Demokratie statt Hierarchie ist an den Vorzeige-Institutionen der Nation nicht angesagt. Der Mittelbau wird in den Entscheidungsprozessen der Universitäten vernachlässigt und durch Verteilungs-Ökonomie und Abhängigmachen bevormundet. Entschuldigt wird das Fehlen echter demokratischer Strukuren an den Unis noch immer mit dem legendären Spruch Gehrers: „Wissenschaftsergebnisse kann man nicht demokratisch abstimmen“. Ihr nachgeschobener, gleichermaßen berüchtigter Spruch hält ebenso für die Verwaltungsaufgaben der Institutionen her: „Gremchen-Demokratie ist undurchführbar“.
Und dann der Horror vor Neuerungen. Die Umsetzung innovativer Mittelbau-Ideen könnte die konservativen Uni-Strukturen verändern. Deswegen werden die angesagten “weiteren Änderungen des UG02″ (siehe auch Wortmeldung Hahn in der Abstimmungsdebatte) ohne Terminvorgabe auf den „Sankt-Nimmerleins-Tag“ verschoben. Umsetzung bildungs- und sozialwissenschaftlicher Erkenntnisse an den Unis? Wo kämen wir da hin? Was als Antwort auf die eingangs gestellte Frage suspiziert wird: Machtanspruch des Herkömmlichen als Grund für die gelebte Minderschätzung der „einfachen“ Uni-MitarbeiterInnen.
Zum Glück gibt es engagierte Mittelbau-Personal- und Interessensvertretungen, die ihren gesetzlich schmalen demokratischen Spielraum nützten und in wichtigen Verhandlungsmomenten taktisch klug erstrebenswerte, motivierende Arbeitsrahmenbedingungen im (früher KV behindernden) URÄG- Werdungsprozess für die große Zahl von Uni-MitarbeiterInnen erstritten haben. Diesen PersonalvertreterInnen sei hier schlicht aber herzlich gedankt. (red.)




