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Zum Thema „Times Higher Education University-Ranking“ sagte Hahn, es gäbe viele Faktoren für das schlechte Abschneiden österreichischer Universitäten. Die wissenschaftliche Beurteilung wäre gut, aber die sozialwissensschaftlichen Richtungen, damit auch die UW, hätten den Nachteil, einen hohen Anteil auf Deutsch zu publizieren und kämen so in der Bewertung nicht zum Zug. Das Betreuungsverhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden wäre nicht ideal. Die Lektoren fielen aus der Bewertung heraus und viertens wäre der praktisch unbeschränkte Zugang der Studierenden (mit einer Zunahme um mehr als 20%) nicht zu verkraften. All das schlüge sich in der Bewertung nieder.
Ohne Studienbeiträge gäbe es 40% inaktiver Studierender, mit Beiträgen nur 15%. Das Konzept sei die Wiedereinführung der Studiengebühren, wie die OECD dies sage. Und die Zugangsmodalitäten zu regeln (z.B. im Zusammenhang mit der ärztlichen Versorgung der österreichen Bevölkerung nach der Heimkehr in Österreich ausgebildeter deutscher MedizinerInnen und im Zusammenhang mit Studienplätzen von Österreichern in Masterlehrgängen, die in englischer Sprache angeboten würden).
Die Züricher Uni, ETH, hätte traditionell eine sehr hohe finanzielle Ausstattung, deshalb sei sie im Ranking so hoch angesiedelt. Österreich gäbe jetzt mehr für die Unis aus:
- um 1,6 Milliarden € für die nächsten 3 Jahre, das ist um 17% mehr als zuletzt, plus Studiengebührenersatz.
- Im Forschungsfinanzierungsgesetz verpflichte sich Österreich gesetzlich in den nächsten 10 Jahren zur Forschungsförderung.
Zu Hahns früherem Ausspruch, „mit Humboldt müsse man brechen und ihn neu definieren“. Zu Humboldts Zeiten hätte es 5000 männliche Studenten gegeben. Heute hätten wir die Massenuniversität und weitere geänderte Rahmenbedingungen. Genüge getan werden müsse der universitären beruflichen Ausbildungsqualifikation (z.B. nur 5% der Juristen blieben an den Unis als Wissenschaftler) und daneben der Forschung, Wissenschaft und Bildung. (…) Dazu diene auch die Bologna-Architektur der Studien. Die allgemeine Akzeptanz des Bachelors für die Berufsausbildung sei noch zu gering.
Zu den Exzellenz-Programmen an den Europäischen Universitäten meinte Hahn, es werde auch in Österreich dazu etwas getan. Der FWF hätte um 25% mehr Budget und davon gingen 80% wieder an die Unis, die sich darum allerdings kompetitiv bewerben müssten.
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Mit Tag(s) versehen: Minister Hahn, ORF-Pressestunde



Die Anpassung der FWF-Gehaltssätze finden im Gegensatz zu allen anderen Berufsgruppen mit einem halben Jahr Verspätung statt.
Wien (OTS der Doktoratsstudienvertretung TU) – Aufgrund der späten Bekanntgabe des Budgets 2009/2010 kam es zum Ausfall von zwei Vergabesitzungen des FWF. Kompetitiv vergebene Forschungsprojekte wurden dadurch um mindestens vier Monate verzögert.
Auch die Beschlussfassung über die Inflationsabgeltung für 2008 wurde erst im Mai getroffen. Diese Anpassung erfolgt nicht rückwirkend per 1. Jänner 2009, so wie für Beamte und andere öffentliche Bedienstete, sondern erst mit Juni 2009. Dies führt zu einer Ungleichbehandlung von NachwuchsforscherInnen, die ohnehin schon unterbezahlt sind im Hinblick auf ihre erbrachten Leistungen.
„Gerade junge Nachwuchskräfte, die am Anfang ihrer Karriere stehen und daher wenig verdienen, werden dadurch benachteiligt!“, meint DI Markus Holzweber, Vorsitzender der Studienvertretung Doktorat.
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Mit Tag(s) versehen: FWF, HTU, Studierende, TU Wien
Themen: PraktikantInnen, MedUni Linz, E-Voting, Forschung, CERN
Wien (PK) – Nach der Aktuellen Aussprache, in der es um die Zukunft der Universitäten ging, befassten sich die Mitglieder des Wissenschaftsausschusses mit zahlreichen Anträgen der Opposition, die jedoch alle mit Stimmenmehrheit vertagt wurden.
Die Initiative des Abgeordneten Kurt Grünewald (G), die zur Diskussion stand, betraf den FWF.
Dessen Budget sollte nach den Vorstellungen der Grünen jährlich um 9 Prozent gesteigert werden, wobei der Anteil des Ordinariums von derzeit weniger als 43 auf 70 Prozent erhöht werden sollte. Außerdem müsse, so die Grünen, die Finanzierung der geplanten „Exzellenzcluster“ sichergestellt werden. Schließlich wäre es den Grünen darum zu tun, die Fördermittel für den wissenschaftlichen Nachwuchs um 5 Mio. Euro per anno zu erhöhen.
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355 Mio und 391 Mio EUR bekämen die Universitäten laut Hahn 2009 und 2010 dazu. Das ist ein Minus von 45 bzw. 9 Mio EUR zum früher „garantierten“ Zusatz-Betrag. Daraus werde auch der Uni-Kollektivvertrag (wenn er zustande kommt) bezahlt werden müssen. Die entfallenen Studiengebühren müssten von diesem Betrag nicht mehr abgezogen werden. Es handle sich also um Netto-Zusatzbeträge.
Der FWF solle laut Hahn mit 160 Mio EUR bedacht werden.
85 Mio EUR sind für die Österr. Akademie der Wissenschaften vorgesehen.
DiePresse freut sich mit.
Erste Stellungnahme vom Wissenschaftssprecher der Grünen im STANDARD zum Wissenschafts- und Bildungsbudget.
Budget-Parlamentsdebatte live (22.4.09) -on line Übertragung beendet:
http://derstandard.at/?page=parlamentlive mit online Rednerliste
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Mit Tag(s) versehen: Uni-Budgets, Uni-KV
Kurt Grünewald (Wissenschaftssprecher der Grünen) macht Regierung für Misere der Forschungsförderung verantwortlich.
„…Was nützen Presseaussendungen, parlamentarische Anfragen und Anträge und die Diskussionen im Wissenschaftsausschuss, wenn uns derart drastisch vor Augen geführt wird, dass die Verantwortlichen für die Budgets der Universitäten und der Forschung entweder keine Ahnung haben unter welchen Bedingungen Forschung erfolgreich sein kann, oder es einfach nicht begreifen wollen“, zeigt sich Grünewald verärgert ,
„Wenn Rektoren und Betroffene zu Protesten auffordern und diverse einschlägige Organisationen im Wissenschaftsbereich, der Räte, Wirtschaft und Industrie, WIFO und IHS um den Wissenschaftsstandort Österreich bangen, kann Hahn das nicht so einfach als übliches Oppositionsgeheul abtun.“ (Siehe auch unmittelbaren Anlass dieser Wortmeldung des Wissenschaftssprechers: Artikel im Standard)
Link zur OTS-Presseaussendung Grünewalds
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Mit Tag(s) versehen: Forschungsförderung, Kurt Grünewald

- das Uni-Budget, das teilweise und fälschlicherweise dem FWF zugutekommen würde,
- die sogenannte Exzellenz-Uni, die dem FWF Geld wegnähme,
- zu wenige finanzielle Mittel, um mehr wahrnehmbare Spitzenforschung in Österreich zu haben,
- einen Kollektivvertrag, der der Weltspitzenforschung im Weg stände,
- politischen Opportunismus, der die Wissenschaft steuere,
- wünschenswerte Reduktion von LektorInnenposten zu Gunsten von Professuren,
- das politische Versäumnis, das ausländische Modell des „2% vom BIP für Forschung“ in Österreich zu etablieren und
- Exzellenz, die nur von unten entstehe.
Per Link: Im Standard zu lesen
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Mit Tag(s) versehen: Finanzierung Kollektivvertrag, FWF, Rektor Winckler
(…) Es existieren bereits mehrere Zu- und Aussagen von Seiten des Wissenschaftsministeriums zur geplanten Finanzierung der Universitäten und Forschungseinrichtungen. Im Falle des FWF wurden heute Budget-Zahlen kolportiert, die nur 70,8 Mio Euro für diese Einrichtung versprechen. „Tatsache ist, dass beim FWF alles still steht so lange die Budgetsituation nicht geklärt ist. Das heißt, dass Forscherinnen und Forscher von Jänner bis Juni, das ist ein halbes Jahr, auf ihre Unterstützung warten müssen. Diese Situation ist untragbar!“, stellt Al-Mobayyed fest. Für die Universitäten gestaltet sich die Situation ähnlich schwierig, da sie noch nicht konkret wissen, was sie aus der versprochenen Budgetsteigerung alles bezahlen müssen (…)
Link: OTS, Unklarheit über die Finanzlage macht jede Planung unmöglich
Kategorien: Budget · FWF
Mit Tag(s) versehen: ÖH, Forschungsförderung, FWF, Uni-Budget
Meldung in der Tiroler Tageszeitung:
Uni-Jobs in Gefahr
„Wir fürchten, dass der FWF faktisch kein Geld mehr erhalten wird“, erklärt Med-Uni-Innsbruck-Betriebsrat Martin Tiefenthaler. Dies betreffe laut Kliniker Michael Joannidis gerade die besten Leute: „Hier wird die erfolgreichste Schiene gekappt.“ Und für UI-Vizerektor Wolfgang Meixner ist klar: „Mit eigenen Mitteln können wir das nicht auffangen. Der Forschungsstandort ist in Gefahr. Die Aufbauarbeit von fünfzehn Jahren wird kaputt gemacht“, klagt er die gesamte Regierung an.
Siehe dazu den Bericht in der Tiroler Tageszeitung von Miriam Sulaiman
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Mit Tag(s) versehen: Forschungsförderung, FWF
Uneinigkeit im Forschungsausschuss über FWF-Budgetierung. Befürchtungen, dass die ForscherInnen abwandern. Unsicherheit über Budgetzahlen seien ein weiteres Manko. Handlungsbedarf auch beim Uni-Dienstrecht. BM Bures und Hahn: nennen nicht die Einzelbereiche, wo Einschnitte zu erwarten seien, aber Investitionen in Forschung seien eben jetzt wichtig.
Lesen Sie weiter in der Parlamentskorrespondenz 02/26.03.2009/Nr. 257 : Ausschusssitzungen des NR-PK

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Schwerwiegende Konsequenzen einer Reduktion von FWF-Neubewilligungen.
Liebe Leserin, lieber Leser,
das Team der Öffentlichkeitsarbeit übermittelt Ihnen hiermit
eine Resolution des Kuratoriums des Wissenschaftsfonds.
mit freundlichen Grüßen,
das Team der Öffentlichkeitsarbeit des FWF
———————-
Resolution des Kuratoriums des Wissenschaftsfonds
Aufgrund der unklaren Budgetsituation war der FWF in seiner letzten Kuratoriumssitzung gezwungen, die Entscheidung über anstehende Projektanträge neuerlich zu verschieben. Angesichts dieser Situation sieht sich das Kuratorium des Wissenschaftsfonds zur folgenden Stellungnahme veranlasst.
Erfreulicherweise war es dem FWF in den letzten Jahren möglich, dem politisch beabsichtigten und vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE) empfohlenen Wachstumspfad im
Bewilligungsvolumen zu folgen. Ein erheblicher Teil dieses Wachstums war durch eine wiederholte Ausweitung des so genannten Vorbelastungsrahmens möglich, wozu der FWF durch die damalige
Aufsichtsbehörde BMVIT schriftlich ermächtigt wurde. Der FWF hat dieseVorbelastungserhöhungen als Ausdruck des politischen Willens akzeptiert, in der Grundlagenforschung international
aufzuschliessen.
Wenn sich nun herausstellen sollte,
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Mit Tag(s) versehen: FWF
Der ehemalige Präsident des FWF, Georg Wick, spricht von einer Katastrophe für Österreich, wenn die Budgetmittel für die Forschung vermindert werden.

Im Interview mit der „Presse“ spricht Wick von
- Demotivation für junge Forscher,
- einem Fehler, den FWF wieder ins Wissenschaftsministerium verlegt zu haben,
- vom Fehler, FWF-Mittel an die Universitäten zu verschieben;
- und dass bei den Banken gespart werden sollte und nicht bei Bildung, Forschung und Sorge um die Alten…
Link zum Artikel in der „Presse“
Kategorien: Budget · FWF · Presse
Mit Tag(s) versehen: FWF, Georg Wick, Uni-Budget
Minister Hahn wiederholt sich widerspruchsvoll
Hahn sagt, er brauche Klarheit von den Kollektivvertragspartnern. Selbst will er aber im selben Interview nichts Klares über die Budgetmittel für die Forschung sagen. Nicht das Gefühl der Jammerer zähle, die Substanz müsse geprüft werden.
Link zum Ministerinterview im „Wirtschaftsblatt“
Kategorien: Budget · FWF · Kollektivvertrag
Mit Tag(s) versehen: Minister Hahn
Kollektives Vergessen: J. Pröll und Jo. Hahn haben offenbar das Versprechen von Hahns Vorgängerin, Elisabeth Gehrer, die Anfangskosten des Uni-KV zu übernehmen, aus ihrer Erinnerung gestrichen. Wozu sich dran halten, wenn man die möglichen nachhaltig negativen gesellschaftspolitischen Ergebnisse seiner politischen Arbeit in einer anderen, fernen Legislaturperiode vermuten darf! Jetzt versucht Jo. Hahn den Spieß umzudrehen und verlangt bereits kommunizierte Klarheit von den Uni-KV-Vertragspartnern (u.a. wurden die KV-Kosten vom Dachverband valorisiert), statt selbst Klärendes über die eigenen Motive und Budget-Zahlen zu verbreiten.
Jo. Hahn droht, er könne sich auch vorstellen, die „für den KV reservierten“ Gelder dem FWF zukommen zu lassen. Abgesehen davon, dass das Forschungsloch größer ist (auch der Wissenschaftssprecher der Grünen hält das für „Löschen des Waldbrands mit dem Wasserglas…“): die Community empfindet das als Schlag ins Gesicht.
Hier berichtet DerStandard über ein Ultimatum, das Hahn (!) den Rektoren und der Gewerkschaft stellt, hier die APA-Meldung in der „Presse“,
und hier ist die Stellungnahme von Christian Cenker, Uni-LehrerInnenverband (ULV), dazu.
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Kategorien: Budget · FWF · Kollektivvertrag · Presse · Stellungnahme · ULV
Mit Tag(s) versehen: FWF, Grüne Opposition, Hahn, ULV, Uni-Kollektivvertrag valorisiert
…gleicht einer Waldbrandbekämpfung mit dem Wasserglas. Resultat: Die Prioriät von Bildung und Wissenschaft ist für Regierung nichts als ein Lippenbekenntnis und ein erbärmliches Täuschungsmanöver…“, Kurt Grünewald von den Grünen.
FWF: März-Vergabesitzung abgesagt. Nächste Sitzung erst im Mai.
Grüne machen Finanzminister verantwortlich (Der Standard).
Der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, machte in einer Aussendung unter anderem Finanzminister Josef Pröll (V) für die Situation verantwortlich. Durch seine „ohnedies reichlich späte“ Budgetrede blockiere Pröll „zentrale Entscheidungen für die Zukunft von ForscherInnen und ihrer Arbeit, obwohl die Budgetverhandlungen längst abgeschlossen sind“.
Der Finanzminister inszeniere sich hier auf Kosten der Forschung, so Grünewald. Sechs Monate ohne finanzielle Mittel in der wissenschaftlichen Forschung würden verheerende Folgen für die Zukunft und die Entwicklung Österreichs im internationalen Vergleich nach sich ziehen. „Wenn in der äußerst kompetitiven Grundlagenforschung aktuell geplante Projekte nicht sofort gestartet werden können, kann man sie gleich bleiben lassen.“ Mit der ständigen Vertagung der Vergabesitzungen durch den FWF “ werden ForscherInnen verunsichert, die AntragsstellerInnen und ProjektleiterInnen frustriert“, so der Wissenschaftssprecher der Grünen.
Kategorien: Budget · FWF · Wissenschaftssprecher
Mit Tag(s) versehen: Forschungsförderung, FWF
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!
Ich habe Ihnen vor einigen Wochen berichtet, dass der FWF wegen der unübersichtlichen Budgetsituation leider nicht in der Lage war, über die Förderung eingereichter Projekte in der Jänner-Sitzung des Kuratoriums zu entscheiden. Tatsächlich wird das Bundesbudget erst in der Budgetrede des Finanzministers im kommenden April bekanntgegeben und Ende Mai vom Parlament beschlossen, sodass verbindliche Förderentscheidungen nicht vor Juni fallen können. Wir hatten aber gehofft, auf Basis vorläufiger Budgetzahlen bereits in der Kuratoriumssitzung im März bedingte Förderentscheidungen aussprechen zu können.
Tatsächlich sind die Verhandlungen des Wissenschaftsministers mit dem Finanzminister zwar abgeschlossen, allerdings wurde innerhalb der Regierung vereinbart, die Budgetzahlen bis zur Budgetrede strikt unter Verschluss zu halten. Darüber hinaus wird über die Verteilung der Budgetmittel innerhalb des BMWF nach wie vor intensiv verhandelt. Aus diesem Grund haben wir in Absprache mit dem BMWF entschieden, die anstehenden Projektanträge auch nicht in der März-Sitzung des Kuratoriums zu entscheiden, sondern diese Entscheidungen auf die Sitzung im Mai zu verschieben. In der Tat waren wir bis vor wenigen Tagen noch optimistisch und haben bereits entsprechende Vorbereitungen für die März-Sitzung getroffen. Allerjüngste Gespräche mit der Aufsichtsbehörde haben jedoch ergeben, dass die bislang verfügbaren Budgetzahlen noch nicht ausreichend belastbar sind, um Förderentscheidungen zu rechtfertigen.
Viele von Ihnen haben in den letzten Wochen dem Bundeskanzler, dem Finanzminister und dem Wissenschaftsminister geschrieben und dabei die Bedeutung des Wissenschaftsfonds für den österreichischen Forschungsstandort zum Ausdruck gebracht. Einige von Ihnen waren sogar persönlich bei einem der für unsere Anliegen maßgeblichen Regierungsmitglieder. Ich bin sicher, dass diese Briefe und Besuche den Wissenschaftsminister bei seinen Verhandlungen mit dem Finanzminister gestärkt haben (wie man hört, ist das BMWF ja eines der ganz wenigen Ressorts mit steigendem Budget). In der derzeitigen Phase der ressort-internen Mittelverteilung gilt es nun, dem Finanzbedarf des FWF ausreichend hohe Priorität zu verleihen. Seien Sie versichert, dass auch wir in dieser Sache alles In-unserer-Macht-Stehende unternehmen werden. Der FWF ist mit seiner kompetitiven Mittelvergabe Garant dafür, dass das Geld qualitätsgesichert direkt bei den forschungsaktiven Wissenschafterinnen und Wissenschaftern landet, was die Universitäten und Forschungseinrichtungen im internationalen Wettbewerb bestmöglich unterstützt.
Ich möchte mich bei Ihnen allen für Ihre Solidarität mit dem Wissenschaftsfonds und Ihre Unterstützung bedanken und hoffe, dass Sie dem FWF auch in schwierigen Zeiten verbunden bleiben.
Ihr
Christoph Kratky
Präsident des Wissenschaftsfonds
Kategorien: Budget · FWF
Mit Tag(s) versehen: Forschungsförderung, FWF, Kratky
Veranstaltung an der MUW am 13.2.2009.
Impulsreferate und Podiumsdiskussion, Moderation: Sigismund Huck

Im Bild von rechts:
Erhard Busek | Die Universität – eine Vision
Wolfgang Schütz | Zur Sonderstellung der Medizinischen Universitäten
Christoph Kratky | Gegenwart und Zukunft der kompetitiven Forschungsförderung
Wolfgang Meixner | Akademische Karrieren an Österreichs Universitäten
Die vorab gelieferten Abstracts. Bitte hier klicken: Abstracts
Der Verlauf der Veranstaltung: Auch Kratky widerspricht der Sorglosigkeit des Ministeriums bzgl. FWF-Finanzierung.
E. Busek, MUW-Uni-Rat-Vorsitzender:
Autonomie ist eine Chance mit der die Unis erst lernen müssen umzugehen. Es gibt eine historische Last ohne Autonomie. Die Gestaltungsmöglichkeiten der autonomen Unis werden aber bisher nicht wahrgenommen (aus fehlendem Willen aber auch aus finanziellen Gründen). Die Themen sind global gültig, nicht nur moderne Themen (Klima) sondern auch z.B. Ethik und andere mit globaler Verantwortung. Das Wachsen der Unis in die Wirklichkeit ist eine Faszination und keine Last. Man solle sich nicht im „Tageskram“ verlieren.
Mobilität ist mit Hemmnissen belegt: Dienstrechtsfragen (siehe z.B. verlinkten Artikel in diesem Blog, A.d.R.), mentale Ursachen, lokale Gründe,
Elfenbeinturm. Man braucht Partner und Rahmenbedingungen. Die Rahmenbedingungen an den Med Unis sind zugegebenermaßen anders: Es braucht hier eine Redimensionierung für Patientenversorgung und Forschung. Für beides muss es Zeit geben. Und mehr Courage, um sich der Forschung zu widmen. Es braucht Kataloge der widerwärtigen Bedingungen. Die Grundeinstellung ist die Neugierde und die Kultivierung des Bewusstseins an den Universitäten. Es braucht ein gemeinsames Univ.-Bewusstsein, keine Schrebergartenmentalität. Gemeinsames Arbeiten ist keine Stärke der 3 Med Unis.
Politiker und Minister sind nur Partner. Die Unis müssen sich auf sich selbst konzentrieren. Es gibt nur eine Innere Autorität. Die Politik gibt Anstoß zur autonomen Entwicklung.
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Das Ministerium antwortet auf die Forschungsproblem-Hinweise mit Nachvollziehungsproblemen, Problemvermischungen und vertröstet auf den (ungewissen) Ausgang der Budgetverhandlungen. Außerdem hält es alle Zahlen im Zusammenhang mit der Reduktion des wissenschaftlichen Personals als Folge des UG02 für falsch.
Antwort auf den Brief von H.P. Degischer, TU Wien:
Sehr geehrte Damen und Herren!
Wir bestätigen den Erhalt Ihres E-Mails an Herrn Bundesminister Dr. Johannes Hahn, welches offenkundig Teil einer akkordierten Informationskampagne an die zuständigen Mitglieder der Bundesregierung ist.
Der Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung wurde durch das neue Bundesministeriengesetz der alleinigen Verantwortung des BMWF übertragen, um durch die gemeinsame Verantwortung für die Universitäten und
den FWF die Politik zur Förderung der Grundlagenforschung noch konziser und effizienter gestalten zu können.
Der FWF befindet sich allerdings zum jetzigen Zeitpunkt in einer schwierigen finanziellen Situation, die im Sinne der betriebswirtschaftlichen Vorsicht die Absage der ersten Vergabesitzung notwendig gemacht hat. Von einer Kürzung des Budgets kann jedoch keine Rede sein, da zum jetzigen Zeitpunkt weder das allgemeine Bundesbudget, noch das Budget des FWF feststeht. Daher entbehren auch die von Ihnen genannten Zahlen zum jetzigen Zeitpunkt jeder Grundlage.
Bundesminister Dr. Hahn wird sich jedenfalls dafür einsetzen, die finanziellen Ressourcen des FWF in den Budgetverhandlungen zu sichern und damit den FWF als zentrale Fördereinrichtung für die Grundlagenforschung in Österreich in vollem Umfang zu erhalten.
Mit freundlichen Grüßen Dr. Stefan Zotti
Referent des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung
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Mit Tag(s) versehen: FWF
Luise Ungerboeck vom STANDARD berichtet in der Print-Ausgabe vom 7./8. Feb.2009, S.18, von einer aus dem „Dunstkreis des Finanzministeriums“ verlauteten geplanten Erhöhung der Forschung & Entwicklungs-Sondermittel. Die Pauschalvorsorge 2009 soll mehr als verdoppelt werden.
Der Forschungsrat habe Signale dazu erhalten. Der FWF bekäme wieder Nahrung für seine Projekte.
Link: Der STANDARD
Kategorien: Budget · FWF
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Von Hans Goebl, Uni Salzburg:
Sehr geehrte Frau Kollegin! Sehr geehrter Herr Kollege!
Sicher haben Sie schon über die Medien oder durch eine Nachricht von Prof. Christoph Kratky, dem Präsidenten des FWF, davon erfahren, daß der FWF durch den überraschenden Entzug zweier für das FWF-Budget des Jahres 2009 wichtiger Finanzierungsquellen in toto rund 70 Millionen Euro oder rund 40% der für das Vorjahr, 2008, angesetzten Summe von 180 Millionen Euro verloren hat. Damit ist der FWF praktisch lahmgelegt: er kann nur mehr schon eingegangene Verpflichtungen bedienen und keine neuen Förderungen aussprechen. Von den für das Jahr 2009 ins Auge gefassten Exzellenz-Initiativen oder der Umsetzung des für die Kultur- und Geisteswissenschaften so wichtigen Programms NIKE ganz zu schweigen. Die eingetretene Situation entspricht – um es auf den Punkt zu bringen – einem nationalen Wissenschafts-Desaster noch nie dagewesenen Ausmaßes.
Da es derzeit nicht die geringsten Anzeichen dafür gibt, daß die heimische Politik willens ist, diese nicht nur für die gesamte österreichische Wissenschaftslandschaft, sondern auch für das ganze Land katastrophale und zugleich beschämende Situation zu sanieren, muß die gesamte Scientific Community Österreichs aktiv werden und ganz energisch sowie unüberhörbar ihre Stimme erheben.
Ein diesbezüglich schon früher erfolgreich erprobtes Mittel ist es, an die für dieses Desaster ursächlich verantwortlichen Politiker möglichst viele Protestmails zu senden, deren Inhalt an Klarheit und Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt. Zugleich sollten die Medien (national, regional und lokal) und eine breitere Öffentlichkeit von dieser Initiative erfahren.
Die Adressaten wären zunächst die zwei Bundesminister:
für Wissenschaft: Dr. Johannes Hahn (johannes.hahn@bmwf.gv.at)
und für Finanzen: Dipl.-Ing. Josef Pröll (josef.proell@bmf.gv.at)
sowie als Mitleser der am besten mittels cc einzubeziehende Bundeskanzler Werner Faymann (werner.faymann@bka.gv.at).
Mein Vorschlag (und meine Bitte) wäre doppelt:
einerseits, dass jede(r) von Ihnen ein Protestmail an die genannten drei Politiker schickt und andererseits,
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Christoph Kratky, Präsident des Wissenschaftsfonds (FWF Der Wissenschaftsfonds) schreibt im FWF-Newsletter an alle ForscherInnen:
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!
Seit einigen Wochen bekommen wir zunehmend Anfragen von besorgten FWF-Projektleiter/innen und Mitarbeiter/innen betreffend die gegenwärtige Situation des FWF. Auslöser waren Meldungen in der Presse über das Wissenschaftsbudget der Bundesregierung sowie Maßnahmen, die unsererseits gesetzt wurden.
Als Wissenschafter kann ich mich nur allzu gut in Ihre Situation versetzen: Wie geht es mit meinem Antrag weiter? Kann ich mein Team zusammenhalten? Wie lange wird die Ungewissheit anhalten? Macht es Sinn, jetzt einen neuen Antrag zu stellen? Lauter drängende Fragen, auf die der FWF im „Normalbetrieb“ Antwort geben kann. Leider sind wir von diesem Normalbetrieb im Augenblick meilenweit entfernt…
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Mit Tag(s) versehen: Forschungsförderung, FWF