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Den 21. Tag in Folge ist das Audimax der Uni Wien nun besetzt. Die Proteste halten auch in anderen Universitäten in Österreich und Deutschland an.
Am Donnerstag wird sich erstmals auch das Parlament mit den Studierendenprotesten beschäftigen. Die Grünen haben zu einer Sondersitzung geladen.
Ebenfalls am Donnerstag findet eine Demonstration gemeinsam mit der Metall- und Drucker-Gewerkschaft in Wien statt. [...]
LINK: seb, derStandard.at, 11.11.2009
Kategorien: Presse · Proteste Studierender
Mit Tag(s) versehen: Audimax Besetzung
Via Standard berichtet die APA:
Beatrix Karl, ÖAAB-Generalsekretärin und ÖVP-Wissenschaftssprecherin, will nicht Nachfolgerin von Johannes Hahn im Wissenschaftsministerium werden. [...]
Bereits abgesagt haben die Rektoren Christoph Badelt (Wirtschaftsuniversität Wien) und Georg Winckler (Universität Wien). Aus Tirol erhielt die ÖVP von Forschungs- und Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg sowie von Kultur- und Bildungslandesrätin Beate Palfrader einen Korb. [...]
LINK zu anderen Namensnennungen: DerStandard
Kategorien: Presse
Mit Tag(s) versehen: Wissenschaftsministerin
…lautet die Überschrift des interessant mehrdeutigen Leitartikels von Rainer Nowak auf der Titelseite der heutigen „Presse am Sonntag“ (1.11.2009) zur Audimax-Besetzung.
„…hat die Besetzung des Auditorium maximum mehr mit Wissenschaft zu tun als die Kabarettprogramme und Osterinsel-Vorträge, die dort sonst abends veranstaltet werden…“
Von Nowaks Nebenbei-Erwähnung, der Rektor könne, wenn er wolle…
„…einfach das WLAN abdrehen. Von Heizung und Strom nicht zu reden“,
scheint dieser zum Vorteil aller Beteiligten nichts zu halten.
LINK: Die Forderungen der Studierenden, aktualisiert
Kategorien: Presse · Proteste Studierender
Mit Tag(s) versehen: Audimax Besetzung, Proteste Studierender, UNI-Politik
Bei der letzten Tagung der Betriebsräte des wissenschaftlichen Personals der Med-Unis Wien, Innsbruck und Graz wurde die APA folgendermaßen von der drohenden Verschlechterung der Patientenversorgung informiert:
Betriebsvereinbarung über Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste läuft aus.
Innsbruck/Graz/Wien (APA) – Die Betriebsräte der Medizinischen Universitäten in Österreich (Wien, Graz, Innsbruck) warnen jetzt vor einer drohenden Verschlechterung in der Patientenversorgung. Weil eine seit 2002 geltende Betriebsvereinbarung über Nacht- und Wochenenddienste ausläuft und es bisher noch kaum Verhandlungen über eine neue gab, könnten schon ab 1. Jänner 2010 die Dienste der Ärzte „illegal“ werden. „Wir fordern die Universitäten dringend zu Verhandlungen auf“, erklärte Martin Tiefenthaler (Innsbruck) für die Betriebsräte des wissenschaftlichen Personals der MedUnis.
„Ohne geltende Betriebsvereinbarung dürfen Ärztinnen und Ärzte, die dem Uni-Kollektivvertrag unterliegen, nur werktags zwischen 7.00 und 20.00 Uhr am Krankenbett arbeiten. Das ist die Voraussetzung dafür, dass wir mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten dürfen. Dabei beträgt unsere Arbeitszeit sowieso schon im Durchschnitt 60 Stunden pro Woche“, sagte der Sprecher der MedUni-Betriebsräte.
Nacht- und Wochenenddienste sind bisher durch eine Betriebsvereinbarung geregelt, die auch die geltenden Arbeitszeithöchstgrenzen berücksichtigt. Tiefenthaler: „Wir weisen die Rektorate seit zwei Jahren darauf hin, dass die mit 31.12.2009 automatisch ablaufende Vereinbarung neu abzuschließen ist. Kommt es zu keinem fristgerechten Abschluss, dürfen Uni-Ärztinnen und Ärzte laut Gesetz ab dem 1.1.2010 keine Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste leisten. Bereits der Dienst am Neujahrstag wäre ungesetzlich. Wir haben sogar einen gemeinsamen Vorschlag der MedUnis vorgelegt, der bloß die Weiterschreibung der bisherigen Regelung bedeuten würde. Aber es gibt bisher keine neue Regelung.“
Laut dem Innsbrucker Nephrologen wollten die Rektorate der drei MedUnis offenbar jeweils eigene Regelungen aushandeln. In Wien gebe es Tendenzen, die alte Regelung durch teilweise Schichtdienste auszuhebeln, was einer Schlechterstellung des Personals gleichkomme. Die Angelegenheit hat einen gewissen Zeitdruck in sich: Für den Jahreswechsel müssen auch noch fristgerecht die Dienstpläne für die Universitätskliniken erstellt werden.“
(Schluss) ww/mk
APA0099 2009-10-27/09:55
Kategorien: Kollektivvertrag · Presse · Stellungnahme
Mit Tag(s) versehen: Arbeitszeitgesetz, Journaldienste, Uni-Kollektivvertrag
Betriebsräte der Medizinischen Universitäten warnen vor drohender Verschlechterung in der Patientenversorgung
Mit dem 31.12.2009 laufen in Wien, Innsbruck und Graz die bisher geltenden Betriebsvereinbarungen für Nacht- und Wochenenddienste an Universitätskliniken aus. Ohne geltende Betriebsvereinbarung dürfen Ärztinnen und Ärzte, die dem Uni-Kollektivvertrag unterliegen, nur werktags zwischen 7.00 und 20.00 Uhr am Krankenbett arbeiten. Nacht- und Wochenenddienste sind bisher durch eine Betriebsvereinbarung geregelt, die auch die Arbeitszeithöchstgrenzen berücksichtigt. Die Betriebsräte weisen die Rektorate seit 2 Jahren darauf hin, dass die mit 31.12.2009 automatisch ablaufende Vereinbarung neu abzuschließen ist. Kommt es zu keinem fristgerechten Abschluss, dürfen Uni-Ärztinnen und Ärzte laut Gesetz ab dem 1.1.2010 keine Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste leisten. Bereits der Dienst am Neujahrstag wäre ungesetzlich.
Die Betriebsräte der Medizinischen Universitäten fordern die Rektoren auf, endlich konstruktiv zu verhandeln um eine fristgerechte Dienstplanerstellung für eine kontinuierliche Patientenversorgung an den Uni-Kliniken auch nach der Silvesternacht sicherzustellen.
Prof. Dr. Regina Gatternig, Prof. Dr. Thomas Szekeres und Prof. Dr. Martin Tiefenthaler,
für die Betriebsräte des wissenschaftlichen Personals der
Medizinischen Universitäten Graz, Wien und Innsbruck



Kategorien: Betriebsrat · Kollektivvertrag · Presse
Mit Tag(s) versehen: Arbeitszeitgesetz, Rektoren, Uni-Kollektivvertrag
Wien (OTS) – Der Wissenschaftsminister kämpft gegen den Ansturm deutscher Studenten. Große Visionen für die Unis fehlen.
Jetzt möge kommen, was wolle. Der Wissenschaftsminister scheint – es muss vor drei Wochen gewesen sein – seine Wunderwaffe gegen alle Nöte im heimischen Uni-System gefunden zu haben. Als die Hochschulen bei einem internationalen Ranking abstürzten, hatte Johannes Hahn (ÖVP) sogleich die Lösung parat, die da lautet: Zugangsbeschränkungen schaffen und die Studiengebühren wieder einführen. [...]
Ein „Notfallparagraf“ im Uni-Gesetz soll das ermöglichen – eigens geschaffen, um bei großem Andrang deutscher Numerus-Clausus-Flüchtlinge die „Notbremse“ zu ziehen. [...]
Mit der Rhetorik von der Notbremse will er vertuschen, dass seine Partei – die seit Jahren die Hochschulagenden in der Regierung überhat – die Unis in puncto Studienplätze und Lehre zu wenig auf den offenen europäischen Hochschulraum vorbereitet hat.[...]
LINK zum kompletten OTS-Aviso der „Presse“
„Die Presse“ mit Leitartikel von Christoph Schwarz, Printausgabe vom 19.10.09, S.27
Kategorien: Presse · ots-Meldungen
Mit Tag(s) versehen: Wissenschaftsminister, "Die Presse"
ÖH: Mehr Geld für Universitäten gefordert. Richtige Reaktion auf viele Studierende ist gefragt.
„Die finanzielle Notsituation der Universitäten ist weder mit Zugangsbeschränkungen noch mit Studiengebühren zu lösen“, meint Wallerberger. Maurer und Wallerberger betonen, dass viele Studierende „kein Problem, sondern eine erfreuliche Herausforderung“ sind, auf die man richtig reagieren müsse. Der Zuwachs von Studierenden zeige, „dass Gebühren die Menschen davon abhalten, an die Hochschulen zu kommen.“
LINK zur Presseaussendung der Hochschülerschaft.
Grüne: Ausgleichszahlungen auf europäischer Ebene haben Relevanz.
Alle soliden Analysen diagnostizieren unterfinanzierte österreichische Universitäten, zu niedrige Übertrittsquoten in den tertiären Bildungssektor und einen unterdurchschnittlichen Prozentsatz an Studierenden.
Anstieg der Studierendenzahlen muss mit einer Verbesserung der Ressourcen verbunden sein.
Im Zusammenhang damit, dass sich Forschungspolitik und Bildung nicht nur in Alpbach sondern in der Realität der Universitäten beweisen müssen, erinnert Grünewald an die Aufforderungen Buseks zum Streik (siehe Beitrag vom 15. Jan. 2009, und auch: Standard-Interview).
LINK: Grünewald befürchtet ein endloses Warten auf Änderungen der universitären Rahmenbedingungen.
Kategorien: Budget · Presse · Stellungnahme · Wissenschaftssprecher
Mit Tag(s) versehen: ÖH, Busek, Kurt Grünewald, Streik, Studienzugang Beschränkung
Leistungsvereinbarungen der Rektoren mit dem Minister laufen bereits.
Was aber hat die Rektoren dazu bewogen, den Minister bereits vor den entscheidenden Runden medial anzugreifen?
LINK: Darüber berichtet „Die Presse“
Kategorien: Budget · Presse
Mit Tag(s) versehen: Rektoren, Uni-Leistungsvereinbarung
Zum Thema „Times Higher Education University-Ranking“ sagte Hahn, es gäbe viele Faktoren für das schlechte Abschneiden österreichischer Universitäten. Die wissenschaftliche Beurteilung wäre gut, aber die sozialwissensschaftlichen Richtungen, damit auch die UW, hätten den Nachteil, einen hohen Anteil auf Deutsch zu publizieren und kämen so in der Bewertung nicht zum Zug. Das Betreuungsverhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden wäre nicht ideal. Die Lektoren fielen aus der Bewertung heraus und viertens wäre der praktisch unbeschränkte Zugang der Studierenden (mit einer Zunahme um mehr als 20%) nicht zu verkraften. All das schlüge sich in der Bewertung nieder.
Ohne Studienbeiträge gäbe es 40% inaktiver Studierender, mit Beiträgen nur 15%. Das Konzept sei die Wiedereinführung der Studiengebühren, wie die OECD dies sage. Und die Zugangsmodalitäten zu regeln (z.B. im Zusammenhang mit der ärztlichen Versorgung der österreichen Bevölkerung nach der Heimkehr in Österreich ausgebildeter deutscher MedizinerInnen und im Zusammenhang mit Studienplätzen von Österreichern in Masterlehrgängen, die in englischer Sprache angeboten würden).
Die Züricher Uni, ETH, hätte traditionell eine sehr hohe finanzielle Ausstattung, deshalb sei sie im Ranking so hoch angesiedelt. Österreich gäbe jetzt mehr für die Unis aus:
- um 1,6 Milliarden € für die nächsten 3 Jahre, das ist um 17% mehr als zuletzt, plus Studiengebührenersatz.
- Im Forschungsfinanzierungsgesetz verpflichte sich Österreich gesetzlich in den nächsten 10 Jahren zur Forschungsförderung.
Zu Hahns früherem Ausspruch, „mit Humboldt müsse man brechen und ihn neu definieren“. Zu Humboldts Zeiten hätte es 5000 männliche Studenten gegeben. Heute hätten wir die Massenuniversität und weitere geänderte Rahmenbedingungen. Genüge getan werden müsse der universitären beruflichen Ausbildungsqualifikation (z.B. nur 5% der Juristen blieben an den Unis als Wissenschaftler) und daneben der Forschung, Wissenschaft und Bildung. (…) Dazu diene auch die Bologna-Architektur der Studien. Die allgemeine Akzeptanz des Bachelors für die Berufsausbildung sei noch zu gering.
Zu den Exzellenz-Programmen an den Europäischen Universitäten meinte Hahn, es werde auch in Österreich dazu etwas getan. Der FWF hätte um 25% mehr Budget und davon gingen 80% wieder an die Unis, die sich darum allerdings kompetitiv bewerben müssten.
bitte hier weiterlesen
Kategorien: Budget · FWF · Presse
Mit Tag(s) versehen: Minister Hahn, ORF-Pressestunde
Christoph Schwarz schreibt in der „Presse“
Rektoren: „Politik muss handeln“
[...] Kritik an der Regierungspolitik übt auch Rektorenchef Christoph Badelt: „Die Unis sollen, je nachdem, was gerade aktuell ist, Spitzenforschung und Spitzenausbildung leisten. Und das ohne Studienplatzfinanzierung bei enormer Lehrbelastung und eklatanter Unterfinanzierung.“ Der Weg an die Spitze kann zudem nur über sogenannte Exzellenzprogramme führen, wie es sie neuerdings auch in Deutschland gibt. Die Zahlen sprechen für sich: So konnte die FU Berlin im Ranking 43 Plätze gutmachen und (wie auch die Uni Freiburg und die Uni Basel) die Wiener überholen.
Das Konzept für ein Exzellenzprogramm liegt übrigens bei Österreichs Wissenschaftsfonds FWF fertig in der Schublade – ist jedoch wegen der Krise den Sparplänen von Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) zum Opfer gefallen.
Hahn selbst reagiert auf das Ergebnis mit der Erneuerung seiner Forderung, die Studiengebühren wieder einzuführen: „Alle topgereihten Unis haben Studiengebühren und Auswahlverfahren.“
Für Experten aus dem Bildungsbereich ist das freilich „nur ein Teil der Wahrheit“.
LINK zum Artikel in der „Presse“
Kategorien: Budget · Presse
Mit Tag(s) versehen: Rektoren, Uni-Ranking
Der ORF berichtet unter „Highlights“ über „Aufruhr an Österreichs Universitäten“ von Margarethe Engelhardt-Krajanek. Können Universitäten
unter marktwirtschaftlich geführten Organisationsstrukturen auch ihren Kerngeschäften Forschung und Bildung gerecht werden?
LINK: Hörtipp, Journal Panorama; mp3
Die Novellierung des Universitätsgesetzes 2002 sollte die Arbeitsbedingungen des wissenschaftlichen Personals an Österreichs Universitäten verbessern. Für die Drittmittelangestellten ist dies gelungen, indem die Kettenvertragsregelung erst nach zehn beziehungsweise 12 Jahren in Kraft tritt. Ob dieser Passus auch auf die Lektoren und Lektorinnen angewandt wird, liegt im Ermessensspielraum der jeweiligen Institutsleiter und Rektoren. [...]
Die Einführung des lang erwarteten Kollektivvertrags hingegen verschärft die finanzielle Situation und vergrößert den personalen Notstand an den Universitäten. Denn um die Mehrkosten zu finanzieren, muss Personal reduziert werden. Damit stellt sich die Frage nach der Qualität der Studien. Ob eine Forschungs- und Bildungsinstitution wie die Universität unter marktwirtschaftlich geführten Organisationsstrukturen auch ihren Kerngeschäften Forschung und Bildung gerecht wird, das bleibt offen.
Hier ist der gesamte Artikel von Margarethe Engelhardt-Krajanek zu lesen
Kategorien: Kollektivvertrag · Mittelbau · Presse
Mit Tag(s) versehen: Lektoren, Lektorinnen, prekäre Bedingungen
…gibt es Hochschulen, die bereits die ebenfalls im UG fixierten Möglichkeiten für qualitative Zugangsbedi
ngungen für Master- und Doktoratstudien nutzen: An der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien wurden in den Masterstudien Wirtschaftsrecht, Wirtschaftspädagogik, Finanzwirtschaft und Volkswirtschaft fachspezifische Voraussetzungen definiert, die die Studenten erstmals erfüllen müssen. Zudem wurden für diese Studien Eingangsphasen gestaltet, die auch der Orientierung dienen sollen. „Wir hoffen dabei auch auf eine Selbstselektion der Studenten“, sagte Senatsvorsitzende Edeltraud Hanappi-Egger. Noch nicht so weit ist man an der Uni Wien. Dort beginnen in diesem Studienjahr erst einmal die Diskussionen um die Eingangsphase auf Bachelor-Niveau, die Zugangsbedingungen auf Master-Level seien ein Folgethema und würden frühestens im kommenden Studienjahr wirksam, sagte eine Sprecherin der Uni Wien…
LINK: Gesamter Artikel im „Standard“
Kategorien: Presse
Mit Tag(s) versehen: Doktoratsstudien, WU
Kategorien: Presse
Mit Tag(s) versehen: Wissenschaftsministerin
Kategorien: Chancengleichheit · Presse
Mit Tag(s) versehen: Elite Uni, ugoed
Kategorien: Ministerentwurf · Presse
Mit Tag(s) versehen: Hochschulplan
Bologna-System unter aller Kritik
Konrad Paul Liessmann (Uni Wien) bezeichnete Mittwoch Abend bei einer Veranstaltung des Wissenschaftsministeriums im Vorfeld der Alpbacher Technologiegespräche das neue Studiensystem als „starren Schematismus, der wie ein Schimmelpilz die europäischen Universitäten überzieht, mit aufgeblähten Verwaltungen, exzessiven Modularisierungen, überflüssigen Akkreditierungen, verwirrenden Zertifizierungen und zahllosen Reglementierungen“. ‹…›
Forschende Lehre kommt nicht mehr vor
In Bachelor-Studiengängen würde, so Liessmann, die forschende Lehre nicht mehr vorkommen, die Idee der Einheit von Lehre und Forschung werde erst nach der Universität in Graduiertenprogrammen realisiert. Professoren, die auf sich halten, würden danach trachten, nur noch in Graduiertenprogrammen tätig zu sein. „Die Zweiklassenuniversität scheint nur mehr eine Frage der Zeit zu sein“, und das werde das Vertrauen in Bachelor-Abschlüsse noch mehr erschüttern.
Link zum Bologna-Standard-Artikel
Link zum Standard-Artikel über Neuordnung des Hochschulbereichs
Kategorien: Presse · Stellungnahme
Mit Tag(s) versehen: Bologna - System, Konrad Paul Liessmann, KPL
„Die Presse“ bringt in der Printausgabe vom 6.7.09 ein Interview von Erich Witzmann mit Wissenschaftsminister Hahn. (LINK)
[...] Sie wollen Ihre Uni-Gesetzesnovelle gegen großen Widerstand umsetzen?
Johannes Hahn: Wir haben monatelang, seit Anfang März, mit allen Beteiligten immer wieder Gespräche geführt und vieles weiterentwickelt. Ich bin für den Abschluss vor dem Sommer zuversichtlich.
Es gibt aber keine universitäre Gruppe, die diese Reform begrüßt.
Hahn: Fast jede Gruppe begrüßt Teile davon; die Kritik, die geäußert wird, ist aber oft das, was in der Wahrnehmung übrig bleibt. Wir hatten Gespräche mit der Gewerkschaft, wir haben eine befriedigende Lösung für die Lektoren, die sowohl den Bedürfnissen der Universitäten als auch den Betroffenen selbst gerecht wird. Wir haben etwas für die Betriebsräte gemacht. In Summe muss man sagen: Die Autonomie wird fortgesetzt. Das heißt im Klartext: Noch mehr Verantwortung für die einzelnen Entscheidungsorgane an den Unis.
Gibt es einen Spielraum in den heute beginnenden parlamentarischen Verhandlungen für Veränderungen?
Hahn: Wir haben zwischen dem Ministerratsbeschluss und der ersten Ausschusssitzung noch eine Fülle von Gesprächen gehabt und einige Adaptierungen vorgenommen.
Zum Beispiel?
Hahn: Zum Beispiel eine präzise Regelung für die Lektoren. Wir haben nachjustiert, dass an den Medizin-Unis auch Ärzte in Ausbildung, also der Mittelbau, bei den Senatswahlen mitbestimmen dürfen. Wir haben etwas bei der Mitbestimmung der Betriebsräte im Uni-Rat gemacht [...]
Link zum Artikel in: diepresse.com
Kategorien: Allgemeines · Ministerentwurf · Parlament · Presse
Mit Tag(s) versehen: Info UG-Novelle, Interview, Wissenschaftsminister
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Pressebüro
Tel.: +43/1/53120-9007
OTS-Presseaussendung des Wissenschaftsministeriums:
„Mit der Novelle zum Universitätsgesetz 2002 stärken wir die Autonomie der Universitäten und bauen die Qualität für Lehre und Forschung weiter aus“, betont Wissenschaftsminister Johannes Hahn. Er präsentierte heute bei einer Pressekonferenz die Eckpunkte des Universitätsrechts-Änderungsgesetzes 2009, das in den vergangenen Wochen und Monaten intensiv diskutiert und verhandelt wurde:
Der Minister lobte die guten Verhandlungen mit den Wissenschaftssprecherinnen von ÖVP und SPÖ, Beatrix Karl und Andrea Kuntzl, und appellierte, „die getane Arbeit nun zu Ende bringen“, so dass die Novelle mit 1. Oktober 2009 in Kraft treten kann. Denn wichtige Entscheidungen für die Unis stünden an, verwies Johannes Hahn u.a. auf Verhandlungen mit den Universitäten zu den Leistungsvereinbarungen und die Position Österreichs in Brüssel bzgl. deutschen Numerus clausus-Fällen.
Er habe Verständnis, dass auch Ministerin Schmied ihre Anliegen umsetzen will, so der Minister weiter. Allerdings könne man einen abgeschlossenen Prozess nicht mit einem erst beginnenden Prozess koppeln, so der Minister in Hinblick auf die teilzentrale Matura. Der Wissenschaftsminister kündigte aber an, mit Ministerin Schmied einen gemeinsamen Fahrplan festzulegen und zeigte sich optimistisch, die Novelle kommenden Dienstag einzubringen.
Die wichtigsten Eckpunkte der UG-Novelle im Überblick:
Stärkung der Autonomie der Universitäten:
- Klare Kompetenzverteilung zwischen Unirat, Senat und Rektorat
- Wahl der Rektorin/des Rektors unterstützt durch Findungskommission; keine Rektorin/kein Rektor gegen den Willen des Senats
- Flexibilisierung der Professor/innenbestellung durch die einmalige Möglichkeit, bis zu 20 Prozent der Habilitierten in befristete Professor/innenstellen aufzuwerten
Ausbau der Qualität für die Lehrenden:
- Aufwertung des Mittelbaus: Als Leistungsträger an der Uni werden neue Karrierechancen eröffnet: Leitung von Fakultäten, Instituten, Departments
- 40 Prozent Frauenquote in allen Unigremien
- PhD-Programme mit Job-Perspektive an der Universität
Ausbau der Qualität für die Universitäten:
- Bürokratieabbau und klare Prozesse für die Kernaufgaben der Unis mit konkreten Fristen
- Garantierter Ersatz der Studienbeiträge in Höhe von 157 Millionen Euro; Beschränkung der Reserve auf zwei Prozent („Notfall-Prozent“, Exzellenz-Prozent über den FWF)
- Sicherstellung von 30 Prozent Forschung und Lehre an Universitätskliniken
Ausbau der Qualität für die Studierenden:
- Novelle ist Schlussstein der Bologna Struktur: Bologna-Möglichkeit für alle Studienrichtungen; garantiert jedem Bachelor einen Masteranschluss ohne Hürden, verankert Beschäftigungsorientierung und schützt berechtigte Interessen von Mediziner/innen und Jurist/innen
- Studieneingangsphasen bringen faires und transparentes OK statt undurchsichtiges KO ohne quantitative Beschränkungen. Jede und jeder, der die Eingangsphase positiv absolviert hat, hat grünes Licht für das gesamte weitere Studium
- Qualitätspaket für Studierende: Ausbau der Studierendenberatung; Maßnahmen zur Senkung der Studienabbrecher, Angebote für arbeitende Studierende
- Sicherung der Studienplatzentwicklung und Wahrung der heimischen Interessen gegenüber dt. Numerus clausus.
„Sieben Jahre nach dem UG 2002 liegt eine Novelle vor, die die Autonomie der Universitäten stärkt und gleichzeitig die Qualität für die Unis, die Lehrenden und Lernenden ausbaut. Dieser Rahmen ist eine gute Basis, um in einem nächsten Schritt einen österreichweiten Hochschulplan in Angriff zu nehmen, der die Aufgaben und die Rolle der Hochschulen in unserer Gesellschaft schärft und ihren Beitrag zu einem Wissenschafts- und Forschungsland Österreich stärkt“, schloss der Minister.
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Die Industriellenvereinigung begrüßt die geplante UG-Novelle als „Weiterentwicklung“. Siehe OTS-Presseaussendung der IV vom 9.6.09
Die Grünen zur geplanten UG-Novelle: „Sehr durchwachsen!“ Siehe diesen Link.
Die FPÖ zur geplanten UG-Novelle: „Schluss mit dem Koalitions-Hick-Hack auf dem Rücken der Studenten (sic) und der Universitäten.“ Siehe OTS-Pressemitteilung vom 9.6.09.
Die Österreichische Wirtschaftskammer sieht „Licht und Schatten in der UG-Novelle“. Siehe OTS Pressemitteilung der WKÖ vom 12.6.09.
Kategorien: Ministerentwurf · Presse
Mit Tag(s) versehen: Info UG-Novelle
…M. Hochleitner zu ihrer Nicht-Wahl; Zitat: „tt„. 
Diskutiert wird (nicht nur in den Medien) der Innsbrucker Med-Uni-Rat-Beschluss, einen Rektor (Lochs) statt eine Rektorin (Hochleitner) zu bestellen, obwohl der Uni-Senat Hochleitner vorgereiht hatte.
Bei fachlicher Kompetenz Hochleitners (als Vizerektorin) in der Uni-Verwaltung könnte das Kooperationsaviso Lochs mit der Tilak (Tiroler Landeskrankenanstalten GmbH) wichtiger gewesen sein. Ob derartige Realisierungsversuche sozio-ökonomischer Kooperationsvorteile der Player am Innsbrucker Gesundheitsboden für Uni-MitarbeiterInnen von Vorteil sein können, bleibt spannungsgeladen abzuwarten.
Die Gründe für die nichteinstimmige Uni-Rat-Entscheidung werden mannigfaltig kolportiert. Weitere Spekulationen über die Abstimmungsgründe des Uni-Rats findet man in den Medien, z.B. Profil, Tiroler Tageszeitung; Beschwerde des AK für Gleichbehandlung: DiePresse; Einspruch abgelehnt: DerStandard; Abschließender Kommentar der Vorsitzenden des Uni-Rats der Med-Uni Innsbruck im Standard vom 2.7.09
Kategorien: Chancengleichheit · MedUni · Presse
Mit Tag(s) versehen: Hochleitner, Rektorin