UG2002-Novelle, Diskussionsarchiv

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Unter „Master of Desaster“…

22. November 2009 · Kommentar schreiben

schreibt Edith Meinhart im „Profil“ über Forschungsausgaben, Bologna-Prozess, Akademikermangel, inkl. Interview mit David Campbell vom Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung der Uni Klagenfurt.

(…) Sind die heimischen Unis so schlecht, wie internationale Rankings behaupten?
Das Times Higher Education Ranking schreckte die akademische Welt auf. Die ersten Plätze belegen – wenig überraschend – Harvard, Yale (beide USA) und Cambridge (GB). Die beste heimische Hochschule, die Universität Wien, war vom 85. Platz im Jahr 2007 im Jahr darauf auf den 115. zurückgefallen; die Technische Universität rutschte um 78 Plätze auf den 244. Rang ab. Unter den 200 besten der Welt sticht die Uni Wien mit dem schlechtesten Betreuungsverhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden hervor (www.topuniversities.com). Kritiker stört an derartigen Rankings, dass die Reputation der Unis einfließt. Campbell vergleicht deshalb lieber die Zahl der wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Zitierungen. Die maßgeblichen Datenbanken – der Science Citation Index (SCI), der Social Science Citation Index (SSCI) und der Arts & Huma­nities Citation Index (A & HC) – stehen in Amerika. Fazit: In der Liste „Artikel pro hun­derttausend Einwohner“ rangiert Österreich gleichauf mit den USA und über dem EU-Schnitt. Nicht ganz so gut sieht es bei den Zitierungen aus. „Die bibliometrische Forschung zeigt, dass die heimische Forschung besser ist als ihr Ruf, aber – siehe Zitierungen – im Spitzenfeld Nachholbedarf hat“, resümiert Campbell. (…)

LINK zum „online-profil“

Kategorien: Presse
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„Wer ernsthaft studiert, soll eine qualitativ hochwertige Ausbildung erhalten“…

21. November 2009 · Kommentar schreiben

…fordert die „Österreichische Bauernzeitung“ und nimmt Stellung zu den folgenden brennenden Uni-Themen:

Nein zu chaotischen Kundgebungen
Lehrveranstaltungen in Kinosälen
Studiengebühren mit sozialer Abfederung
Mehr Geld
Boku sucht neuen Rektor

„Alle Studenten werden in einen Topf geworfen“, ärgert sich etwa Alexander Köllner, Vertrauensobmann in der Akademikergruppe des NÖ Bauernbundes an der Wiener Universität für Bodenkultur (ABO), über den so entstandenen Eindruck, es würde nur noch protestiert und nicht studiert.

LINK zum Artikel der „Österreichischen Bauernzeitung“

Kategorien: Presse · Proteste Studierender
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Dialog: UW-Rektor, Senat, Uni-Rat, ÖH, Audimax-Plenum-VertreterInnen, Betriebsräte, Lehrende im Gebäude des Juridicum

20. November 2009 · Kommentar schreiben

„Die Presse“ berichtet: Studenten kritisierten Struktur des Treffens, der Rektor die Uni-Politik. Der runde Tisch blieb ergebnislos.

Wien (chs). Die Erwartungen an das Treffen zwischen den führenden Vertretern der Uni Wien, den Audimax-Besetzern und der ÖH waren gering. Und das zu Recht. Zu einer Annäherung kam es im zweieinhalbstündigen Gespräch nicht. Nur selten verschmolzen die Monologe der rund 30 Teilnehmer zum echten Dialog. Das lag nicht zuletzt an der wenig konstruktiven Einstellung, mit der die Vertreter der Audimax-Besetzer ins von Sicherheitskräften bewachte Juridicum kamen. Sie stellten gleich zu Beginn klar, dass sie „nicht hier sind, um Gespräche zu führen“, sondern nur, um ihre Positionen zu verkünden. Bei ihren wenigen Redebeiträgen beschränkten sie sich darauf, die Struktur des „viel zu kurzen“, exklusiven Treffens und den Rektor, der sich trotz Einladung nicht ins Audimax traue, zu kritisieren. Ihre Besetzung sei ein „Rundumschlag“ gegen Politik und Gesellschaft. [...] 19.11.2009 | 18:32 |  (Die Presse) http://diepresse.com Bildung Hochschule

Machen Sie sich doch selbst ein Bild: LINK zum Webstream „Dialogforum by UNIVIE“

Kategorien: Budget · Presse · Proteste Studierender
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Über Proteste der Studierenden: Alexandra Föderl-Schmid

18. November 2009 · Kommentar schreiben

Die Chefredakteurin des Standard, A. Föderl-Schmid, fordert Verständnis der Nation für einen notwendigen Protest. Deutsche Politiker hätten verstanden, warum die Studenten Hörsäle besetzen – Print-Ausgabe vom 18.11.2009.

In Österreich: Schweigen der Regierungsspitze zu dem Thema, obwohl Regierungssitzung am Dienstag war. Vizekanzler Josef Pröll, der gleichzeitig Finanzminister ist, hat die Protestierenden bisher nur attackiert und in einem Interview mit einer Boulevardzeitung beklagt, dass diese „die Politik, das Land und die Steuerzahler in Geiselhaft nehmen“. Seine Einschätzung, er halte nichts von „Aktionismus und Blockade“ wird auch von einem Teil der Medien in diesem Lande geteilt. Wissenschaftsminister Johannes Hahn bot zumindest 34 Millionen Euro an, was angesichts des jährlichen Unibudgets von 2,5 Milliarden Euro mickrig ist.
Zum Vergleich, was in den vergangenen Monaten möglich war: Die Konjunkturpakete machen mehr als eine Milliarde Euro aus, für die heimischen Banken wurden hundert Milliarden in die Hand genommen. Wer die Stellungnahmen der beiden ÖVP-Politiker und jene der zwei CDU-Politikerinnen vergleicht, die immerhin einer parteipolitischen Familie angehören, stellt nicht nur einen Unterschied in der Wortwahl fest. Die Studenten und ihre Anliegen werden in Deutschland ernst genommen, auch von Sozialdemokraten. Die jetzt in der Opposition befindliche SPD beschloss bei ihrem Parteitag eine Resolution zu den Studentenprotesten, in Österreich versucht Bundeskanzler Werner Faymann seit Wochen eine Position zu finden, die zwischen Verständnis für die Studenten und keinen oder doch ein bisschen Zugangsbeschränkungen an Unis schwankt. [...]

LINK zur OTS-Presseaussendung Föderl-Schmids

Kategorien: Presse · Proteste Studierender · ots-Meldungen
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Audimaxismus ermüdet…

13. November 2009 · 1 Kommentar

NZZ online..behauptet die Neue Zürcher Zeitung:

(…) Audimaxismus zeigt Ermüdungserscheinungen. Doch das ändert nichts daran, dass die Anliegen der Studierenden berechtigt sind. Die Situation ist prekär, und das schon seit Jahrzehnten. Wer hier je eine überfüllte Vorlesung erlebt hat und sich die Nöte der Studierenden im täglichen Überlebenskampf schildern liess, kann den Unmut nur allzu gut nachvollziehen. Doch bei der studentischen Forderung nach «freiem Zugang» zu den Universitäten beginnen die Widersprüche. (…) LINK zur Neuen Zürcher Zeitung.

Kategorien: Presse · Proteste Studierender
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Den 21. Tag in Folge…

11. November 2009 · Kommentar schreiben

Den 21. Tag in Folge ist das Audimax der Uni Wien nun besetzt. Die Proteste halten auch in anderen Universitäten in Österreich und Deutschland an.

Am Donnerstag wird sich erstmals auch das Parlament mit den Studierendenprotesten beschäftigen. Die Grünen haben zu einer Sondersitzung geladen.

Ebenfalls am Donnerstag findet eine Demonstration gemeinsam mit der Metall- und Drucker-Gewerkschaft in Wien statt. [...]

LINK: seb, derStandard.at, 11.11.2009

Kategorien: Presse · Proteste Studierender
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Weg frei für Gehrer Zwei ?

9. November 2009 · Kommentar schreiben

Via Standard berichtet die APA:

Beatrix Karl, ÖAAB-Generalsekretärin und ÖVP-Wissenschaftssprecherin, will nicht Nachfolgerin von Johannes Hahn im Wissenschaftsministerium werden. [...]
Bereits abgesagt haben die Rektoren Christoph Badelt (Wirtschaftsuniversität Wien) und Georg Winckler (Universität Wien). Aus Tirol erhielt die ÖVP von Forschungs- und Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg sowie von Kultur- und Bildungslandesrätin Beate Palfrader einen Korb. [...]

LINK zu anderen Namensnennungen: DerStandard

Kategorien: Presse
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„Besetzt doch endlich alle Universitäten!“

1. November 2009 · Kommentar schreiben

…lautet die Überschrift des interessant mehrdeutigen Leitartikels von Rainer Nowak auf der Titelseite der heutigen „Presse am Sonntag“ (1.11.2009) zur Audimax-Besetzung.

„…hat die Besetzung des Auditorium maximum mehr mit Wissenschaft zu tun als die Kabarettprogramme und Osterinsel-Vorträge, die dort sonst abends veranstaltet werden…“

Von Nowaks Nebenbei-Erwähnung, der Rektor könne, wenn er wolle…

„…einfach das WLAN abdrehen. Von Heizung und Strom nicht zu reden“,

scheint dieser zum Vorteil aller Beteiligten nichts zu halten.

LINK:  Die Forderungen der Studierenden, aktualisiert

Kategorien: Presse · Proteste Studierender
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UNIVERSITÄTSKLINIKEN: Arbeitskonflikt droht !

27. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Bei der letzten Tagung der Betriebsräte des wissenschaftlichen Personals der Med-Unis Wien, Innsbruck und Graz wurde die APA folgendermaßen von der drohenden Verschlechterung der Patientenversorgung informiert:

Betriebsvereinbarung über Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste läuft aus.

Innsbruck/Graz/Wien (APA) – Die Betriebsräte der Medizinischen Universitäten in Österreich (Wien, Graz, Innsbruck) warnen jetzt vor einer drohenden Verschlechterung in der Patientenversorgung. Weil eine seit 2002 geltende Betriebsvereinbarung über Nacht- und Wochenenddienste ausläuft und es bisher noch kaum Verhandlungen über eine neue gab, könnten schon ab 1. Jänner 2010 die Dienste der Ärzte „illegal“ werden. „Wir fordern die Universitäten dringend zu Verhandlungen auf“, erklärte Martin Tiefenthaler (Innsbruck) für die Betriebsräte des wissenschaftlichen Personals der MedUnis.
 
   „Ohne geltende Betriebsvereinbarung dürfen Ärztinnen und Ärzte, die dem Uni-Kollektivvertrag unterliegen, nur werktags zwischen 7.00 und 20.00 Uhr am Krankenbett arbeiten. Das ist die Voraussetzung dafür, dass wir mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten dürfen. Dabei beträgt unsere Arbeitszeit sowieso schon im Durchschnitt 60 Stunden pro Woche“, sagte der Sprecher der MedUni-Betriebsräte.
 
   Nacht- und Wochenenddienste sind bisher durch eine Betriebsvereinbarung geregelt, die auch die geltenden Arbeitszeithöchstgrenzen berücksichtigt. Tiefenthaler: „Wir weisen die Rektorate seit zwei Jahren darauf hin, dass die mit 31.12.2009 automatisch ablaufende Vereinbarung neu abzuschließen ist. Kommt es zu keinem fristgerechten Abschluss, dürfen Uni-Ärztinnen und Ärzte laut Gesetz ab dem 1.1.2010 keine Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste leisten. Bereits der Dienst am Neujahrstag wäre ungesetzlich. Wir haben sogar einen gemeinsamen Vorschlag der MedUnis vorgelegt, der bloß die Weiterschreibung der bisherigen Regelung bedeuten würde. Aber es gibt bisher keine neue Regelung.“
 
   Laut dem Innsbrucker Nephrologen wollten die Rektorate der drei MedUnis offenbar jeweils eigene Regelungen aushandeln. In Wien gebe es Tendenzen, die alte Regelung durch teilweise Schichtdienste auszuhebeln, was einer Schlechterstellung des Personals gleichkomme. Die Angelegenheit hat einen gewissen Zeitdruck in sich: Für den Jahreswechsel müssen auch noch fristgerecht die Dienstpläne für die Universitätskliniken erstellt werden.“
(Schluss) ww/mk
 
APA0099    2009-10-27/09:55

Kategorien: Kollektivvertrag · Presse · Stellungnahme
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Nachtdienste an den Uni-Kliniken vor dem Aus?

24. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Betriebsräte der Medizinischen Universitäten warnen vor drohender Verschlechterung in der Patientenversorgung

Mit dem 31.12.2009 laufen in Wien, Innsbruck und Graz die bisher geltenden Betriebsvereinbarungen für Nacht- und Wochenenddienste an Universitätskliniken aus. Ohne geltende Betriebsvereinbarung dürfen Ärztinnen und Ärzte, die dem Uni-Kollektivvertrag unterliegen, nur werktags zwischen 7.00 und 20.00 Uhr am Krankenbett arbeiten. Nacht- und Wochenenddienste sind bisher durch eine Betriebsvereinbarung geregelt, die auch die Arbeitszeithöchstgrenzen berücksichtigt. Die Betriebsräte weisen die Rektorate seit 2 Jahren darauf hin, dass die mit 31.12.2009 automatisch ablaufende Vereinbarung neu abzuschließen ist. Kommt es zu keinem fristgerechten Abschluss, dürfen Uni-Ärztinnen und Ärzte laut Gesetz ab dem 1.1.2010 keine Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste leisten. Bereits der Dienst am Neujahrstag wäre ungesetzlich.

Die Betriebsräte der Medizinischen Universitäten fordern die Rektoren auf, endlich konstruktiv zu verhandeln um eine fristgerechte Dienstplanerstellung für eine kontinuierliche Patientenversorgung an den Uni-Kliniken auch nach der Silvesternacht sicherzustellen.

Prof. Dr. Regina Gatternig, Prof. Dr. Thomas Szekeres und Prof. Dr. Martin Tiefenthaler,

für die Betriebsräte des wissenschaftlichen Personals der
Medizinischen Universitäten Graz, Wien und Innsbruck

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Kategorien: Betriebsrat · Kollektivvertrag · Presse
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„Die Presse“ im Leitartikel über „Hahns Mantra“

19. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Wien (OTS) – Der Wissenschaftsminister kämpft gegen den Ansturm deutscher Studenten. Große Visionen für die Unis fehlen.

Jetzt möge kommen, was wolle. Der Wissenschaftsminister scheint – es muss vor drei Wochen gewesen sein – seine    Wunderwaffe gegen alle Nöte im heimischen Uni-System gefunden zu haben. Als die Hochschulen bei einem internationalen Ranking abstürzten, hatte Johannes Hahn (ÖVP) sogleich die Lösung parat, die da lautet: Zugangsbeschränkungen schaffen und die Studiengebühren wieder einführen. [...]
Ein „Notfallparagraf“ im Uni-Gesetz soll das ermöglichen – eigens geschaffen, um bei großem Andrang deutscher Numerus-Clausus-Flüchtlinge die „Notbremse“ zu ziehen. [...]
Mit der Rhetorik von der Notbremse will er vertuschen, dass seine Partei – die seit Jahren die Hochschulagenden in der Regierung überhat – die Unis in puncto Studienplätze und Lehre zu wenig auf den offenen europäischen Hochschulraum vorbereitet hat.[...]

LINK zum kompletten OTS-Aviso der „Presse“
„Die Presse“ mit Leitartikel von Christoph Schwarz, Printausgabe vom 19.10.09, S.27

Kategorien: Presse · ots-Meldungen
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Weitere Sammlung von „Pro und Kontra“ in Sachen Studien-Zugangsbeschränkung

16. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Kategorien: Chancengleichheit · Presse
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ÖH und GRÜNE zur Uni-Politik

15. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

ÖH: Mehr Geld für Universitäten gefordert. Richtige Reaktion auf viele Studierende ist gefragt.
   „Die finanzielle Notsituation der Universitäten ist weder mit Zugangsbeschränkungen noch mit Studiengebühren zu lösen“, meint Wallerberger. Maurer und Wallerberger betonen, dass viele Studierende „kein Problem, sondern eine erfreuliche Herausforderung“ sind, auf die man richtig reagieren müsse. Der Zuwachs von Studierenden zeige, „dass Gebühren die Menschen davon abhalten, an die Hochschulen zu kommen.“
LINK zur Presseaussendung der Hochschülerschaft.

Grüne: Ausgleichszahlungen auf europäischer Ebene haben Relevanz.
   Alle soliden Analysen diagnostizieren unterfinanzierte österreichische Universitäten, zu niedrige Übertrittsquoten in den tertiären Bildungssektor und einen unterdurchschnittlichen Prozentsatz an Studierenden.
   Anstieg der Studierendenzahlen muss mit einer Verbesserung der Ressourcen verbunden sein. 
   Im Zusammenhang damit, dass sich Forschungspolitik und Bildung nicht nur in Alpbach sondern in der Realität der Universitäten beweisen müssen, erinnert Grünewald an die Aufforderungen Buseks zum Streik (siehe Beitrag vom 15. Jan. 2009, und auch:  Standard-Interview).
LINK: Grünewald befürchtet ein endloses Warten auf Änderungen der universitären Rahmenbedingungen.

Kategorien: Budget · Presse · Stellungnahme · Wissenschaftssprecher
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Missverständnisse bei Leistungsvereinbarungen?

12. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Leistungsvereinbarungen der Rektoren mit dem Minister laufen bereits.
Was aber hat die Rektoren dazu bewogen, den Minister bereits vor den entscheidenden Runden medial anzugreifen?

LINK: Darüber berichtet „Die Presse“

Kategorien: Budget · Presse
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ORF-Pressestunde mit Minister Hahn

11. Oktober 2009 · 1 Kommentar

Hahn--Pressestunde ORF2   Zum Thema „Times Higher Education University-Ranking“ sagte Hahn, es gäbe viele Faktoren für das schlechte Abschneiden österreichischer Universitäten. Die wissenschaftliche Beurteilung wäre gut, aber die sozialwissensschaftlichen Richtungen, damit auch die UW, hätten den Nachteil, einen hohen Anteil auf Deutsch zu publizieren und kämen so in der Bewertung nicht zum Zug. Das Betreuungsverhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden wäre nicht ideal. Die Lektoren fielen aus der Bewertung heraus und viertens wäre der praktisch unbeschränkte Zugang der Studierenden (mit einer Zunahme um mehr als 20%) nicht zu verkraften. All das schlüge sich in der Bewertung nieder.
   Ohne Studienbeiträge gäbe es 40% inaktiver Studierender, mit Beiträgen nur 15%. Das Konzept sei die Wiedereinführung der Studiengebühren, wie die OECD dies sage. Und die Zugangsmodalitäten zu regeln (z.B. im Zusammenhang mit der ärztlichen Versorgung der österreichen Bevölkerung nach der Heimkehr in Österreich ausgebildeter deutscher MedizinerInnen und im Zusammenhang mit Studienplätzen von Österreichern in  Masterlehrgängen, die in englischer Sprache angeboten würden).

   Die Züricher Uni, ETH, hätte traditionell eine sehr hohe finanzielle Ausstattung, deshalb sei sie im Ranking so hoch angesiedelt. Österreich gäbe jetzt mehr für die Unis aus:
- um 1,6 Milliarden € für die nächsten 3 Jahre, das ist um 17% mehr als zuletzt, plus Studiengebührenersatz.
- Im Forschungsfinanzierungsgesetz verpflichte sich Österreich gesetzlich in den nächsten 10 Jahren zur Forschungsförderung.

   Zu Hahns früherem Ausspruch, „mit Humboldt müsse man brechen und ihn neu definieren“. Zu Humboldts Zeiten hätte es 5000 männliche Studenten gegeben. Heute hätten wir die Massenuniversität und weitere geänderte Rahmenbedingungen. Genüge getan werden müsse der universitären beruflichen Ausbildungsqualifikation (z.B. nur 5% der Juristen blieben an den Unis als Wissenschaftler) und daneben der Forschung, Wissenschaft und Bildung. (…) Dazu diene auch die Bologna-Architektur der Studien. Die allgemeine Akzeptanz des Bachelors für die Berufsausbildung sei noch zu gering.

   Zu den Exzellenz-Programmen an den Europäischen Universitäten meinte Hahn, es werde auch in Österreich dazu etwas getan. Der FWF hätte um 25% mehr Budget und davon gingen 80% wieder an die Unis, die sich darum allerdings kompetitiv bewerben müssten.

bitte hier weiterlesen

Kategorien: Budget · FWF · Presse
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Reaktionen auf den Absturz der Unis

9. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Christoph Schwarz schreibt in der „Presse“

Rektoren: „Politik muss handeln“

   [...] Kritik an der Regierungspolitik übt auch Rektorenchef Christoph Badelt: „Die Unis sollen, je nachdem, was gerade aktuell ist, Spitzenforschung und Spitzenausbildung leisten. Und das ohne Studienplatzfinanzierung bei enormer Lehrbelastung und eklatanter Unterfinanzierung.“ Der Weg an die Spitze kann zudem nur über sogenannte Exzellenzprogramme führen, wie es sie neuerdings auch in Deutschland gibt. Die Zahlen sprechen für sich: So konnte die FU Berlin im Ranking 43 Plätze gutmachen und (wie auch die Uni Freiburg und die Uni Basel) die Wiener überholen.
   Das Konzept für ein Exzellenzprogramm liegt übrigens bei Österreichs Wissenschaftsfonds FWF fertig in der Schublade – ist jedoch wegen der Krise den Sparplänen von Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) zum Opfer gefallen.

   Hahn selbst reagiert auf das Ergebnis mit der Erneuerung seiner Forderung, die Studiengebühren wieder einzuführen: „Alle topgereihten Unis haben Studiengebühren und Auswahlverfahren.“

   Für Experten aus dem Bildungsbereich ist das freilich „nur ein Teil der Wahrheit“.

LINK zum Artikel in der „Presse“

Kategorien: Budget · Presse
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Wer kann sich auf das Abenteuer Wissenschaft noch einlassen?

7. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Der ORF berichtet unter „Highlights“ über „Aufruhr an Österreichs Universitäten“ von Margarethe Engelhardt-Krajanek. Können UniversitätenORF 1 unter marktwirtschaftlich geführten Organisationsstrukturen auch ihren Kerngeschäften Forschung und Bildung gerecht werden?
LINK: Hörtipp, Journal Panorama; mp3

   Die Novellierung des Universitätsgesetzes 2002 sollte die Arbeitsbedingungen des wissenschaftlichen Personals an Österreichs Universitäten verbessern. Für die Drittmittelangestellten ist dies gelungen, indem die Kettenvertragsregelung erst nach zehn beziehungsweise 12 Jahren in Kraft tritt. Ob dieser Passus auch auf die Lektoren und Lektorinnen angewandt wird, liegt im Ermessensspielraum der jeweiligen Institutsleiter und Rektoren. [...]
   Die Einführung des lang erwarteten Kollektivvertrags hingegen verschärft die finanzielle Situation und vergrößert den personalen Notstand an den Universitäten. Denn um die Mehrkosten zu finanzieren, muss Personal reduziert werden. Damit stellt sich die Frage nach der Qualität der Studien. Ob eine Forschungs- und Bildungsinstitution wie die Universität unter marktwirtschaftlich geführten Organisationsstrukturen auch ihren Kerngeschäften Forschung und Bildung gerecht wird, das bleibt offen.

Hier ist der gesamte Artikel von Margarethe Engelhardt-Krajanek zu lesen

Kategorien: Kollektivvertrag · Mittelbau · Presse
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Zugangsbedingungen für Doktoratsstudien

25. September 2009 · Kommentar schreiben

…gibt es Hochschulen, die bereits die ebenfalls im UG fixierten Möglichkeiten für qualitative ZugangsbediWirtschafts-Uningungen für Master- und Doktoratstudien nutzen: An der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien wurden in den Masterstudien Wirtschaftsrecht, Wirtschaftspädagogik, Finanzwirtschaft und Volkswirtschaft fachspezifische Voraussetzungen definiert, die die Studenten erstmals erfüllen müssen. Zudem wurden für diese Studien Eingangsphasen gestaltet, die auch der Orientierung dienen sollen. „Wir hoffen dabei auch auf eine Selbstselektion der Studenten“, sagte Senatsvorsitzende Edeltraud Hanappi-Egger. Noch nicht so weit ist man an der Uni Wien. Dort beginnen in diesem Studienjahr erst einmal die Diskussionen um die Eingangsphase auf Bachelor-Niveau, die Zugangsbedingungen auf Master-Level seien ein Folgethema und würden frühestens im kommenden Studienjahr wirksam, sagte eine Sprecherin der Uni Wien…

LINK: Gesamter Artikel im „Standard“

Kategorien: Presse
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Wer wird EU-Technologie-Kommissar? Und wer ersetzt ihn als Österreichische Wissenschaftsministerin?

23. September 2009 · 1 Kommentar

Christine Marek„Die Presse“ vermutet in ihrer heutigen Ausgabe (23.9.09) auf Seite 11, dass Johannes Hahn nach Brüssel geht  und Christine Marek ihn in der Wiener ÖVP-Zentrale ersetzen wird. Die Wiener Partei favorisiert angeblich Nationalratsabgeordnete Katharina Cortolezis-Schlager als Wissenschaftsministerin.

Cortolezis-Schlager

Kategorien: Presse
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UGÖD: „Exzellenz-Institut Gugging reiner Männerverein“

16. September 2009 · Kommentar schreiben

Das Exzellenz-Institut in Gugging ist – obwohl enorme Finanzmittel für dieses Elite-Institut und angedachte Vorzeigeprojekt aufgewendet werden – von jeglicher Verpflichtung zur Frauenförderung, wie sie sonst an den österreichischen Universitäten verankert ist, ausgenommen. Link: Zu dieser OTS-Presseaussendung der Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD

Link: Zur Homepage der U-GÖD

Link: Zum IST Austria (Institute of Science and Technology Austria)

Kategorien: Chancengleichheit · Presse
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