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Johannes Hahn skizzierte im Wissenschaftsausschuss des Parlaments den weiteren Fahrplan für den von ihm gestarteten „Dialog Hochschulpartnerschaft“. In den kommenden Tagen erhalten die Hochschulpartner/innen die Einladung zu den fünf Arbeitsforen, die bis zum Sommer 2010 Empfehlungen erarbeiten sollen (LINK zur gesamten OTS-Meldung).
Die Themen der fünf Arbeitsforen im Überblick:
1. Gesellschaftlicher Auftrag des tertiären Sektors
Bildungsbegriff, Aufgaben der Hochschulen
Bildung/Ausbildung
Hochschulen und Standortwettbewerb/Arbeitsmarkt
Gender/Diversity
2. Koordinierte Entwicklung des tertiären Sektors
Universitäten, Privatuniversitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen u.a.
Organisationsfragen (u.a. gelebte Autonomie, neue Kooperationsformen)
Qualitätssicherung
Rückkoppelung mit FTI-Strategie (Dialog zur Forschung, Technologie und Innovation)
demokratische Mitbestimmung
3. Bologna & Studienstruktur (Curricula) & Lehre
Studien- und Lehrbedingungen (z.B. Dienstverhältnisse)
Diversifikation der Studienangebote
Persönlichkeitsbildung, Berufs-/Wissenschaftsorientierung
Nicht-traditionelle Zielgruppen (insbes. berufstätige Studierende)
Mobilität/Internationalität
Anerkennung von nonformalen und informellen Lernerfahrungen
4. Studienwahl und Hochschulzugang
Optimierung der Nahtstelle mit dem Schulbereich und Vorlaufprozessen im Schulbereich
Studienberatung/-information
Zugangsregeln
Soziale Durchlässigkeit
Soz. Absicherung von Studierenden (u.a. Studienförderung, Kreditsystem)
Drop-out
5. Ressourcen und Finanzierung von Lehre und Forschung
Öffentliche/private Finanzierungsformen
Studienplatzfinanzierung
Wechselwirkungen zur Forschungsfinanzierung (im Sinne von F&E)
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Mit Tag(s) versehen: Hochschuldialog, Hochschulpartnerschaft Arbeitsforen, Minister Hahn
Die Industriellenvereinigung will in gegendemokratischer Weise weitere Machtübertragung an den Rektor und den Universitätsrat.
Arbeiterkammer: Bildung steht allen zu.
Ministerin Schmied wertet die Vorschläge seitens der Österreichischen HochschülerInnenschaft als „sehr konstruktiv“, jetzt gehe es darum, über die einzelnen Themenstellungen in einem offenen Dialog zu diskutieren, der „nicht rigide vorstrukturiert ist“. Abschließend bekräftigte Schmied, dass sie es „ablehnt, Universitätspolitik nur unter der Überschrift von Notfallparagraphen zu diskutieren“.
Beatrix Karl, Wissenschaftssprecherin, VP: Qualität ist nicht durch unkontrollierten Massenzugang zu erreichen“, so Karl, die auch auf die Empfehlungen der OECD verweist: „Hier werden Österreich ganz klar Studienbeiträge und Zugangsregelungen nahe gelegt, wie sie auch in sämtlichen erfolgreichen Bildungsländern üblich sind.“ Die Position der ÖVP decke sich mit der Meinung fast aller Experten: „Ohne klare, faire Regelungen für den Zugang kann die universitäre Bildung im internationalen Wettbewerb nicht mithalten. Zugangsregelungen sind außerdem auch ein soziales Element.“ Den längeren Atem in überlaufenen Massenfächern hätten zumeist jene Studierenden mit einer besseren finanziellen Absicherung, weniger finanzstarke Studentinnen und Studenten wären von den langen Wartezeiten deutlich stärker betroffen.
Und nochmals: „Mittlerweile stellt sich jedoch die Frage, wen die ÖH überhaupt noch vertritt. An konstruktiver Gestaltung ist ihr sichtlich nicht gelegen“, stellt Karl abschließend fest und erneuert die Einladung an die ÖH, sich doch noch konstruktiv an der Gestaltung des tertiären Bildungssektors zu beteiligen.
Martin Graf, Wissenschaftssprecher, FP: „Der Hochschuldialog ist nicht mehr als eine Sammlung von Monologen“, zeigte sich FPÖ-Wissenschaftssprecher NAbg. Martin Graf enttäuscht. Von den Ministern Hahn und Schmied sei auch heute nicht mehr zu hören gewesen als die üblichen Absichtserklärungen: „Eine Bereitschaft zu Sofortmaßnahmen war nicht einmal ansatzweise erkennbar.“ Für Graf ist es daher dringend nötig, die Bildungsdiskussion wieder ins Parlament zu verlegen. Zur Aufarbeitung der zahlreichen dringenden Materien schlägt Graf vor, einen ständigen Unterausschuss des Wissenschaftsausschusses zu bilden.
ÖH: „Wir sind gegen die Diskussion in Arbeitsgruppen mit fragwürdiger Schwerpunktsetzung und Abstimmungen nach dem Mehrheitsprinzip. Bei Mehrheitsentscheidungen, in denen VerfechterInnen von Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren die Mehrheit stellen, werden Lösungsansätze im Sinne der Studierenden zur Farce“, erklärt Sigrid Maurer vom ÖH-Vorsitzteam.
Föderl-Schmid, Chefredakteurin, Der Standard: Wenn es um die Bedürfnisse der Pensionisten geht, dann reagiert die Politik schnell. Wenn junge Menschen Forderungen stellen, dann dauert es Wochen, bis man sich mit ihren Anliegen ernsthaft auseinandersetzt. Dann werden, wie beim Hochschuldialog am Mittwoch geschehen, Arbeitsgruppen eingesetzt, die erst nach Monaten Ergebnisse vorlegen sollen. Diese werden vorab als unverbindliche Empfehlungen bezeichnet. So wird bei Vertretern der jungen Generation das Gefühl verstärkt, dass sie zwar angehört, aber nicht gehört werden.
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KONTRA Ausgleichszahlungen für Studiengebühren mit Deutschland: „… sind nicht zielführend“, so die ÖVP-Wissenschaftssprecherin Beatrix Karl. „Warum sollte Deutschland die Studienplätze im eigenen Land beschränken, um dann zusätzliche im Ausland zu finanzieren?“
PRO Ausgleichszahlungen für Studiengebühren in Europa: Faymann, Schmied, Kuntzl, Rudas, ÖH argumentieren dafür. Auch Oberhauser fordert einen Dialog auf EU-Ebene, um den internationalen StudentInnenaustausch für die betroffenen Länder – wie Österreich – leistbar zu machen und schickt Hahn mit diesem Verhandlungsauftrag ebenfalls nach Brüssel.
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hätte die heutige Hochschulmisere vermutlich noch nachhaltig verhindert werden können, wenn das neoliberale Ökonomisierungsdenken der Politakteure nicht die Mehrheit in den gesetzgebenden Körperschaften gefunden hätte.
Der Wissenschaftsminister lädt erst heute zum Gespräch der Betroffenen. Unter den Eingeladenen scheinen die Freunde einer Ökonomisierung der Studierenden wieder in der absoluten Mehrheit zu sein:
Wien (OTS) – Am Mittwoch, dem 25.November 2009, lädt Minister Johannes Hahn sämtliche Hochschulpartner/innen zum „Dialog Hochschulpartnerschaft“ in die Aula der Wissenschaften. Eingeladen sind Unterrichtsministerin Claudia Schmied, die Vertreter/innen der Sozialpartner, die Klubobleute und Wissenschaftssprecher der Parlamentsparteien, das Präsidium der Universitätenkonferenz, die Exekutive der ÖH sowie die Vorsitzenden der einzelnen Studierendenfraktionen. Die protestierenden Studierenden sind eingeladen, drei Vertreter/innen zu entsenden. Außerdem werden auch Vertreter/innen der Fachhochschulen, Privatuniversitäten, des Wissenschaftsrates, Forschungsrates, Akkreditierungsrates sowie der Pädagogischen Hochschulen, die Bundesschulsprecherin, die zuständigen Landesräte sowie Expertinnen aus dem In- und Ausland dazu gebeten.
„Dialog Hochschulpartnerschaft“: Mittwoch, 25. November 2009, 11.00
bis 14.00 Uhr. Aula der Wissenschaften, 1010 Wien, Wollzeile 27a
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Die Chefredakteurin des Standard, A. Föderl-Schmid, fordert Verständnis der Nation für einen notwendigen Protest. Deutsche Politiker hätten verstanden, warum die Studenten Hörsäle besetzen – Print-Ausgabe vom 18.11.2009.
In Österreich: Schweigen der Regierungsspitze zu dem Thema, obwohl Regierungssitzung am Dienstag war. Vizekanzler Josef Pröll, der gleichzeitig Finanzminister ist, hat die Protestierenden bisher nur attackiert und in einem Interview mit einer Boulevardzeitung beklagt, dass diese „die Politik, das Land und die Steuerzahler in Geiselhaft nehmen“. Seine Einschätzung, er halte nichts von „Aktionismus und Blockade“ wird auch von einem Teil der Medien in diesem Lande geteilt. Wissenschaftsminister Johannes Hahn bot zumindest 34 Millionen Euro an, was angesichts des jährlichen Unibudgets von 2,5 Milliarden Euro mickrig ist.
Zum Vergleich, was in den vergangenen Monaten möglich war: Die Konjunkturpakete machen mehr als eine Milliarde Euro aus, für die heimischen Banken wurden hundert Milliarden in die Hand genommen. Wer die Stellungnahmen der beiden ÖVP-Politiker und jene der zwei CDU-Politikerinnen vergleicht, die immerhin einer parteipolitischen Familie angehören, stellt nicht nur einen Unterschied in der Wortwahl fest. Die Studenten und ihre Anliegen werden in Deutschland ernst genommen, auch von Sozialdemokraten. Die jetzt in der Opposition befindliche SPD beschloss bei ihrem Parteitag eine Resolution zu den Studentenprotesten, in Österreich versucht Bundeskanzler Werner Faymann seit Wochen eine Position zu finden, die zwischen Verständnis für die Studenten und keinen oder doch ein bisschen Zugangsbeschränkungen an Unis schwankt. [...]
LINK zur OTS-Presseaussendung Föderl-Schmids
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Wien (OTS) – Der Senat der Universität für angewandte Kunst Wien begrüßt und unterstützt die aktuelle studentische Bewegung, weil sie dazu geführt hat, dass die österreichischen Universitäten und deren Bedeutung für die Zukunft unseres Landes endlich einmal Gegenstand einer breiten gesellschaftlichen und politischen Diskussion sind.
Offenbar ist es nur mittels plakativer und demonstrativer Aktivitäten möglich, Hochschulpolitik ins Zentrum der öffentlichen und politischen Wahrnehmung zu bringen.
Kreativität und damit zusammenhängend Innovationskraft in Wissenschaft und Kunst sind die entscheidenden Faktoren für eine positive Entwicklung unserer Gesellschaft. Die Basis dafür sind die Leistungen der Universitäten in Lehre, Forschung und Kunstentwicklung. (…)
O.Univ.-Prof. Mag. art. Sigbert SCHENK
Vorsitzender des Senats
LINK zum Gesamttext der Senats-Resolution
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Frau Univ.Professorin Beatrix Karl:
Nur konstruktiver Hochschuldialog kann Zukunftslösungen für die Universitäten bringen.
„Nur ein konstruktiver Hochschuldialog kann Zukunftslösungen für die Universitäten bringen. Sowohl die Studierendenvertretung als auch Vertreterinnen und Vertreter der Audimax-Besetzer, Experten, Hochschulpartner und die politischen Parteien sind herzlich eingeladen, sich und ihre Ideen aktiv einzubringen“, verweist ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg.z.NR Univ.Prof. Dr. Beatrix Karl auf den von Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn initiierten „Dialog Hochschulpartnerschaft“ am 25. November. „Wir teilen alle den Befund, dass es insbesondere in den Massenstudien Entwicklungen an den österreichischen Universitäten gibt, auf die wir Antworten brauchen. Nun geht es darum, gemeinsam Lösungen für die Zukunft zu erarbeiten“, stellt Karl fest. „Mit der Blockade von Hörsälen und der Verschleuderung von Pflichtbeiträgen zur Unterstützung der Besetzer seitens der ÖH kann es aber nicht getan sein. [...]„
LINK: zum Kommentar Karls
„KURIER“-Kommentar von Frau Karin Leitner:
„Raus aus dem Audimax“. Mit der Dauerbelagerung von Hörsälen werden Sympathien verspielt.
Wien (OTS) – Die Audimax-Besetzer könnten stolz auf sich sein. Ihnen ist mehr gelungen als den offiziellen Studentenvertretern, den Rektoren und der Opposition: Die Regierung gibt zusätzliche 34 Millionen; heute wird im Parlament über die Lage an den Unis debattiert; am 25. November folgt ein „Hochschul-Dialog“ zur Causa. Kurzum: Es wird vielerorts über Art und Finanzierung der Bildung geredet. Dennoch sind die Initiatoren des Protests nicht bereit, die seit mittlerweile 23 Tagen okkupierten Hörsäle zu räumen. Was viel kostet und – angesichts der Platznot – jenen schadet, für die sie sich einsetzen. Und zu berechtigten Forderungen sind welche gekommen, mit denen am Thema vorbeigegangen wird. Damit verspielen diese Basisdemokraten Sympathien. [...]
LINK: zur OTS-Presseaussendung Leitners
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Mit Tag(s) versehen: Audimax Besetzung, Beatrix Karl, Karin Leitner
Oder haben Sie den Verdacht, dass VK Pröll verstanden hat worum es den Studierenden und den Lehrenden an den Unis geht?
Weiter unten finden Sie den Link zur „Österreich“-OTS-Presseaussendung mit dem Hinweis auf ein Interview mit dem Vizekanzler und Finanzminister:
Wien (OTS) – ÖVP-Chef Josef Pröll kritisiert im Interview mit ÖSTERREICH (Sonntagausgabe) erstmals die protestierenden Studenten scharf:
„Ich werde nicht zulassen, dass lautstarke Gruppen versuchen, die Politik, das Land und die Steuerzahler in Geiselhaft zu nehmen.“
Und: „…warum sollen Zugangsregelungen keine Antwort sein?“
LINK: zur Presseaussendung „Österreich“
LINK zu Grünewalds Kommentar: „Aus Pröll spricht die pure Ignoranz“
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Mit Tag(s) versehen: Vizekanzler Pröll und Bildungspolitik
„Führungsqualitäten zeigen sich nicht in verbalen Muskelspielen, sondern daran Realitäten wahrzunehmen und daraus Schlüsse zu ziehen“, reagiert Grünewald auf die Ausritte Prölls gegenüber protestierenden Studierenden. [...]
LINK zu Grünewald I
Ein isolierter Dialog zwischen Wissenschaftsministerium und Studierenden sei nicht zielführend. „Die Studierenden haben eine längst notwendige Grundsatzdebatte angestoßen, die schon seit Jahren geführt werden hätte sollen. Die Regierung soll endlich den Kopf aus dem Sand holen und in den Dialog eintreten“, so Grünewald, der einen jour fixe zwischen Politik, ExpertInnen und Gesellschaft fordert, um endlich klare Zielvorgaben und eine ausreichende Finanzierung für die Unis zu erreichen. [...]
LINK zu Grünewald II
„Es kann doch nicht sein, dass tausende Studierende die größte Bildungsdebatte seit Jahren lostreten und der Bundesregierung nichts besseres einfällt, als darüber zu streiten, wie man den Zugang reglementiert“ [...]
LINK zur SJ
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Mit Tag(s) versehen: Kurt Grünewald, Proteste Studierender
sagt Univ. Prof. Dr. Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen und kommentiert damit in einer Presseaussendung
die jüngste Verweigerung des ÖVP-Politikers Hahn, das Gespräch mit Österreichs HochschülerInnen zu suchen: „Es ist ein ernstzunehmendes Signal, wenn sich landesweit Studierende auf eigene Initiative und basisdemokratisch formieren, um gegen die unhaltbaren Studienbedingungen aufmerksam zu machen. Da kann man nicht vom hohen Ross aus einfach zusehen“, kritisiert Grünewald. Ein Politiker, der die Hochschulsituation im eigenen Land nicht in den Griff bekommt und den Dialog verweigert, „disqualifiziert sich selbst für den Posten eines EU-Kommissars für Wissenschaft und Forschung“. Damit spielt der Grüne auf die jüngsten Gerüchte an, wonach Hahn der Regierungskandidat für den österreichischen EU-Kommissar sein soll.
LINK zum Kommentar Grünewalds
Keine Vorschusslorbeeren für Hahns Reise nach Brüssel: ORF-Nachlese-LINK
ORF_AUDIO-LINK
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Mit Tag(s) versehen: Kurt Grünewald, Wissenschaftsminister, Wissenschaftssprecher
„Das Treffen der Rektoren mit Bundesminister Hahn [22.10.09] war längst überfällig“, meint der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. Erneute kurzfristige kosmetische Korrekturen und Feuerwehraktionen wären aber zu wenig. Eine Hochschulpolitik die immer wieder von Konkurrenz, Wettbewerb, Rankings, Elite und Exzellenzinstituten spricht, dann aber nur von einer Notverordnung zur nächsten kommt und dieses ´Spiel´ Jahr für Jahr wiederholt, kann kein Wegweiser in die Zukunft sein“, so Grünewald, der parteienübergreifende Gespräche über die Zukunft der Universitäten fordert. [...]
[...] „Studierwilligen zu vermitteln, sie seien eine Bedrohung für die Universitäten, bietet der Öffentlichkeit ein katastrophales Bild“, so Grünewald.
LINK: OTS-Presseaussendung Grünewalds
LINK im STANDARD: Universitätsvertreter tagen im Wissenschaftsministerium
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Mit Tag(s) versehen: Minister Hahn, Rektoren, Wissenschaftssprecher

Fotograf: Arthur Summereder
Fotocredit: Arthur Summereder
Ort: Österreich / Wien
Wien (OTS) - Dienstag um 12.25 Uhr wurde die Akademie der bildenden Künste von Studierenden und Lehrenden BESETZT! Bis Donnerstag, den 22. Okt. ist die Akademie im Streik. In der Aula finden Veranstaltungen und Aktionen statt. Werden die Forderungen von Lehrenden und Studierenden nicht umgesetzt, folgen weitere Aktionen.
Am Donnerstag soll die Leistungsvereinbarung 2010-2012 zwischen Akademie und Ministerium beschlossen werden. Die Proteste richten sich vor allem gegen die umstrittene Bachelor/Master-Struktur, die gegen den ausgesprochenen Willen von Lehrenden und Studierenden der Akademie eingeführt werden soll.
LINK: Blog der Organisatoren
Bericht bei ORF.at:
Uni-Senat unterstützt Demonstranten
Die Säulenhalle des Baus auf dem Schillerplatz ist momentan besetzt. Bis Donnerstag werden keine Lehrveranstaltungen abgehalten. Dann finden Verhandlungen zwischen dem Rektor und Vertretern des Wissenschaftsministeriums statt. [...]
Rektor Schmidt-Wulffen reagierte gelassen. [...] Es ist aber logisch, dass das Ministerium eine Umstellung auf die europaweit angewandte Studienarchitektur wünsche, und die derzeitige Sonderstellung der Kunstunis halte er für nicht sehr glücklich, so Schmidt-Wulffen. Doch in die Leistungsvereinbarungen am Donnerstag werde er mit der Überzeugung gehen, „dass ich das im Haus derzeit nicht umsetzen kann und will“. Er sei schließlich nicht nur Leiter der Akademie, sondern begreife sich auch als deren Repräsentant.
Am 15. Januar hatte der ehem. Wissenschaftsminister Erhard Busek die Universitäten zum Streik aufgerufen… oder die Leistungsvereinbarung nicht zu unterzeichnen: LINK zum Eintrag in diesem Blog
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Mit Tag(s) versehen: Akademie der bildenden Künste, Leistungsvereinbarung, Streik
Wien (OTS) – Der Wissenschaftsminister kämpft gegen den Ansturm deutscher Studenten. Große Visionen für die Unis fehlen.
Jetzt möge kommen, was wolle. Der Wissenschaftsminister scheint – es muss vor drei Wochen gewesen sein – seine Wunderwaffe gegen alle Nöte im heimischen Uni-System gefunden zu haben. Als die Hochschulen bei einem internationalen Ranking abstürzten, hatte Johannes Hahn (ÖVP) sogleich die Lösung parat, die da lautet: Zugangsbeschränkungen schaffen und die Studiengebühren wieder einführen. [...]
Ein „Notfallparagraf“ im Uni-Gesetz soll das ermöglichen – eigens geschaffen, um bei großem Andrang deutscher Numerus-Clausus-Flüchtlinge die „Notbremse“ zu ziehen. [...]
Mit der Rhetorik von der Notbremse will er vertuschen, dass seine Partei – die seit Jahren die Hochschulagenden in der Regierung überhat – die Unis in puncto Studienplätze und Lehre zu wenig auf den offenen europäischen Hochschulraum vorbereitet hat.[...]
LINK zum kompletten OTS-Aviso der „Presse“
„Die Presse“ mit Leitartikel von Christoph Schwarz, Printausgabe vom 19.10.09, S.27
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Mit Tag(s) versehen: "Die Presse", Wissenschaftsminister
Wortgefechte zwischen den koalitionären Wissenschaftssprecherinnen Andrea KUNTZL (SP) und Beatrix KARL (VP) liefern Informationen über den Zustand der österreichischen Wissenschaftspolitik und (vermeintlich) Undurchsetzbares.
Andrea KUNTZL (LINK zur Presseaussendung):
[...] Wissenschaftsminister Hahn soll nicht Scheingefechte führen, sondern umgehend ganz konkret drei Maßnahmen zur Verbesserung der Situation an Österreichs Universitäten in Angriff nehmen:
-
soll Bundesminister Hahn unverzüglich Verhandlungen mit Deutschland über Ausgleichszahlungen aufnehmen,
-
muss Hahn im nächsten EU-Bildungsministerrat eine europäische Lösung einfordern. Da auch andere Staaten auf Grund von Großenunterschieden zu Nachbarstaaten mit ähnlichen Problemen kämpfen, ist hier eine grundsätzliche Lösung gefragt, die unterschiedliche Größenverhältnisse berücksichtigt
-
soll der Finanzminister Mittel zur besseren finanziellen Ausstattung der österreichischen Universitäten zur Verfügung stellen.
Dann können wir uns in einigen Jahren vielleicht gemeinsam über einen österreichischen Nobelpreis freuen.
Beatrix KARL (LINK zur Presseaussendung):
SPÖ behindert Lösung für faire Studienbedingungen
[...] Nicht nur, dass Kollegin Kuntzl die akuten Anliegen von Studierenden und Universitäten in überlaufenen Fächern ignoriert, offenbart ihre Wortmeldung auch große Kompetenzlücken. Die Idee von europäischen Ausgleichszahlungen widerspreche nicht nur dem Geist der grenzüberschreitenden Mobilität, sondern auch der Kompetenzlage in Europa. Bildung sei Angelegenheit der Nationalstaaten, niemand könne ein Land zu Ausgleichszahlungen zwingen, wenn seine Studenten auf Grund von Zugangsbeschränkungen über die Grenzen ausweichen. Anstatt nicht durchsetzbare Ansätze in den Raum zu stellen, fordert Karl die SPÖ auf, sich an ihre eigenen Beschlüsse zu erinnern und sich gemeinsam mit dem Wissenschaftsminister und den Universitäten für faire Studienbedingungen einzusetzen.
„Ich vertraue darauf, dass die SPÖ zu der in der UG-Novelle vereinbarten gemeinsam gefundenen Lösung für Notfälle steht, und den Universitäten, die auf Grund des Andrangs in deutschen Numerus Clausus Fächern große Probleme haben, die Möglichkeit zu Aufnahmeverfahren geben“, so Karl. Es liege an der SPÖ hier eine Lösung vor allem in Sinne heimischer Studierenden nicht zu lange zu verhindern.
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Mit Tag(s) versehen: Andrea Kuntzl, Beatrix Karl, Uni-Budget, WissenschaftssprecherInnen
„…tritt Hahn die Flucht nach vorne an,“ sagt Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen.
Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen ändern nichts an Unterfinanzierung der Unis, erklärte Kurt Grünewald zur Kampagne des Wissenschaftsministers gegen den freien Hochschulzugang. „Hahn hat seit der Abstimmungsniederlage im Parlament vor einem Jahr wenig unternommen, um die Universitäten finanziell entsprechend auszustatten, sondern lediglich öffentlich seinen Unwillen bekundet, den freien Hochschulzugang zu gewährleisten, der nun pauschal für alles verantwortlich gemacht wird. Wenn die ÖVP das so sieht, bekundet sie breites Unverständnis unter welchen Bedingungen Wissenschaft und Lehre gedeihen können. Die Ignoranz der ÖVP gegenüber den Unis zeigt, dass sie längst nicht mehr die Partei der Bildungsbürger ist“, so Grünewald.
„Es wäre darüber hinaus gut, wenn auch Rektoren auf die Argumente ihres Ministers eingehen würden. Selbst mit Studiengebühren würde sich Österreich, was seine Unterfinanzierung der Universitäten betrifft, nicht wesentlich verbessern. Auch die Grünen wünschen sich eine Studienplatzfinanzierung, nur hier schaltet der Finanzminister, dem Hahn soviel Wissenschaftsfreundlichkeit zuschreibt, auf taub. Unterschlagen wird auch, dass in Zeiten der Studiengebühren die Betreuungsverhältnisse ebenso schlecht waren. Wenn man nun meint hier müssten Lektorinnen dazugezählt werden, vergisst man, dass diese oft nur für wenige Stunden beschäftigt sind und die Statistik auch nicht auf den Kopf stellen werden“ kritisierte Grünewald.
“Ich orte ein beträchtliches Unverständnis der Regierung und der direkt Verantwortlichen unter welchen Bedingungen Lehre und Forschung gedeihen können. Einzelne Vorzeigeprofessuren und das Elite Institut Gugging können über generelle Defizite nicht hinwegtäuschen. Bildungs- und Forschungspolitik dürfen sich nicht weiter auf Inserate und Selbstbeweihräucherung beschränken“ äußert sich Grünewald.
Zunehmende Inskriptionszahlen liegen, was in Österreich ignoriert wird, im internationalem Trend und sind auch Ausdruck der kritischen Arbeitsmarktsituation bei MaturantInnen.
LINK zur Presseaussendung Grünewalds
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Mit Tag(s) versehen: Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher
Im Hinblick auf die letzten TV-Aussagen des Ministers und die Gedenkfeiern zum 100. Geburtstag von Hertha Firnberg (Wissenschaftsministerin von 1971-1983, deren oberstes Ziel die Erreichung von Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung und Hochschulen, unabhängig von Geschlecht und sozialem Status war), schreibt der VSStÖ (Verband sozialistischer StudentInnen Österreichs) einen offenen Brief an die Senate der Universitäten.
„Je mehr Menschen eine hohe Ausbildung haben, desto besser ist es für die Gesellschaft. Was die österreichischen Universitäten brauchen, ist mehr Geld für bessere Studienbedingungen und weiter reichende Studienförderung. Ein Wissenschaftsminister, der möglichst wenig Studierende will, ist eine Fehlbesetzung“, sagt Sophie Wollner, VSStÖ-Bundesvorsitzende.
LINK: Der Brief im Wortlaut
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Mit Tag(s) versehen: Studienbedingungen, Studienzugang Beschränkung
Kurt GRÜNEWALD, Grüne:
Ärgerlich findet Grünewald die vielen Beschönigungen. „Es ist nicht richtig, dass die Forschungsbudgets des FWF real gestiegen sind, das Gesamtbudget ist gleichgeblieben, nur der Bundesanteil wurde erhöht“, kritisiert Grünewald.
Von OECD-Studien hält Hahn nur dann etwas, wenn Studiengebühren und Aufnahmebeschränkungen empfohlen werden. Unterschlagen wird, dass die OECD Österreich wegen zu niedriger Studierendenzahlen und schlechter Betreuungsverhältnisse regelmäßig rügt und Aufholbedarf einmahnt“, so Grünewald. [...]
Wenn sich Hahn über zunehmende Inskriptionszahlen echauffiert, so sei gesagt, dass eine Zunahme der Studierenden im internationalen Trend liegt, abgesehen davon, dass sie Ausdruck der kritischen Arbeitsmarktsituation bei MaturantInnen darstellt.
LINK zum Kommentar Grünewalds (OTS-Presseaussendung)
Beatrix KARL, ÖVP:
[...] Die ÖVP-Wissenschaftssprecherin verweist weiters auf den OECD-Bericht, der sowohl Studienbeiträge als auch Zugangsbeschränkungen empfiehlt und das jüngste „Times“-Ranking der 200 weltweiten Top-Unis. „Die Hälfte der top gereihten Universitäten sind in den USA, Kanada und Großbritannien – bekanntlich Länder mit Studienbeiträgen und Zugangsvoraussetzungen“, betont Karl.
Klar ist für Karl aber, dass auch künftig kein Studierender aufgrund von Studienbeiträgen von einem Studium abgehalten werden darf. Daher unterstützt sie den Vorschlag des Wissenschaftsministers, wonach die rund 150 Millionen Euro, die die Universitäten derzeit jährlich für den Entfall der Studienbeiträge bekommen, bei Einführung der Studienbeiträge an den Universitäten verbleiben und in den Ausbau der Studienförderung fließen.
LINK zum Kommentar Karls (OTS-Presseaussendung)
Andrea KUNTZL, SPÖ:
Sind Studiengebühren für Hahn Allheilmittel? Anstatt finanzielle Schranken für Studierende nachzuhängen, solle Hahn lieber aktiv Maßnahmen setzen, um den in einem gemeinsamen Entschließungsantrag als Ziel formulierten Budgetwert von zwei Prozent des BIPs durch öffentliche und private Investitionen für den tertiären Bildungssektor sicherzustellen, forderte Kuntzl. Weiters verwies sie darauf, dass man sich im Regierungsprogramm darauf geeinigt habe, die Studienbedingungen zu verbessern und die AkademikerInnenquote zu erhöhen. „Es ist hoch an der Zeit, die Erarbeitung des Österreichischen Hochschulplans in Angriff zu nehmen, um ernsthafte strategische Leitlinien zur Gestaltung des österreichischen Hochschulraums zu entwickeln“, so die SPÖ-Wissenschaftssprecherin. [...]
LINK zum Kommentar Kuntzls (OTS-Presseaussendung)
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Mit Tag(s) versehen: Minister Hahn, WissenschaftssprecherInnen
Wien (OTS) – Andreas Mailath-Pokorny, Stadtrat für Kultur und Wissenschaft, sieht im aktuellen Times-Ranking einen Handlungsauftrag an die Bundespolitik: „(…) Es geht um eine ausreichende Finanzierung in der Höhe von 2% des BIP und ein entsprechendes Betreuungsverhältnis. Daher fordere ich einen runden Tisch mit VertreterInnen der Universitäten, der Wissenschaftspolitik und der ÖH, um die Probleme an den Universitäten rasch und konstruktiv zu lösen“, so Mailath am Freitag.
Mailath zeigt Verständnis für die Forderungen des Universitätspersonals: „Ein Wissenschaftsbetrieb mit Spitzenforschung ist nur mit der entsprechenden Finanzierung und den richtigen Rahmenbedingungen möglich – wenn der Bund hier nicht bald tätig wird, sieht es für den Wissenschaftsstandort Österreich schlecht aus. Die Zeit drängt. Johannes Hahn muss endlich Lösungen präsentieren, statt sich auf Studiengebühren auszureden“, so Mailath abschließend.
LINK zur Presseaussendung.
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Stimmen zum 100. Geburtstag der ehem. Wissenschaftsministerin Hertha Firnberg, 1909-1994 (Ministerin 1971-1983), und Verdienst der bleibenden Anerkennung.
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer sagte, das oberste Ziel Firnbergs sei die Erreichung von Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung und Hochschulen gewesen, unabhängig von Geschlecht und sozialem Status. Prammer machte jedoch darauf aufmerksam, dass „die soziale Hierarchie immer noch die Bildungschancen und den Bildungsgrad beeinflusst“.
OTS Aussendungen zum Gedenken an Hertha Firnberg (1) (2)
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Mit Tag(s) versehen: Hertha Firnberg
Minister Hahn vor den Rektoren der 21 öffentlichen österreichischen Universitäten (5.10.09) : “Leistungen steigern, um mehr jungen
Menschen Studienabschluss zu ermöglichen“ und „Bekenntnis zum Bolognaprozess müssen alle Beteiligten am Hochschulraum teilen.“
(OTS) Im Rahmen einer Sitzung der Universitätenkonferenz (UNIKO) unterstrich Wissenschaftsminister Johannes Hahn das Ziel, im Rahmen der Leistungsvereinbarungen gemeinsam mit den Universitäten Wege zur Leistungssteigerung zu entwickeln. Die Vereinbarungen laufen jeweils drei Jahre, aktuell werden jene für den Zeitraum 2010 bis 2012 verhandelt. In Summe stehen den Universitäten in dieser Zeit rund 8,1 Milliarden Euro zur Verfügung, um gut 16 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum.
„Die kommenden Jahre werden wirtschaftlich weitere Herausforderungen bringen. Wir müssen uns gemeinsam darauf einstellen, die Leistungen der Universitäten weiter zu steigern. Unsere Arbeit muss auch am Output gemessen werden können“, so Hahn, der möchte, dass vor allem mehr junge Menschen ihr Studium in rascher Zeit abschließen“. [...]
LINK: Presseaussendung des Ministeriums v. 5.10.09
Rektorenchef kritisiert Stil und „Diktat“ des Ministeriums:
vergleiche LINK der Rektorenkonferenz v. 25.9.09.
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