Schlagwort-Archive: Audimax Besetzung

Audimax. Besetzung und Räumung – quasi simultan

http://orf.at/ berichtet über den von Reaktionen begleiteten Teil der Studierendenproteste:

20.10.2010 [...] Gegen 8.15 Uhr erschienen die Polizeibeamten, die von wartenden Jusstudenten mit „Ein Hoch auf die Exekutive“ begrüßt wurden. Unmittelbar danach begann wieder der Vorlesungsbetrieb mit einer Lehrveranstaltung des Jusdekans Heinz Mayer. Auch in allen anderen kurzfristig besetzten Hörsälen finden wieder reguläre Veranstaltungen statt.

Kritik an Besetzung
Zuvor hatten die Teilnehmer der als „alternative Vollversammlung“ titulierten Veranstaltung über Nacht den Saal in Beschlag genommen. Eine „Volksküche“ wurden eingerichtet, ein DJ legte Musik auf. Die Besetzung hatte nicht nur beim Rektorat für Kritik gesorgt. Auch Jusstudenten protestierten gegen die „Besetzung“ mit Zwischenrufen wie „Setzt euch rüber zu McDonald’s“ und „Die Philosophiefakultät ist weiter drüben“. Die Besetzer konterten mit „Das ist ein öffentlicher Raum“.
„Aktionen wie diese schaden den heute gemeinsam formulierten Zielen und den bevorstehenden Verhandlungen“, war einer in der Nacht auf Mittwoch auf der Homepage der Uni Wien veröffentlichten Mitteilung zu entnehmen. Eine entsprechende Anzeige sei bei den Sicherheitsbehörden bereits eingebracht worden, war weiter zu lesen. [...]

Link zum ORF-Bericht

“Wir waren weg. Da sind wir wieder!”

Gestern am späten Nachmittag war das Rektorat der UW von 30-80 Studierenden der Protestbewegung besetzt worden. Nach Eintreffen der Polizei wurde das Audimax kurzzeitig besetzt.
Laut ORF (http://wien.orf.at/stories/441966/):

Sie gaben während einer Publizistik-Vorlesung Montagabend ein kurzes Statement ab und beendeten damit ihre Aktion. In der Vorlesung war abgestimmt worden, das Votum fiel zugunsten der Fortsetzung der Lehrveranstaltung aus. Laut den Uni-Besetzern waren zuletzt 300 Studenten im Audimax.

Link: zum Video der Aktion
Weiter zum Text der AG Presse UnsereUni-Bewegung:

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Basisdemokratie: Audimax am 14.12.09

   Man macht es sich nicht leicht. Aufgabe der Audimax-Besetzung? Teilweise? Permanenter Info-Point in der Küche? Wie bekommt man das Establishment dazu, die Uni zu demokratisieren? Wird man ausgesessen? Auch die Medien interessieren sich nicht mehr sehr. Studierende müssen sich um “MitbewohnerInnen” kümmern. Wie Studiengänge beeinflussen? In den nächsten Tagen sollen viele Fragen beantwortet werden. Vorschläge für Bedingungen zum erfolgreichen Dialog werden diskutiert:
LINK zum Audimax-Plenumsprotokoll  
LINK zu “UNI-Besetzung Tag 55″, derStandard.at

Audimax: Politik kann Zeit und Provokateure für sich arbeiten lassen

Foto by Christoph Liebentritt

Audimax: gesellschaftsmobilisierende Studierende klagen über ignorante Provokateure. Realität im Audimax sind auch Diebstahl, gezieltes Zerstören und das Abhängen von Plakaten, sowie sexistische Übergriffe. Quelle: http://unsereuni.at/?p=9796.

Über Problemlösungen soll am 21.11.09 ab 14.00 Uhr diskutiert werden:

Was sind unsere Ansprüche für ein funktionierendes Miteinander.
Was tun mit Menschen, die sich negativ und gezielt provokativ verhalten.
Wie sieht eine Raumpolitik ohne Platz für Übergriffe aus.

Man kann den Studierenden nur wünschen, dass sie ihr Raumproblem strategisch günstig, sicher und zum Vorteil aller lösen können – und dass deklarierte Sympathisanten sich, falls notwendig, an ihre gegebenen Versprechen halten.

Audimaxismus ermüdet…

NZZ online..behauptet die Neue Zürcher Zeitung:

(…) Audimaxismus zeigt Ermüdungserscheinungen. Doch das ändert nichts daran, dass die Anliegen der Studierenden berechtigt sind. Die Situation ist prekär, und das schon seit Jahrzehnten. Wer hier je eine überfüllte Vorlesung erlebt hat und sich die Nöte der Studierenden im täglichen Überlebenskampf schildern liess, kann den Unmut nur allzu gut nachvollziehen. Doch bei der studentischen Forderung nach «freiem Zugang» zu den Universitäten beginnen die Widersprüche. (…) LINK zur Neuen Zürcher Zeitung.

Aufrufe von ÖVP und im “Kurier” zur Beendigung der Hörsaalbesetzungen

Frau Univ.Professorin Beatrix Karl:
Nur konstruktiver Hochschuldialog kann Zukunftslösungen für die Universitäten bringen.
“Nur ein konstruktiver Hochschuldialog kann Zukunftslösungen für die Universitäten bringen. Sowohl die Studierendenvertretung als auch Vertreterinnen und Vertreter der Audimax-Besetzer, Experten, Hochschulpartner und die politischen Parteien sind herzlich eingeladen, sich und ihre Ideen aktiv einzubringen”, verweist ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg.z.NR  Univ.Prof. Dr. Beatrix Karl auf den von Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn initiierten “Dialog Hochschulpartnerschaft” am 25. November. “Wir teilen alle den Befund, dass es insbesondere in den Massenstudien Entwicklungen an den österreichischen Universitäten gibt, auf die wir Antworten brauchen. Nun geht es darum, gemeinsam Lösungen für die Zukunft zu erarbeiten”, stellt Karl fest. “Mit der Blockade von Hörsälen und der Verschleuderung von Pflichtbeiträgen zur Unterstützung der Besetzer seitens der ÖH kann es aber nicht getan sein. [...]“
LINK: zum Kommentar Karls 

“KURIER”-Kommentar von Frau Karin Leitner:
“Raus aus dem Audimax”.  Mit der Dauerbelagerung von Hörsälen werden Sympathien verspielt.
Wien (OTS) – Die Audimax-Besetzer könnten stolz auf sich sein. Ihnen ist mehr gelungen als den offiziellen Studentenvertretern, den Rektoren und der Opposition: Die Regierung gibt zusätzliche 34 Millionen; heute wird im Parlament über die Lage an den Unis debattiert; am 25. November  folgt ein “Hochschul-Dialog” zur Causa.  Kurzum: Es wird vielerorts über Art und Finanzierung der Bildung geredet. Dennoch sind die Initiatoren des Protests nicht bereit, die seit mittlerweile 23 Tagen okkupierten Hörsäle zu räumen. Was viel kostet und – angesichts der Platznot – jenen schadet, für die sie sich einsetzen. Und zu berechtigten Forderungen sind welche gekommen, mit denen am Thema vorbeigegangen wird. Damit verspielen diese Basisdemokraten Sympathien. [...]
LINK: zur OTS-Presseaussendung Leitners

Den 21. Tag in Folge…

Den 21. Tag in Folge ist das Audimax der Uni Wien nun besetzt. Die Proteste halten auch in anderen Universitäten in Österreich und Deutschland an.

Am Donnerstag wird sich erstmals auch das Parlament mit den Studierendenprotesten beschäftigen. Die Grünen haben zu einer Sondersitzung geladen.

Ebenfalls am Donnerstag findet eine Demonstration gemeinsam mit der Metall- und Drucker-Gewerkschaft in Wien statt. [...]

LINK: seb, derStandard.at, 11.11.2009

“Besetzt doch endlich alle Universitäten!”

…lautet die Überschrift des interessant mehrdeutigen Leitartikels von Rainer Nowak auf der Titelseite der heutigen “Presse am Sonntag” (1.11.2009) zur Audimax-Besetzung.

“…hat die Besetzung des Auditorium maximum mehr mit Wissenschaft zu tun als die Kabarettprogramme und Osterinsel-Vorträge, die dort sonst abends veranstaltet werden…”

Von Nowaks Nebenbei-Erwähnung, der Rektor könne, wenn er wolle…

“…einfach das WLAN abdrehen. Von Heizung und Strom nicht zu reden”,

scheint dieser zum Vorteil aller Beteiligten nichts zu halten.

LINK:  Die Forderungen der Studierenden, aktualisiert