UG2002-Novelle, Diskussionsarchiv

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NATIONALRAT LIVE: Dringlicher Antrag zur Finanzierung der Universitäten

12. November 2009 · Kommentar schreiben

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Dringlicher Antrag betreffend die Umsetzung der Beschlüsse des Nationalrats zur Finanzierung der Universitäten. LINK zur RednerInnenliste. Heute ab 12.00 Uhr. Folgen Sie dem LIVE-LINK:

http://derstandard.at/?page=parlamentlive

12.01 Uhr -Dr. Glawischnig (Grüne): Es ist extrem bedauerlich, dass die jungen Menschen, die für bessere Bildung eintreten, als Belästigung und Störung angesehen werden. Zynismus und Respektlosigkeit gegenüber den gerechtfertigt argumentierenden Studierenden wirft sie VK Pröll vor. Hahn ist nicht mehr handlungsfähig, da er bald nach Brüssel geht.

12.32 -Univ.Prof. Dr. Grünewald (Grüne): stellt Misstrauensantrag gegen Wissenschaftsminister Dr. Hahn.big_rzvsitzungssaal4

12.41 -Dr.Cap (SPÖ): Entdemokratisierung an Universitäten drängt zu modernen Kommunikationsmitteln des Mittelbaus und der Studierenden. 42% der Studierenden arbeiten zusätzlich zum Studium, 18% arbeiten fallweise, 25% zusätzlich während der Semesterferien.

12.50 -Univ.Prof. Dr. Beatrix Karl  (ÖVP) greift offenbar Personalmehrungen an den Med Unis vor und spricht von besseren Studienbetreuungen an den MUs. Zitiert Rektor Töchterle i.S. der Wiedereinführung von Studiengebühren. Macht in einem Versprecher Josef Broukal zum ehem. Wissenschaftsminister. big_rzvsitzungssaal5

13.00 -Mag.Dr. Graf (FPÖ) erklärt, dass es ihm um die Universitäten und Studierenden ginge.

13.22 -Bucher (BZÖ): Faule Studierende demonstrieren. SPÖ hatte 3 Jahre Zeit die Baustelle Uni zu bereinigen. Kein Verständnis für Demonstranten an den Unis. Diese Linkslinken Anarchisten brauchen Konsequenzen für ihre Tätigkeit. Jeder Maturaabschließende soll 5000,- EUR bekommen.

13.28 -Minister Dr. Hahn  (ÖVP): Schon im August in Alpbach alle heutigen Probleme angesprochen. Studierende wurden und werden immer eingebunden. Verdrängungseffekte beim Uni-Lehramtsstudium durch Studierende, die die Pädagog.Ak.- Aufnahmeprüfungen nicht schaffen. 23% Steigerung des Forschungs-Budgets ist Unikum für Österreich in Zeiten wie diesen. FHs bekommen 13% mehr. Kritisiert Grünewalds Zahlenvergleiche. Ab 25. Nov. mehrere Besprechungen mit allen Beteiligten: seriöse Besprechung mit breitem Konsens zur Hochschulgestaltung.

13.37 -Univ.Prof. Dr. Van der Bellen (Grüne) kritisiert die Verächtlichmachung der Studenten durch BZÖ-Bucher, der jetzt nicht anwesend ist. Internationalisierung der Studierenden und Lehrenden ist notwendig. In meisten Uni-Rankings fällt Österreich zurück. Gibt Faymann Recht bei zu wenig österr. Studierenden. Bekräftigt die SPÖ heute die Beschlüsse des Vorjahres? Mittelbau, Studierende und Professoren bestätigen, dass die finanziellen Bedingungen nicht passen. 160 Mio Studienbeiträge sind nicht aufzurechnen zu Milliarden, die notwendig sind. Dazu müssten Steuern erhöht werden, oder weniger Tunnels in die Berge gegraben werden.

Zu weiteren Beiträgen und Abstimmungsergebnissen

Kategorien: Budget · Parlament · Proteste Studierender
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Parlamentarische Enquete zum ORF-Gesetz, live

17. September 2009 · Kommentar schreiben

Direktübertragung der Parlamentarischen Enquete zum öffentlich rechtlichen Rundfunk:
Live-Link: http://derstandard.at/?page=parlamentlive

Die Direktübertragung der Enquete ist beendet.
Nachlese im „STANDARD“ über die ORF-Enquete unter http://derstandard.at/r1252771403384/ORF-Enquete 

Der Live-Link ist  am 18.9.  ab 12.00 Uhr wieder geöffnet. Lt. NR-Präsidentin Prammer wird dann die am 18.9. um 9.00Uhr unterbrochene Sitzung mit der Dringlichen Anfrage über Öko-Energie an den Bundeskanzler  fortgesetzt .

Kategorien: Parlament
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Wissenschaftsrat legt Tätigkeitsbericht 2006-2008 dem Parlament vor

22. Juli 2009 · Kommentar schreiben

OWR Taetigkeitsbericht_2006-2008 S1Ab 2004 verschaffte sich der Österreichische Wissenschaftsrat, eine Institution nach §119 UG02, einen Überblick über Österreichs tertiäre Bildungslandschaft, sodass er 2006 mit seiner eigentlichen Arbeit begann. Genau mit diesem Zeitpunkt setzt auch der Berichtszeitraum des vorliegenden Dokuments ein.
Durch Klicken auf die Abbildung ist der Bericht herunterladbar (pdf, 700KB, 257 Seiten). Interessanterweise gibt es auch offiziell bislang unveröffentlichte Empfehlungen, die es gemäß genanntem Gesetz nicht geben sollte, da alle ÖWR-Empfehlungen veröffentlicht werden müssen (§119 Abs. 3 UG02):

Anhang C 2: Nicht veröffentlichte Empfehlungen/Stellungnahmen

  1. Erster Bericht zur Struktur und Entwicklung der Medizinischen Universitäten (November 2007)
  2. Stellungnahme zur Einrichtung einer nationalen Stelle für Verstöße gegen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis (November 2007)
  3. Beantwortung der Fragen des Wissenschaftsausschusses des Nationalrates (3. Juli 2008) zur Empfehlung des Wissenschaftsrates zu einer Erweiterung der Mitverantwortung an österreichischen Universitäten (Februar 2008) – November 2008

ad 1. (Auszug): In den vom Medizinischen Ausschuss des Wissenschaftsrates geführten Gesprächsrunden mit Nachwuchswissenschaftlern, insbesondere aus dem klinischen Bereich, wurde deutlich, dass es kein angemessenes Zeitbudget für kompetitive Forschung gibt, da die Routinekrankenversorgung dies nicht zulässt.

Die Parlamentsseite zum ÖWR-Tätigkeitsbericht.

Hier geht´s weiter zur Zusammenfassung der Parlamentarischen Korrespondenz

Kategorien: Parlament
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Parlament live: Nationalratssitzung. UniRechts-Änderungsgesetz mehrheitlich beschlossen

9. Juli 2009 · Kommentar schreiben

Live Parlament

Donnerstag, 9.Juli 2009. ab 9.00 Uhr. Link zum Live-Stream:  http://derstandard.at/?page=parlamentlive 
Der Live-Link ist geschlossen!

 
RednerInnenliste: http://www.parlament.gv.at/pd/rzv/NR/rzv_rednerliste.shtml?0948599#lfd_R

0  Seit 20.40 Uhr ist die UG-Debatte beendet (der Parlament-Live Link ist geschlossen).

Die Besuchergalerie war  geräumt worden.  Studierende hatten protestiert. Keine neuen Aspekte gab es in der Debatte. Die Novelle ist von SP und VP beschlossen worden.
Einen weiteren Link zur Debatte gibt es hier: APA-Meldung in DerStandard.at.

Kategorien: Parlament
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„Der Nationalrat wolle beschließen…“

8. Juli 2009 · Kommentar schreiben

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Als Ergebnis seiner Beratungen stellt der Wissenschaftsausschuss somit den Antrag, der Nationalrat wolle

1. dem angeschlossenen Gesetzentwurf die verfassungsmäßige Zustimmung erteilen;

2. die angeschlossene Entschließung annehmen.

6.7.2009

Link zum Gesetzestext: Universitätsrechts-Änderungsgesetz 2009 
Link zum Bericht des Wissenschaftsausschusses 
Link zur BIP-Entschließung 
Link zum Grünen Minderheitsbericht 
Link zur relevanten Übersichtsseite des Parlaments

Kategorien: Ministerentwurf · Parlament
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SPÖ-ÖVP-Abänderungsantrag zur Regierungsvorlage URÄG 09

7. Juli 2009 · 2 Kommentare

Abänderungsantrag der Abgeordneten Mag. Dr. Beatrix Karl, Mag. Andrea Kuntzl, Kolleginnen und Kollegen zur Regierungsvorlage 225 der Beilagen zu den Stenographischen Protokollen, XXIV. GP, betreffend das Universitätsrechts-Änderungsgesetz 2009.

Kuntzl AA UG 03 07 09 S1

 

PDF, 8 Seiten, 52KB, Download durch Klicken auf die Abbildung.
Abänderungsantrag inkl. Begründungen.

Kategorien: Ministerentwurf · Parlament · Wissenschaftssprecher
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Universitätsrechts-Änderungsgesetz passiert Wissenschaftsausschuss

6. Juli 2009 · Kommentar schreiben

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Wien (Parlamentarische Korrespondenz) – Das Universitätsrechtsänderungsgesetz 2009 stand heute im Zentrum der Beratungen der Sitzung des Wissenschaftsausschusses des Nationalrats. Mitbehandelt wurden einige oppositionelle Anträge zum Thema.

Bundesminister Johannes Hahn erinnerte eingangs an den zweijährigen Diskussionsprozess zur Weiterentwicklung der Gesetzesmaterie und nannte sodann die wesentlichen Punkte der in Rede stehenden Vorlage. So wurde hinsichtlich des Status der Lektoren ein allgemein akzeptabler Mittelweg gefunden. Auch die freien Dienstverträge, die jeweils an konkrete Projekte gebunden sind, sollen in sachlich begründeten Fällen künftig entsprechend verlängert werden können. Ebenso wird die Mitwirkung der Betriebsräte an den Universitätsräten neu geregelt. Dazu kämen, so der Minister, kleinere Korrekturen handwerklicher Natur.

Abgeordneter Kurt Grünewald (G) bemängelte, dass man die gesamte Materie, auch wenn man Verbesserungen erkennen könne, ausführlicher hätte beraten können, um zu einem konsensualen Ergebnis zu kommen. Er befasste sich mit dem „strategischen Charakter“ des Senats und meinte, mehr Einfluss wäre wünschenswert gewesen. Im konkreten Text gebe es einige Unklarheiten, sodass man gleichsam Erläuterungen der Erläuterungen gebraucht hätte. Konkret sprach er die Regelungen beim Medizin- und Zahnmedizinstudium an.

Abgeordnete Beatrix Karl (V) brachte einen V-S-Abänderungsantrag betreffend die vom Minister referierten Inhalte ein und ergänzte dessen Ausführungen. Zudem brachte sie einen Entschließungsantrag der Koalitionsparteien betreffend die Zielsetzung, längerfristig zwei Prozent des BIP für den tertiären Bildungssektor aufzuwenden, ein.

Abgeordnete Andrea Kuntzl (S) verwies auf die fruchtbringenden Diskussionen, deren Ergebnisse in den genannten Abänderungsantrag eingeflossen seien. Als positiv hob die Rednerin hervor, dass die Gestaltungsvereinbarung klargestellt werde, wichtig sei zudem, dass auch künftig die freie Prüferwahl bei kommissionellen Prüfungen bestehen bleibe und eine entsprechende Flexibilisierung bei der Studieneingangsphase vorgenommen werde. Schließlich sei hervorzuheben, dass jene, die Studienbeihilfe beziehen, auch künftig keine Studiengebühren bezahlen müssen. Besonders verwies sie auf die geplante gezielte Förderung von Nachwuchsforscherinnen, um hier geschlechtermäßig mehr Gleichheit zu erzielen.  

Abgeordneter Walter Rosenkranz (F) meinte hingegen, die geplanten Änderungen liefen dem Ziel, die Akademikerquote zu erhöhen, zuwider. Hinsichtlich der Universitätsautonomie müsse man beachten, dass das gesamtösterreichische System kompatibel bleibe. Die Studieneingangsphase fand der Redner gut, sie dürfe aber nicht dazu führen, dass ein viergliedriges Studiensystem entsteht. 

Abgeordneter Rainer Widmann (B) bezeichnete die Novelle als weder Fisch noch Fleisch, sei sie doch in manchen Bereichen nicht ganz schlüssig. Die Stellungnahmen seien großteils negativ gewesen, man habe hier die Chance vertan, gemeinsam etwas zu erarbeiten.

Nachdem Bundesminister Johannes Hahn auf aufgeworfene Detailfragen eingegangen war, sagte Abgeordnete Katharina Cortolezis-Schlager (V), die Novelle implementiere strategisches Denken auf allen Ebenen, aber eben mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung. Als einen der größten Fortschritte dieser Vorlage bezeichnete sie die Frauenquote, weiters thematisierte sie die Frage des Lehramtes.

Abgeordneter Andreas Karlsböck (F) vertrat die Ansicht, die künftige Zusammensetzung des Senats sei ein qualitativer Rückschritt. Die Curricula drifteten ob der Autonomie auseinander, was es Studenten schwer mache, eine Kompatibilität innerhalb Österreichs zu erzielen. Auch sei die Ausgestaltung des Medizinstudiums problematisch.

Abgeordneter Martin Graf (F) kritisierte gleichfalls die „überfallsartige“ Behandlung der Materie, die eigens an einem ausschussfreien Tag angesetzt worden sei. Dennoch werde die Opposition dies nicht blockieren, weil man eben konstruktiv zusammenarbeiten wolle. Nachdem sich Graf mit Fragen der Studiengebühren und Studienbeschränkungen befasst hatte, bezeichnete er es als enttäuschend, dass man nach wie vor nicht zu studienbezogenen Finanzierungen komme. Auch thematisierte er das Verhältnis Senat und Rektorat.

Abgeordneter Wolfgang Zinggl (G) bemängelte, das Gesetz gehe in die falsche Richtung, weil es Mitbestimmung einschränke, statt Demokratie auszubauen.

In der Abstimmung wurde sowohl die Regierungsvorlage in der Form des V-S-Abänderungsantrags als auch der V-S-Entschließungsantrag mehrheitlich angenommen, während die Anträge von B und F mehrheitlich abgelehnt wurden. Der Antrag 418 wurde mit der Regierungsvorlage miterledigt, der G-Antrag (521/A[E]) war vor Eingang in die Tagesordnung vom Antragsteller zurückgezogen worden.

Die Vorlagen im einzelnen

bitte hier weiterlesen

Kategorien: Ministerentwurf · Parlament · Stellungnahme · Wissenschaftssprecher
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Hahn im Interview mit der „Presse“

6. Juli 2009 · 1 Kommentar

„Die Presse“ bringt in der Printausgabe vom 6.7.09 ein Interview von Erich Witzmann mit Wissenschaftsminister Hahn. (LINK)

[...] Sie wollen Ihre Uni-Gesetzesnovelle gegen großen Widerstand umsetzen?
Johannes Hahn: Wir haben monatelang, seit Anfang März, mit allen Beteiligten immer wieder Gespräche geführt und vieles weiterentwickelt. Ich bin für den Abschluss vor dem Sommer zuversichtlich.

Es gibt aber keine universitäre Gruppe, die diese Reform begrüßt.
Hahn: Fast jede Gruppe begrüßt Teile davon; die Kritik, die geäußert wird, ist aber oft das, was in der Wahrnehmung übrig bleibt. Wir hatten Gespräche mit der Gewerkschaft, wir haben eine befriedigende Lösung für die Lektoren, die sowohl den Bedürfnissen der Universitäten als auch den Betroffenen selbst gerecht wird. Wir haben etwas für die Betriebsräte gemacht. In Summe muss man sagen: Die Autonomie wird fortgesetzt. Das heißt im Klartext: Noch mehr Verantwortung für die einzelnen Entscheidungsorgane an den Unis.

Gibt es einen Spielraum in den heute beginnenden parlamentarischen Verhandlungen für Veränderungen?
Hahn: Wir haben zwischen dem Ministerratsbeschluss und der ersten Ausschusssitzung noch eine Fülle von Gesprächen gehabt und einige Adaptierungen vorgenommen.

Zum Beispiel?
Hahn: Zum Beispiel eine präzise Regelung für die Lektoren. Wir haben nachjustiert, dass an den Medizin-Unis auch Ärzte in Ausbildung, also der Mittelbau, bei den Senatswahlen mitbestimmen dürfen. Wir haben etwas bei der Mitbestimmung der Betriebsräte im Uni-Rat gemacht [...]

Link zum Artikel in: diepresse.com

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Betriebsrätekonferenz der Universitäten protestiert gegen Regierungsvorlage (URÄG – Universitätsrechts-Änderungsgesetz 2009)

23. Juni 2009 · Kommentar schreiben

Betriebsraetekonferenz

 

Offener Brief  der Betriebsrätekonferenz
An
den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung
den Präsidenten des ÖGB
den Vorsitzenden der GÖD
die Klubobleute der parlamentarischen Parteien
die WissenschaftssprecherInnen
die Mitglieder des Wissenschaftsausschusses

 Sehr geehrte Damen und Herren!             Wien, 23. Juni 2009

Die Betriebsrätekonferenz protestiert aufs Schärfste gegen die Regierungsvorlage des Universitätsrechts Änderungsgesetzes 2009 und zwar insbesondere gegen jene Bestimmungen, die den vor wenigen Wochen abgeschlossenen Kollektivvertrag konterkarieren ehe dieser in Kraft getreten ist.
Wir fordern Sie auf, die Regierungsvorlage entsprechend abzuändern.

1) Die Neufassung des § 109 (2) ist abzulehnen. Die Kettenvertragsregelung ermöglicht es den Universitäten schon jetzt, großzügige Aneinanderreihungen von befristeten Arbeitsverträgen zu Lasten einer vernünftigen Lebensplanung der betroffenen ArbeitnehmerInnen durchzuführen. Die intendierte Möglichkeit, diese Befristungen bis zu zwölf Jahre lang zu erlauben, verkehrt das Kettenvertragsverbot in sein Gegenteil und behindert die Karriereplanung der Betroffenen bzw. unterläuft die vereinbarten Beschäftigungsmodelle des Kollektivvertrags auf das Gröbste.

2) Die wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen in Ausbildung zum Facharzt/Fachärztin unterrichten im klinischen Bereich vieler Medizinuniversitäten 50% der Praktika des Studiums der Humanmedizin. Auf Grund einer formalen Fehlzuordnung werden diese vom Wahlrecht zur korrekten Vertretungsgruppe im Senat ausgeschlossen. Dieses redaktionelle Versehen muss korrigiert werden.

3) Die Neufassung der § 100 Abs 3 bis 6 ist entweder zu streichen oder so zu ändern, dass es den betreffenden LektorInnen offen steht, sich frei für ein Anstellungsverhältnis oder eine Beschäftigung als freie Dienstnehmer(in) zu entscheiden. Andernfalls wäre diese Beschäftigungsgruppe zwingend vom Geltungsbereich des Kollektivvertrags ausgeschlossen und eine Vertretung durch die Betriebsräte nicht möglich. Ein solcher legistischer Einschnitt im Zeitpunkt zwischen Kollektivvertragsabschluss und dessen Inkrafttreten ist völlig inakzeptabel, ganz zu schweigen von der sozialen und arbeitsrechtlichen Diskriminierung dieser Personengruppe.

4) Die Novelle sieht in der Neuregelung der Kompetenzen von Senat, Universitätsrat, Findungskommission und Rektorat eine weitere massive Verstärkung autoritärer Elemente und Möglichkeiten politischer Einflussnahme vor. Als Korrektiv wäre zur Absicherung der Kernaufgaben der Universitäten im Interesse der in Forschung/Entwicklung und Erschließung der Künste und Lehre tätigen Universitätsangehörigen zumindest das Stimmrecht der Betriebsräte im Universitätsrat vorzusehen.

Die Vorsitzenden der Betriebsräte der österreichischen Universitäten
Künstlerisches und wissenschaftliches Personal
Allgemeine Universitätsbedienstete

Kontakt: susanne.mann@uni-ak.ac.at, martin.tiefenthaler@i-med.ac.at, ingwald.strasser@meduniwien.ac.at, schoen@mdw.ac.at

Link: DerStandard

 

Kategorien: Alternativentwurf · Betriebsrat · Chancengleichheit · Kollektivvertrag · Ministerentwurf · Mittelbau · Parlament · Wissenschaftssprecher
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Ug-Novellen-Eckpunkte von Hahn

9. Juni 2009 · 2 Kommentare

„Universitätsrechts-Änderungsgesetz 2009″.
Laut Wissenschaftsministerium ist die Materie mit der SPÖ bis auf einen Punkt ausverhandelt, allerdings gab es heute,  Dienstag, noch keine Zustimmung der SPÖ im Ministerrat [der letzte Ministerrat mit Gesetzeseingabe, inkl. Möglichkeit des Inkrafttretens im Oktober 09, findet nächste Woche statt; nur aufgeschoben, statt aufgehoben? A.d.R.].
Im Folgenden die von Hahn vorgestellten Eckpunkte der geplanten Novelle:

STUDIENEINGANGSPHASE: In allen Studien ohne gesetzliche Zulassungsregeln müssen die Unis ab 2011/12 eine Studieneingangsphase (mindestens ein halbes bis maximal zwei Semester) einrichten, die einen Überblick über die wesentlichen Inhalte des Studiums vermittelt. Im Gegensatz zu bisher ist ein Weiterstudium nur bei positivem Erfolg aller Lehrveranstaltungen und Prüfungen der Eingangsphase möglich. Die Prüfungen der Eingangsphase kann man – wie allgemein – jeweils dreimal wiederholen.

UNI-ZUGANG: Die Unis sollen für das Master- und PhD-Studium „qualitative Zugangsbedingungen“ festlegen können. Allerdings muss es für jedes Bachelor-Studium an einer Uni einen garantierten Master-Anschluss geben, der keine weiteren Zugangsbedingungen als die Absolvierung des Bachelor-Studiums hat. Der Zugang zum Bachelor-Studium bleibt unverändert. Besonders begabten Studenten soll die Möglichkeit eröffnet werden, direkt im Anschluss an ein Bachelor-Studium ein PhD- bzw. Doktoratsstudium zu absolvieren.

BACHELOR-STUDIEN: Künftig sollen alle Studien in Bachelor- und Master-Struktur angeboten werden können. Derzeitige gesetzliche Ausnahmen wie die Lehramtsstudien oder Medizin fallen. Arzt werden kann man künftig aber nur nach einem sechsjährigen Studium (vier Jahre Med-Bachelor, zwei Jahre Med-Master). Bachelor-Studien können künftig in Ausnahmefällen auch vier Jahre (bisher drei Jahre fix) dauern. Jedenfalls muss die Beschäftigungsfähigkeit für Bachelor-Absolventen des jeweiligen Studiums nachgewiesen werden.

GLEICHBEHANDLUNG: In allen Uni-Gremien (Uni-Räte, Senate, etc.) soll eine 40-Prozent-Frauenquote gelten. Die an jeder Uni eingerichteten Arbeitskreise für Gleichbehandlungsfragen überwachen diese Quote – sie können Einspruch gegen die Zusammensetzung eines Gremiums erheben, aber auch Ausnahmen von der Quote zulassen.

REKTORSWAHL: Künftig schreibt nicht mehr der Senat, sondern der Uni-Rat den Rektorsposten aus. Die Bewerbungen sollen dann von einer „Findungskommission“ geprüft werden, die aus Uni-Rats- und Senats-Vorsitzendem besteht. Diese Kommission erstellt einen Dreier-Vorschlag, der vom Senat begründet geändert werden kann. Wie bisher wählt der Uni-Rat den Rektor aus dem Dreiervorschlag. Erleichterungen gibt es für amtierende Rektoren: Mit Zwei-Drittel-Mehrheit des Senats und des Uni-Rats können sie ohne Ausschreibung wiederbestellt werden. Ohne diese Mehrheit muss die Findungskommission einen Amtsinhaber, der sich wieder bewirbt, in den Dreiervorschlag aufnehmen.

SENAT: Statt bisher zwölf bis 24 Mitglieder sollen Senate künftig 18 oder 26 Mitglieder haben. Die derzeit fixierte Mehrheit der Professoren (50 Prozent der Mitglieder plus ein weiteres Mitglied) fällt, sie haben künftig nur die Hälfte der Mitglieder. Dafür erhalten die Vertreter des akademischen Mittelbaus (z.B. Assistenten) gleich viele Mitglieder wie Studenten. Derzeit stellen Studenten 25 Prozent der Senatsmitglieder, der Mittelbau den Rest. Ein 18-köpfiger Senat besteht demnach aus neun Professoren, je vier Mittelbau- und Studentenvertretern und einem Vertreter des allgemeinen Personals (bei 26 Mitgliedern beträgt die entsprechende Verteilung 13/6/6/1).

UNI-RAT: Offen ist noch, wer die von der Republik zu ernennenden Mitglieder bestellt. Derzeit werden sie von der Regierung entsendet, Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) will selbst dafür verantwortlich sein. Der ursprüngliche Plan, die „Sperrklausel“ für Ex-Politiker abzuschaffen, wurde fallen gelassen. Ehemalige Politiker bzw. Parteifunktionäre müssen weiterhin vier Jahre warten, bis sie zum Uni-Rat bestellt werden können. Weiterhin kein Mitbestimmungsrecht erhalten die Betriebsräte im Uni-Rat, die bekommen aber ein Antragsrecht bei Tagesordnungspunkten, die den Betriebsrat betreffen.

LEITUNG VON ORGANISATIONSEINHEITEN: Diese war bisher Professoren vorbehalten. Künftig sollen auch andere Uni-Lehrer („Mittelbau“) damit betraut werden können.

BEFRISTETE PROFESSUREN: Den Unis wird die einmalige Möglichkeit eingeräumt, 20 Prozent ihrer Habilitierten zu befristeten Professuren („§ 99-Professuren“) aufzuwerten, die Laufzeit der Befristung kann von zwei auf sechs Jahre angehoben werden.

BERUFUNGSVERFAHREN: Bisher vier Gutachter, davon zwei extern, nötig – künftig reichen mindestens zwei, davon mindestens ein externer Gutachter.

HABILITATION: Bisher war dafür der Nachweis einer „hervorragenden wissenschaftlichen oder künstlerischen Qualifikation sowie der didaktischen Fähigkeiten“ nötig. Künftig müssen die didaktischen Fähigkeiten durch eine durchgehende mehrjährige qualifizierte Lehrtätigkeit nachgewiesen werden.

GESTALTUNGSVEREINBARUNG: Der Wissenschaftsminister kann zwei Prozent des Uni-Budgets als Reserve einbehalten und „bedarfsorientiert“ durch jährliche Gestaltungsvereinbarungen mit den Unis, z.B. für die Initiierung neuer wissenschaftlicher Entwicklungen, Verbesserungen der Betreuungsrelation, etc. vergeben. Hahn hat beschlossen, ein Prozent (rund 22 Mio. Euro) über den Wissenschaftsfonds FWF an die Unis zu vergeben, ein weiteres Prozent wird für Notfälle (z.B. Brand) einbehalten.

STUDIENGEBÜHREN-ERSATZ: Die Unis erhalten von 2009 bis 2013 jährlich 157 Mio. Euro als Ersatz für den Entfall der Studiengebühren. Aufgeteilt wird dieses Geld nach einem Verteilungsschlüssel, der auch die Zahl der prüfungsaktiven Studenten berücksichtigt.

DIENSTPFLICHT FÜR GERICHTSMEDIZIN: Angehörige von Instituten für Gerichtsmedizin müssen künftig im Rahmen ihrer Dienstpflicht Obduktionen durchführen, bisher haben sie das vielfach als private Gutachter gemacht.
APA, cm;ly;ks

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UG-Novelle: Der Text liegt noch immer nicht vor

9. Juni 2009 · Kommentar schreiben

Wien (Parlamentskorrespondenz/02/05.06.2009/Nr. 505) – In seiner Sitzung befasste sich der Wissenschaftsausschuss des Nationalrats eingangs mit dem Evaluationsbericht gemäß Paragraph 124 des UG 2002, ehe er sich in einer aktuellen Aussprache mit dem Universitätsrechtsänderungsgesetz auseinandersetzte.
Aktuelle Aussprache zu Universitätsrechtsänderungsgesetz

Zu Beginn der Aktuellen Aussprache erläuterte Bundesminister Johannes Hahn die Hintergründe des geplanten Universitätsrechtsänderungsgesetzes. Es gehe um eine Novelle eines bereits bestehenden Gesetzes, des UG 2002, im Sinne einer behutsamen Erweiterung und Fortschreibung. Der Entwurf werde derzeit im Ressort vorbereitet, um anschließend in den Ministerrat und schlussendlich ins Parlament weitergeleitet zu werden, wo die Materie ja Anfang Juli in einem eigenen Ausschuss besprochen werden solle. Hahn referierte die Eckpunkte des URÄG ein, dabei den Bogen von der Implementierung der Bologna-Architektur über Frauenquoten in universitären Gremien bis zu Organisationsstrukturen auf Hochschulboden spannend.

Abgeordneter Kurt Grünewald (G) befasste sich eingangs mit den Universitätsräten und sodann mit der Frauenquote. Hinsichtlich des Bakkalaureats zeigte sich der Mandatar skeptisch und fragte, was dieses in der Medizin genau darstellen solle.

Abgeordneter Walter Rosenkranz (F) bezeichnete die Vorgangsweise als nicht optimal. Die gesamte Materie sollte im Parlament umfassend im Rahmen eines eigenen Unterausschusses behandelt werden, unterstrich der Redner, der sich zudem Sorgen um den Fortbestand der Hochschulautonomie machte.

Abgeordnete Andrea Kuntzl (S) hielt fest, dass man Bedenken, Anregungen und Ergänzungen zum ursprünglichen Entwurf aufgegriffen habe, was zeige, wie ernst man die Betroffenen nehme. Die geplante Zusammensetzung der Senate sei begrüßenswert, die Erhöhung der Repräsentanz des Mittelbaus sinnvoll. Man habe aktuelle Probleme gut gelöst und lege mit diesem Entwurf auch weiterhin ein Bekenntnis zum freien Hochschulzugang ab. Man plane eine Orientierungsphase und bessere Studienbedingungen für Berufstätige. Insgesamt sei der Entwurf eine deutliche Weiterentwicklung und daher begrüßenswert.

Abgeordneter Martin Graf (F) warnte vor einem viergliedrigen Studium mit Eingangsphase, Bakkalaureat, Magisterium und Doktorat. Die künftige Zusammensetzung des Senats bezeichnete er als hinterfragenswert, wie er generell viele Punkte ungeklärt sah.

Abgeordneter Wolfgang Zinggl (G) erklärte, der Entwurf klinge zwar in vielen Bereichen recht positiv, doch mangle es an einer adäquaten Einbindung der Opposition. Der Text des Entwurfs liege nach wie vor nicht vor, und dies sei nicht sehr transparent.

hier bitte weiterlesen

Kategorien: Parlament
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Wissenschaftsausschuss diskutiert Anträge der Opposition

9. Juni 2009 · Kommentar schreiben

Themen: PraktikantInnen, MedUni Linz, E-Voting, Forschung, CERN

Wien (PK) – Nach der Aktuellen Aussprache, in der es um die Zukunft der Universitäten ging, befassten sich die Mitglieder des Wissenschaftsausschusses mit zahlreichen Anträgen der Opposition, die jedoch alle mit Stimmenmehrheit vertagt wurden.

Die Initiative des Abgeordneten Kurt Grünewald (G), die zur Diskussion stand, betraf den FWF.
Dessen Budget sollte nach den Vorstellungen der Grünen jährlich um 9 Prozent gesteigert werden, wobei der Anteil des Ordinariums von derzeit weniger als 43 auf 70 Prozent erhöht werden sollte. Außerdem müsse, so die Grünen, die Finanzierung der geplanten „Exzellenzcluster“ sichergestellt werden. Schließlich wäre es den Grünen darum zu tun, die Fördermittel für den wissenschaftlichen Nachwuchs um 5 Mio. Euro per anno zu erhöhen.

bitte hier weiterlesen

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Budget-Parlamentsplenum als kleiner Nebenschauplatz der UG-Novelle

28. Mai 2009 · Kommentar schreiben

Parlament
Nationalrat: Etat der Wissenschaft auf dem Prüfstand
Mehr Geld für die Wissenschaft.
In der Parlamentarischen Korrespondenz vom 27.5.09 wird berichtet:

 

[...] Abgeordnete Beatrix KARL (V) hielt der Aussage, die österreichische CERN-Mitgliedschaft sei als ein Mutterschiff österreichischer Wissenschaftsprojekte zu betrachten, gegenteilige Auffassungen von Professoren entgegen und warnte vor jedem wissenschaftspolitischen Populismus. Es gelte an den Universitäten moderne Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Wissenschaft und Forschung ihre wichtigen Beiträge zur Schaffu ng neuer Arbeitsplätze und für nachhaltiges Wirtschaftswachstum leisten können. Österreich brauche hochentwickelte Forschungseinrichtungen – das vorliegende Budget stelle dies sicher. Die Aufregung über die geplante Novellierung des Universitätsgesetzes basiere auf „Lügen und einem falschen Entwurf“, dessen Hintergründe die Abgeordnete in den ÖH-Wahlen vermutete. Niemand wolle die Studienbeiträge erhöhen oder den offenen Zugang zu Universitäten und Masterstudien in Frage stellen, hielt Karl fest.

Abgeordnete Andrea KUNTZL (S) sah den Schwerpunkt der Bundesregierung für Bildung, Wissenschaft und Forschung durch das vorliegende Wissenschaftsbudget deutlich unterstrichen und machte darauf aufmerksam, dass die Universitäten in den nächsten Jahren mit mehr Mitteln rechnen können. Leitgedanke sei es, die Studienbedingungen zu verbessern und die Universitäten für eine höhere Zahl von Absolventen auszustatten. Dazu komme das Ziel, junge ForscherInnen stärker zu fördern. Bei der geplanten Novellierung des Universitätsgesetzes will Abgeordnete Kuntzl den freien Hochschulzugang erhalten, Studiengebühren nicht anheben, Verbesserungen für den Mittelbau vorsehen und eine 40 %-Frauenquote einführen. Für die Zukunft setze sie auf einen völligen Entfall der Studiengebühren, da der Aufwand der Einhebung mit dem Ertrag in keinem Verhältnis stehe. 

Abgeordnete Heidrun SILHAVY (S) unterstrich die Bedeutung der Erhaltung des offenen Hochschulzugangs, der Mitbestimmung für den Mittelbau und der 40 % Frauenquote in allen Hochschulgremien.

Abgeordneter Andreas KARLSBÖCK (F) hielt das vorliegende Wissenschaftsbudget nicht für ausreichend, um jene Ziele zu erreichen, die bei der Diskussion über den aktuellen Hochschulbericht ins Auge gefasst wurden: Verkürzung der langen Studiendauer und Erhöhung der viel zu niedrigen Abschlussquote. Zur Diskussion um die österreichische CERN-Mitgliedschaft stellte Karlsböck fest, CERN sei ein „Mutterschiff“ für viele Forschungsprojekte und wies auf die Bedeutung dieser Mitgliedschaft für die Reputation Österreichs auf internationaler Ebene hin. In einem Entschließungsantrag seiner Partei forderte der Abgeordnete ein unmissverständliches Bekenntnis zur CERN-Mitgliedschaft Österreichs ein. Angesichts der Aufregung über einen Entwurf für eine Novelle zum Universitätsgesetz, die eine Erhöhung der Studiengebühren und verstärkten politischen und wirtschaftlichen Einfluss auf die Universitäten mit sich bringen soll, beantragte der Redner ein Begutachtungsverfahren und eine umfassende parlamentarische Debatte über die geplante Novellierung.

weiterlesen im Etat der Wissenschaft auf dem Prüfstand des Nationalrats

Kategorien: Budget · Parlament · Wissenschaftssprecher
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Uni-Gesetz-Änderungsanträge: Diskussionsverweigerung im Parlament

20. April 2009 · Kommentar schreiben

Die Parlamentarische Korrespondenz bestätigt universitäre Befürchtungen bzgl. der ministerialen UG-Novelle.
Das Durchlesen der Parlamentsprotokolle vom Wissenschaftsausschuss am 16.4.2009 zeigt Hahns koalitionäre Straßenwalzen-Methode auf:

[PK, Wien...] Ein Antrag des Ausschussvorsitzenden Martin Graf (F), einen Unterausschuss zum vorliegenden Bericht sowie zu einigen Anträgen einzusetzen, um die Möglichkeit zu haben, die geplante, aber dem Parlament noch nicht vorliegende Novelle zum Universitätsgesetz eingehend zu beraten, wurde mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP mehrheitlich abgelehnt.
Ausschussvorsitzender Martin Graf (F) begründete seinen Antrag auf Einsetzung eines Unterausschusses mit dem Hinweis, dass es notwendig sei, die geplante Novelle zum Universitätsgesetz einer ausreichenden parlamentarischen Behandlung zuzuführen. In diesem Zusammenhang könnte man auch einige auf der heutigen Tagesordnung stehende Anträge mitberaten. Er wurde darin von Abgeordnetem Kurt Grünewald (G) und Abgeordnetem Rainer Widmann (B) unterstützt. Im Gegensatz dazu meinte Abgeordnete Beatrix Karl (V), man habe bereits im Vorjahr im Rahmen einer parlamentarischen Enquete umfassend über die Änderung des Universitätsgesetzes diskutiert, darüber hinaus seien zum damaligen Begutachtungsentwurf zahlreiche Stellungnahmen eingelangt. Die Diskussion unter den Beteiligten sei daher voll im Gange, weshalb ein eigener Unterausschuss aus ihrer Sicht nicht notwendig sei. Ähnlich argumentierte Abgeordnete Andrea Kuntzl (S). Sie wies auch darauf hin, dass die Verhandlungen zügig vorangehen sollten.

(mehr…)

Kategorien: Parlament
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KV: Wieviel Zeit ist noch für Einigung zwischen Gewerkschaft und Rektoren?

15. April 2009 · Kommentar schreiben

Am 21. April will der Finanzminister die Entwürfe für das Doppelbudget 2009 und 2010 im Nationalrat präsentieren und damit die offizielle Debatte beginnen lassen.
Am 6. Mai starten die parlamentarischen Ausschussberatungen dazu.
Am 27. Mai wird das Wissenschaftsbudget beschlossen .
Am 29. Mai 2009 soll laut Arbeitsplan des Nationalrats  das gesamte Budgetpaket komplett beschlossen sein.

Spätestens bis zum 5. Mai sollten sich also die Uni-KV-Verhandlungspartner (GÖD und Dachverband) geeinigt haben. Der Dachverband hat die selbe personelle Zusammensetzung wie der „Rektorenklub“ UNIKO (Anm. d. Red.).

Ob die UNIKO trotz KV-Bedenkens mancher Rektoren (siehe auch STANDARD-Interview mit UW-Rektor Winckler und im nächsten Beitrag weiter oben) nochmals einer Unterschriftenleistung  -unter welchen Bedingungen auch immer-  durch den Dachverband  zustimmen wird, muss leider dahingestellt bleiben.

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Am 11. April: Jahrestag der Parlamentarischen Enquete zur UG-Novelle

9. April 2009 · Kommentar schreiben

Link: Parlamentarische Enquete zur UG-Novellierung vom 11. 4. 2008

Was seither geschah:

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Parlament: Forschungsausschuss gegen die Krise

27. März 2009 · Kommentar schreiben

Uneinigkeit im Forschungsausschuss über FWF-Budgetierung. Befürchtungen, dass die ForscherInnen abwandern. Unsicherheit über Budgetzahlen seien ein weiteres Manko. Handlungsbedarf auch beim Uni-Dienstrecht. BM  Bures und Hahn: nennen nicht die Einzelbereiche, wo Einschnitte zu erwarten seien, aber Investitionen in Forschung seien eben jetzt wichtig.

Lesen Sie weiter in der Parlamentskorrespondenz 02/26.03.2009/Nr. 257 : Ausschusssitzungen des NR-PK

PK

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Forderungen zur Forschung. Aus der Parlamentskorrespondenz

3. Februar 2009 · Kommentar schreiben

Parlamentskorrespondenz/03/03.02.2009/Nr. 60:

… mehr Budget für den tertiären Bildungssektor …
Weiters gibt die finanzielle Ausstattung der Universitäten derzeit Anlass zur Klage. Um den universitären Aufgaben gerecht werden zu können, beantragt die FPÖ bis spätestens 2020 eine Anhebung des vorgesehenen Budgets für den tertiären Bildungssektor auf 2 Prozent des BIP sowie eine stufenweise Erhöhung der Globalbudgetierung der Universitäten. (416/A [E]) In diesem Sinne sollte auch die Finanzierung von Vorziehprofessuren, welche der Schwerpunktbildung und Profilentwicklung dienen, an österreichischen Universitäten in der Höhe von 120 Millionen Euro erfolgen, ergänzt die FPÖ in einem weiteren Antrag. (417/A [E])

… Überbrückungsmaßnahmen für ArbeitnehmerInnen an den Unis…
2002 wurde ein eigenes Dienstrechtsgesetz am Universitätssektor schlagend, welches als Provisorium bis zum Inkrafttreten des Kollektivvertrags für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Universitäten gelten sollte. Da dieser auch sieben Jahre später immer noch nicht Realität geworden ist, fordert die FPÖ die Bundesregierung auf, alle dafür nötigen Schritte zu setzen und allfällig dadurch auftretende Mehrkosten mit einem Betrag von bis zu 35 Millionen Euro zu finanzieren. (418/A [E])

(mehr…)

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BereichssprecherInnen der politischen Parteien

12. Dezember 2008 · 2 Kommentare

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SPÖ
Gesundheit: Sabine Oberhauser
Wissenschaft: Andrea Kuntzl
et al. unter: http://derstandard.at/?id=1227288352526

ÖVP
Gesundheit:
Erwin Rasinger
Wissenschaft und Forschung: Beatrix Karl
et al. unter: http://derstandard.at/?id=1227288348838

FPÖ
Gesundheit: Dagmar Belakowitsch-Jenewein
Forschung und Wissenschaft: Martin Graf
et al. unter: http://derstandard.at/?id=1227288360792

BZÖ
Gesundheit: Wolfgang Spadiut
Wissenschaft: Gernot Darmann 
et al. unter: http://derstandard.at/?id=1227288353546

Grüne
Gesundheit, Wissenschaft:
Kurt Grünewald
Wirtschaft, Forschung: Ruperta Lichtenecker
et al. unter: http://derstandard.at/?id=1227288350987

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Bundesrat segnet Abschaffung der Studiengebühren ab

9. Oktober 2008 · 1 Kommentar

  • Unter anderem wurde gestern, am 8.10.08, vom Bundesrat die Änderung des Uni-Gesetzes  zur Abschaffung der Studiengebühren und von Uni-Zugangsbeschränkungen aus dem Nationalrats-Antrag 890 bestätigt.  –Gesetzestext veröffentlicht am 20.10.2008.
  • Die formelle Zuweisung des Entschließungsantrags 891 (891A/E mit dem Uni-Kollektivvertrags-Thema) an den Wissenschaftsausschuss  ist bereits am 24. Sept. 08 vom Nationalrat beschlossen worden. Ein weiterer Tagungstermin für den Wissenschaftsausschuss mit TO-Punkt „finanzielle Besserstellung der Universitäten“ ist der Blog-Redaktion dzt. nicht bekannt.
  • Die Bundesrats-Beschlüsse im Detail: im STANDARD

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