die Universitäten jeweils ein Globalbudget in der Höhe von 2,772 Mrd. Euro im Jahr 2010, 3,004 Mrd. Euro im Jahr 2011, 3,154 Mrd. Euro im Jahr 2012, 3,309 Mrd. Euro im Jahr 2013, 3,469 Mrd. Euro im Jahr 2014 und 3,634 Mrd. Euro im Jahr 2015 erhalten sollen. „Das würde das Hochschulbudget auf den Weg der notwendigen 2% des BIP führen.“
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Grüne tragen Forderungen der Rektoren zur Uni-Finanzierung in den Nationalrat
11. Dezember 2009 · Kommentar schreiben
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Universitäre Bildung in Konkurrenz zu Koralmtunnel, Verschrottungsprämien und Wirtschaftlichkeit von Fitnesscentern
30. November 2009 · Kommentar schreiben
Rektor Badelt, WU Wien, würde, wenn man ihn bäte, nicht Wissenschaftsminister werden wollen: 
Für die Politik wären Koralmtunnel und Verschrottungsprämie wichtiger als die Entwicklung unserer Gesellschaft;
demokratiepolitisch gefährlich sei das Nichternstnehmen der von der Bildungspolitik frustrierten Jugend;
ohne politische Hausmacht sei kein effektiver Einsatz für Bildung möglich (…)
Lösungen?
Bildung habe Priorität. Nicht der Parteipolitik unterordnen. Gesamtschule. Vernünftige Zugangsregelung mit effizienter sozialer Durchmischung…
LINK: Rektor Badelt im „KURIER“ vom 30.11.09 zu Bildungsfragen.
Karl Svozil, ao.Univ.Prof. am Institut für Theoretische Physik der TU Wien, zur Theorie und Praxis der Buchhalteruniversität:
„…bürokratisch-buchhalterische Verelendung der Universitätsangehörigen;
Eugene Garfield, der Begründer des populären „Impact Factor“ von Thomson ISI, einem börsennotierten Unternehmen (NYSE: TOC; TSX: TOC) diskutierte beispielsweise einmal in Wien die verschiedensten Unzulänglichkeiten dieser szientometrischen Erbsenzählereien. Er gab jedoch zu bedenken, dass andere gültige Kriterien viel teurer wären; sodass der Impact Factor und verwandte Performanceindikatoren eine billige Möglichkeit darstellten, Entscheidungen zu begründen;
Lösungen?
…totale Abkehr von Vorgaben eines Lehrkanons. Dies schafft automatisch eine weitreichende Interoperabilität der Bildungsinstitutionen; aber nicht unter dem starren von Buchhaltern gelenkten Bologna-Prozess, sondern geleitet von geistiger Freiheit und Selbstbestimmtheit des Individuums.“
LINK: Karl Svozil im science.orf.at
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Dialog: UW-Rektor, Senat, Uni-Rat, ÖH, Audimax-Plenum-VertreterInnen, Betriebsräte, Lehrende im Gebäude des Juridicum
20. November 2009 · Kommentar schreiben
„Die Presse“ berichtet: Studenten kritisierten Struktur des Treffens, der Rektor die Uni-Politik. Der runde Tisch blieb ergebnislos.
Wien (chs). Die Erwartungen an das Treffen zwischen den führenden Vertretern der Uni Wien, den Audimax-Besetzern und der ÖH waren gering. Und das zu Recht. Zu einer Annäherung kam es im zweieinhalbstündigen Gespräch nicht. Nur selten verschmolzen die Monologe der rund 30 Teilnehmer zum echten Dialog. Das lag nicht zuletzt an der wenig konstruktiven Einstellung, mit der die Vertreter der Audimax-Besetzer ins von Sicherheitskräften bewachte Juridicum kamen. Sie stellten gleich zu Beginn klar, dass sie „nicht hier sind, um Gespräche zu führen“, sondern nur, um ihre Positionen zu verkünden. Bei ihren wenigen Redebeiträgen beschränkten sie sich darauf, die Struktur des „viel zu kurzen“, exklusiven Treffens und den Rektor, der sich trotz Einladung nicht ins Audimax traue, zu kritisieren. Ihre Besetzung sei ein „Rundumschlag“ gegen Politik und Gesellschaft. [...] 19.11.2009 | 18:32 | (Die Presse) http://diepresse.com Bildung Hochschule
Machen Sie sich doch selbst ein Bild: LINK zum Webstream „Dialogforum by UNIVIE“
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NATIONALRAT LIVE: Dringlicher Antrag zur Finanzierung der Universitäten
12. November 2009 · 1 Kommentar
Dringlicher Antrag betreffend die Umsetzung der Beschlüsse des Nationalrats zur Finanzierung der Universitäten. LINK zur RednerInnenliste. Heute ab 12.00 Uhr. Folgen Sie dem LIVE-LINK:
http://derstandard.at/?page=parlamentlive
12.01 Uhr -Dr. Glawischnig (Grüne): Es ist extrem bedauerlich, dass die jungen Menschen, die für bessere Bildung eintreten, als Belästigung und Störung angesehen werden. Sie wirft VK Pröll Zynismus und Respektlosigkeit gegenüber den gerechtfertigt argumentierenden Studierenden vor. Hahn ist nicht mehr handlungsfähig, da er bald nach Brüssel geht.
12.32 -Univ.Prof. Dr. Grünewald (Grüne): stellt Misstrauensantrag gegen Wissenschaftsminister Dr. Hahn.
12.41 -Dr. Cap (SPÖ): Entdemokratisierung an Universitäten führt zu modernen Kommunikationsmitteln des Mittelbaus und der Studierenden. 42% der Studierenden arbeiten zusätzlich zum Studium, 18% arbeiten fallweise, 25% zusätzlich während der Semesterferien.
12.50 -Univ.Prof. Dr. Beatrix Karl (ÖVP) greift offenbar Personalmehrungen an den Med Unis vor und spricht von besseren Studienbetreuungen an den MUs. Zitiert Rektor Töchterle i.S. der Wiedereinführung von Studiengebühren. Macht in einem Versprecher Josef Broukal zum ehemaligen Wissenschaftsminister. 
13.00 -Mag.Dr. Graf (FPÖ) erklärt, dass es ihm um die Universitäten und Studierenden ginge.
13.22 -Bucher (BZÖ): Faule Studierende demonstrieren. SPÖ hatte 3 Jahre Zeit die Baustelle Uni zu bereinigen. Kein Verständnis für Demonstranten an den Unis. Diese Linkslinken Anarchisten brauchen Konsequenzen für ihre Tätigkeit. Jeder Maturaabschließende soll 5000,- EUR bekommen.
13.28 -Minister Dr. Hahn (ÖVP): Schon im August in Alpbach alle heutigen Probleme angesprochen. Studierende wurden und werden immer eingebunden. Verdrängungseffekte beim Uni-Lehramtsstudium durch Studierende, die die Pädagog.Ak.- Aufnahmeprüfungen nicht schaffen. 23% Steigerung des Forschungs-Budgets ist Unikum für Österreich in Zeiten wie diesen. FHs bekommen 13% mehr. Kritisiert Grünewalds Zahlenvergleiche. Ab 25. Nov. mehrere Besprechungen mit allen Beteiligten: seriöse Besprechung mit breitem Konsens zur Hochschulgestaltung.
13.37 -Univ.Prof. Dr. Van der Bellen (Grüne) kritisiert die Verächtlichmachung der Studenten durch BZÖ-Bucher, der jetzt nicht anwesend ist. Internationalisierung der Studierenden und Lehrenden ist notwendig. In meisten Uni-Rankings fällt Österreich zurück. Gibt Faymann Recht bei zu wenig österr. Studierenden. Bekräftigt die SPÖ heute die Beschlüsse des Vorjahres? Mittelbau, Studierende und Professoren bestätigen, dass die finanziellen Bedingungen nicht passen. 160 Mio EUR Studienbeiträge sind nicht aufzurechnen mit Milliarden, die notwendig sind. Dazu müssten Steuern erhöht werden, oder weniger Tunnels in die Berge gegraben werden.
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Warum doch jemand mit Josef Pröll reden sollte
8. November 2009 · 1 Kommentar
Oder haben Sie den Verdacht, dass VK Pröll verstanden hat worum es den Studierenden und den Lehrenden an den Unis geht?
Weiter unten finden Sie den Link zur „Österreich“-OTS-Presseaussendung mit dem Hinweis auf ein Interview mit dem Vizekanzler und Finanzminister:
Wien (OTS) – ÖVP-Chef Josef Pröll kritisiert im Interview mit ÖSTERREICH (Sonntagausgabe) erstmals die protestierenden Studenten scharf:
„Ich werde nicht zulassen, dass lautstarke Gruppen versuchen, die Politik, das Land und die Steuerzahler in Geiselhaft zu nehmen.“
Und: „…warum sollen Zugangsregelungen keine Antwort sein?“
LINK: zur Presseaussendung „Österreich“
LINK zu Grünewalds Kommentar: „Aus Pröll spricht die pure Ignoranz“
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„…disqualifiziert sich selbst für den Posten eines EU-Kommissars für Wissenschaft und Forschung…“
27. Oktober 2009 · Kommentar schreiben
sagt Univ. Prof. Dr. Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen und kommentiert damit in einer Presseaussendung
die jüngste Verweigerung des ÖVP-Politikers Hahn, das Gespräch mit Österreichs HochschülerInnen zu suchen: „Es ist ein ernstzunehmendes Signal, wenn sich landesweit Studierende auf eigene Initiative und basisdemokratisch formieren, um gegen die unhaltbaren Studienbedingungen aufmerksam zu machen. Da kann man nicht vom hohen Ross aus einfach zusehen“, kritisiert Grünewald. Ein Politiker, der die Hochschulsituation im eigenen Land nicht in den Griff bekommt und den Dialog verweigert, „disqualifiziert sich selbst für den Posten eines EU-Kommissars für Wissenschaft und Forschung“. Damit spielt der Grüne auf die jüngsten Gerüchte an, wonach Hahn der Regierungskandidat für den österreichischen EU-Kommissar sein soll.
LINK zum Kommentar Grünewalds
Keine Vorschusslorbeeren für Hahns Reise nach Brüssel: ORF-Nachlese-LINK
ORF_AUDIO-LINK
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Furor Sanctus. Hörsaal-Besetzung auch in Graz
23. Oktober 2009 · 1 Kommentar
‹lat. „Heiliger Zorn“›
„Es ist einfach der Zorn gegenüber einem Bildungssystem: Man muss immer mehr zahlen, immer mehr aufwenden, die Lebensumstände werden immer prekärer, immer schwieriger. Man muss immer mehr Geld in die Hand nehmen, um sich ein Studium leisten zu können und irgendwann reicht’s dann einmal,“ Cengiz Kulac, ÖH Uni Graz.
Eine Gruppe Studierender hat einen Hörsaal der Uni Graz besetzt – weitere Aktionen sollen folgen.
Weitere Protestaktionen angekündigt.
Es werden nächste Woche weitere Protestaktionen folgen, sagt Kulac: „Von Hörerversammlungen, bis Demonstrationen bis kleinere Aktionen mit Sitzstreiks – alle Formen des friedlichen und legitimen Protests.“
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Krisengipfel der Rektoren mit Hahn
22. Oktober 2009 · 3 Kommentare
„Das Treffen der Rektoren mit Bundesminister Hahn [22.10.09] war längst überfällig“, meint der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. Erneute kurzfristige kosmetische Korrekturen und Feuerwehraktionen wären aber zu wenig. Eine Hochschulpolitik die immer wieder von Konkurrenz, Wettbewerb, Rankings, Elite und Exzellenzinstituten spricht, dann aber nur von einer Notverordnung zur nächsten kommt und dieses ´Spiel´ Jahr für Jahr wiederholt, kann kein Wegweiser in die Zukunft sein“, so Grünewald, der parteienübergreifende Gespräche über die Zukunft der Universitäten fordert. [...]
[...] „Studierwilligen zu vermitteln, sie seien eine Bedrohung für die Universitäten, bietet der Öffentlichkeit ein katastrophales Bild“, so Grünewald.
LINK: OTS-Presseaussendung Grünewalds
LINK im STANDARD: Universitätsvertreter tagen im Wissenschaftsministerium
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Stellvertreterinnenkrieg mit Argumenten
16. Oktober 2009 · Kommentar schreiben
Wortgefechte zwischen den koalitionären Wissenschaftssprecherinnen Andrea KUNTZL (SP) und Beatrix KARL (VP) liefern Informationen über den Zustand der österreichischen Wissenschaftspolitik und (vermeintlich) Undurchsetzbares.
Andrea KUNTZL (LINK zur Presseaussendung):
[...] Wissenschaftsminister Hahn soll nicht Scheingefechte führen, sondern umgehend ganz konkret drei Maßnahmen zur Verbesserung der Situation an Österreichs Universitäten in Angriff nehmen:
-
soll Bundesminister Hahn unverzüglich Verhandlungen mit Deutschland über Ausgleichszahlungen aufnehmen,
-
muss Hahn im nächsten EU-Bildungsministerrat eine europäische Lösung einfordern. Da auch andere Staaten auf Grund von Großenunterschieden zu Nachbarstaaten mit ähnlichen Problemen kämpfen, ist hier eine grundsätzliche Lösung gefragt, die unterschiedliche Größenverhältnisse berücksichtigt
-
soll der Finanzminister Mittel zur besseren finanziellen Ausstattung der österreichischen Universitäten zur Verfügung stellen.
Dann können wir uns in einigen Jahren vielleicht gemeinsam über einen österreichischen Nobelpreis freuen.
Beatrix KARL (LINK zur Presseaussendung):
SPÖ behindert Lösung für faire Studienbedingungen
[...] Nicht nur, dass Kollegin Kuntzl die akuten Anliegen von Studierenden und Universitäten in überlaufenen Fächern ignoriert, offenbart ihre Wortmeldung auch große Kompetenzlücken. Die Idee von europäischen Ausgleichszahlungen widerspreche nicht nur dem Geist der grenzüberschreitenden Mobilität, sondern auch der Kompetenzlage in Europa. Bildung sei Angelegenheit der Nationalstaaten, niemand könne ein Land zu Ausgleichszahlungen zwingen, wenn seine Studenten auf Grund von Zugangsbeschränkungen über die Grenzen ausweichen. Anstatt nicht durchsetzbare Ansätze in den Raum zu stellen, fordert Karl die SPÖ auf, sich an ihre eigenen Beschlüsse zu erinnern und sich gemeinsam mit dem Wissenschaftsminister und den Universitäten für faire Studienbedingungen einzusetzen.
„Ich vertraue darauf, dass die SPÖ zu der in der UG-Novelle vereinbarten gemeinsam gefundenen Lösung für Notfälle steht, und den Universitäten, die auf Grund des Andrangs in deutschen Numerus Clausus Fächern große Probleme haben, die Möglichkeit zu Aufnahmeverfahren geben“, so Karl. Es liege an der SPÖ hier eine Lösung vor allem in Sinne heimischer Studierenden nicht zu lange zu verhindern.
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ÖH und GRÜNE zur Uni-Politik
15. Oktober 2009 · Kommentar schreiben
ÖH: Mehr Geld für Universitäten gefordert. Richtige Reaktion auf viele Studierende ist gefragt.
„Die finanzielle Notsituation der Universitäten ist weder mit Zugangsbeschränkungen noch mit Studiengebühren zu lösen“, meint Wallerberger. Maurer und Wallerberger betonen, dass viele Studierende „kein Problem, sondern eine erfreuliche Herausforderung“ sind, auf die man richtig reagieren müsse. Der Zuwachs von Studierenden zeige, „dass Gebühren die Menschen davon abhalten, an die Hochschulen zu kommen.“
LINK zur Presseaussendung der Hochschülerschaft.
Grüne: Ausgleichszahlungen auf europäischer Ebene haben Relevanz.
Alle soliden Analysen diagnostizieren unterfinanzierte österreichische Universitäten, zu niedrige Übertrittsquoten in den tertiären Bildungssektor und einen unterdurchschnittlichen Prozentsatz an Studierenden.
Anstieg der Studierendenzahlen muss mit einer Verbesserung der Ressourcen verbunden sein.
Im Zusammenhang damit, dass sich Forschungspolitik und Bildung nicht nur in Alpbach sondern in der Realität der Universitäten beweisen müssen, erinnert Grünewald an die Aufforderungen Buseks zum Streik (siehe Beitrag vom 15. Jan. 2009, und auch: Standard-Interview).
LINK: Grünewald befürchtet ein endloses Warten auf Änderungen der universitären Rahmenbedingungen.
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ORF-Pressestunde mit Minister Hahn
11. Oktober 2009 · 1 Kommentar
Zum Thema „Times Higher Education University-Ranking“ sagte Hahn, es gäbe viele Faktoren für das schlechte Abschneiden österreichischer Universitäten. Die wissenschaftliche Beurteilung wäre gut, aber die sozialwissensschaftlichen Richtungen, damit auch die UW, hätten den Nachteil, einen hohen Anteil auf Deutsch zu publizieren und kämen so in der Bewertung nicht zum Zug. Das Betreuungsverhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden wäre nicht ideal. Die Lektoren fielen aus der Bewertung heraus und viertens wäre der praktisch unbeschränkte Zugang der Studierenden (mit einer Zunahme um mehr als 20%) nicht zu verkraften. All das schlüge sich in der Bewertung nieder.
Ohne Studienbeiträge gäbe es 40% inaktiver Studierender, mit Beiträgen nur 15%. Das Konzept sei die Wiedereinführung der Studiengebühren, wie die OECD dies sage. Und die Zugangsmodalitäten zu regeln (z.B. im Zusammenhang mit der ärztlichen Versorgung der österreichen Bevölkerung nach der Heimkehr in Österreich ausgebildeter deutscher MedizinerInnen und im Zusammenhang mit Studienplätzen von Österreichern in Masterlehrgängen, die in englischer Sprache angeboten würden).
Die Züricher Uni, ETH, hätte traditionell eine sehr hohe finanzielle Ausstattung, deshalb sei sie im Ranking so hoch angesiedelt. Österreich gäbe jetzt mehr für die Unis aus:
- um 1,6 Milliarden € für die nächsten 3 Jahre, das ist um 17% mehr als zuletzt, plus Studiengebührenersatz.
- Im Forschungsfinanzierungsgesetz verpflichte sich Österreich gesetzlich in den nächsten 10 Jahren zur Forschungsförderung.
Zu Hahns früherem Ausspruch, „mit Humboldt müsse man brechen und ihn neu definieren“. Zu Humboldts Zeiten hätte es 5000 männliche Studenten gegeben. Heute hätten wir die Massenuniversität und weitere geänderte Rahmenbedingungen. Genüge getan werden müsse der universitären beruflichen Ausbildungsqualifikation (z.B. nur 5% der Juristen blieben an den Unis als Wissenschaftler) und daneben der Forschung, Wissenschaft und Bildung. (…) Dazu diene auch die Bologna-Architektur der Studien. Die allgemeine Akzeptanz des Bachelors für die Berufsausbildung sei noch zu gering.
Zu den Exzellenz-Programmen an den Europäischen Universitäten meinte Hahn, es werde auch in Österreich dazu etwas getan. Der FWF hätte um 25% mehr Budget und davon gingen 80% wieder an die Unis, die sich darum allerdings kompetitiv bewerben müssten.
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Mailaths Kritik an Hahn: „Ausrede“
10. Oktober 2009 · Kommentar schreiben
Wien (OTS) – Andreas Mailath-Pokorny, Stadtrat für Kultur und Wissenschaft, sieht im aktuellen Times-Ranking einen Handlungsauftrag an die Bundespolitik: „(…) Es geht um eine ausreichende Finanzierung in der Höhe von 2% des BIP und ein entsprechendes Betreuungsverhältnis. Daher fordere ich einen runden Tisch mit VertreterInnen der Universitäten, der Wissenschaftspolitik und der ÖH, um die Probleme an den Universitäten rasch und konstruktiv zu lösen“, so Mailath am Freitag.
Mailath zeigt Verständnis für die Forderungen des Universitätspersonals: „Ein Wissenschaftsbetrieb mit Spitzenforschung ist nur mit der entsprechenden Finanzierung und den richtigen Rahmenbedingungen möglich – wenn der Bund hier nicht bald tätig wird, sieht es für den Wissenschaftsstandort Österreich schlecht aus. Die Zeit drängt. Johannes Hahn muss endlich Lösungen präsentieren, statt sich auf Studiengebühren auszureden“, so Mailath abschließend.
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Grünewald zu Uni-Ranking: Hahn kann Regierungsversagen nicht wegreden
9. Oktober 2009 · Kommentar schreiben
Förderung von Spitzenforschung und Ausbau der Humanressourcen muss endlich wie im Regierungsprogramm formuliert umgesetzt werden. [...] „Die Regierung hofft scheinbar, mit der „Eliteuniversität“ IST Austria das aufzuholen, was jahrelang verabsäumt wurde und übersieht dabei, dass Exzellenz nicht ´top down´ verordnet werden kann: Eine erfolgreiche Exzellenz-Strategie baut auf vorhandenen Ressourcen und Potentialen auf und stattet diese mit entsprechenden Mitteln aus.“ Für Grünewald ist daher die Aufstockung des FWF Budgets und eine Beschäftigungsoffensive für HochschullehrerInnen ein Gebot der Stunde. [...]
LINK zum Kommentar von Grünen-Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald
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Andrea Kuntzl zu „THE“-Ranking: Wissenschaftsminister soll vereinbarte Zielsetzungen in Angriff nehmen
9. Oktober 2009 · Kommentar schreiben
[...] „Wissenschaftsminister Hahn sollte endlich tätig werden und die Rahmenbedingungen für die Studierenden und Lehrenden verbessern. So wie wir das im Rahmen der Unigesetz-Novelle auch in einem gemeinsamen Entschließungsantrag beschlossen haben“, stellte SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl zum Abschneiden der Universität Wien bei den Betreuungsverhältnissen im „Times Higher Education World University Ranking“ fest.
Weiters wurde Minister Hahn mit dem Antrag aufgefordert, im Zuge der Leistungsvereinbarungen mit den Universitäten die inneruniversitäre Transparenz und Effizienz zu heben. Sprich, es soll eine vollständige Kostenrechnung eingeführt werden, vorhandene Kapazitäten besser ausgelastet und universitätsübergreifende Angebote geschaffen oder gemeinsame Infrastrukturen genutzt werden. „Der Wissenschaftsminister hat hier jede Menge zu tun, die Zeit drängt“, so Kuntzl.
LINK zur Presseaussendung von SP-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl
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Reaktionen auf den Absturz der Unis
9. Oktober 2009 · Kommentar schreiben
Christoph Schwarz schreibt in der „Presse“
Rektoren: „Politik muss handeln“
[...] Kritik an der Regierungspolitik übt auch Rektorenchef Christoph Badelt: „Die Unis sollen, je nachdem, was gerade aktuell ist, Spitzenforschung und Spitzenausbildung leisten. Und das ohne Studienplatzfinanzierung bei enormer Lehrbelastung und eklatanter Unterfinanzierung.“ Der Weg an die Spitze kann zudem nur über sogenannte Exzellenzprogramme führen, wie es sie neuerdings auch in Deutschland gibt. Die Zahlen sprechen für sich: So konnte die FU Berlin im Ranking 43 Plätze gutmachen und (wie auch die Uni Freiburg und die Uni Basel) die Wiener überholen.
Das Konzept für ein Exzellenzprogramm liegt übrigens bei Österreichs Wissenschaftsfonds FWF fertig in der Schublade – ist jedoch wegen der Krise den Sparplänen von Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) zum Opfer gefallen.Hahn selbst reagiert auf das Ergebnis mit der Erneuerung seiner Forderung, die Studiengebühren wieder einzuführen: „Alle topgereihten Unis haben Studiengebühren und Auswahlverfahren.“
Für Experten aus dem Bildungsbereich ist das freilich „nur ein Teil der Wahrheit“.
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Hahn sprach vor UNIKO über die Leistungsvereinbarungen mit den Universitäten
7. Oktober 2009 · Kommentar schreiben
Minister Hahn vor den Rektoren der 21 öffentlichen österreichischen Universitäten (5.10.09) : “Leistungen steigern, um mehr jungen
Menschen Studienabschluss zu ermöglichen“ und „Bekenntnis zum Bolognaprozess müssen alle Beteiligten am Hochschulraum teilen.“
(OTS) Im Rahmen einer Sitzung der Universitätenkonferenz (UNIKO) unterstrich Wissenschaftsminister Johannes Hahn das Ziel, im Rahmen der Leistungsvereinbarungen gemeinsam mit den Universitäten Wege zur Leistungssteigerung zu entwickeln. Die Vereinbarungen laufen jeweils drei Jahre, aktuell werden jene für den Zeitraum 2010 bis 2012 verhandelt. In Summe stehen den Universitäten in dieser Zeit rund 8,1 Milliarden Euro zur Verfügung, um gut 16 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum.
„Die kommenden Jahre werden wirtschaftlich weitere Herausforderungen bringen. Wir müssen uns gemeinsam darauf einstellen, die Leistungen der Universitäten weiter zu steigern. Unsere Arbeit muss auch am Output gemessen werden können“, so Hahn, der möchte, dass vor allem mehr junge Menschen ihr Studium in rascher Zeit abschließen“. [...]
LINK: Presseaussendung des Ministeriums v. 5.10.09
Rektorenchef kritisiert Stil und „Diktat“ des Ministeriums:
vergleiche LINK der Rektorenkonferenz v. 25.9.09.
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Hahn will tun, was OECD sagt
4. Oktober 2009 · 1 Kommentar
Jedenfalls im Uni-Bereich. Nämlich Studienbeiträge einheben. Berichtet DerStandard in der Wochenendausgabe (SA/SO, 3./4. Okt. 2009, S.7):
„…nämlich genau das, was die vom Regierungspartner so oft zitierte OECD rät“…
Um das Standard-Interview mit Hahn zu lesen, klicken Sie bitte diesen LINK an. Widerspruch gibt es von Laura Rudas, Andrea Kuntzl, Kurt Grünewald, ÖH, VSStÖ, JG und SJÖ. Unterstützung für Hahn kommt von Beatrix Karl. Siehe weiteren Standard-LINK.
Zur Übersichtsseite der OECD geht es hier. Die Highlights von „Education at a Glance 2009″ finden Sie hier (PDF; 5,2MB).
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Mit Tag(s) versehen: OECD-Studie, Studiengebühren
Faulhammer über Uni-Graz-Leistungsvereinbarung mit Hahn
28. September 2009 · Kommentar schreiben
Planungssicherheit für größte steirische Universität. – Konstruktive und professionelle Verhandlungen
Das Wissenschaftsministerium und die Karl-Franzens-Universität Graz haben die Verhandlungen zu den Leistungsvereinbarungen abgeschlossen. „Mit dem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen bekommt die größte steirische Universität die notwendige Planungssicherheit“, so der Generalsekretär des Wissenschaftsministeriums, Friedrich Faulhammer. Das sei sowohl im Interesse der Studierenden und Lehrenden, als auch der Uni Graz und dem Wissenschaftsministerium. Faulhammer unterstrich das gute Klima bei den konstruktiven und professionellen Verhandlungen, die Ende der Woche erfolgreich abgeschlossen wurden. In manchen Punkten sei die Einigung auch richtungsweisend für die kommenden Verhandlungsrunden mit den weiteren Universitäten.
[...] Derzeit wird über die Leistungsvereinbarungsperiode 2010 bis 2012 verhandelt.
Insgesamt stehen den 21 österreichischen Universitäten im Zeitraum 2010 bis 2012 mehr als acht Milliarden Euro zur Verfügung, das sind um rund 1,6 Milliarden Euro mehr als in der vergangenen Periode.
LINK zum gesamten Presseaussendungstext, OTS
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Mit Tag(s) versehen: Friedrich Faulhammer
Beatrix Karl über Studierende und Uni-Leistungsvereinbarungen mit Hahn
26. September 2009 · Kommentar schreiben
Mehr Studierende heißt noch lange nicht mehr Absolventen. Unis bekommen
zwischen 2010 und 2012 mehr als acht Milliarden Euro
„Es geht nicht darum, wie viele studieren, sondern wie viele absolvieren“, so ÖVP- Wissenschaftssprecherin Dr. Beatrix Karl. „Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Absolventenquote an den heimischen Hochschulen zu erhöhen“, das werde aber mit einer reinen Erhöhung der Studierendenzahlen nicht gelingen. „Wir müssen mehr jungen Menschen in rascherer Zeit den Abschluss ihres Studiums ermöglichen…“
Bezüglich Verhandlungen zu den Leistungsvereinbarungen hält Karl fest: „Die Universitäten haben zwischen 2010 und 2012 mehr als acht Milliarden Euro zur Verfügung, das sind rund 1,6 Milliarden Euro mehr als in der vergangenen Periode.“ Der effiziente Einsatz dieser Steuermittel müsse dabei im Interesse aller sein, betont die ÖVP-Bildungssprecherin abschließend.
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