Schlagwort-Archive: Rektor Sünkel

“Autonome Unis”: Pharmazeutische, Chemische und Fahrzeugindustrie sollen sie finanzieren

In der “Presse” erscheint ein Interview mit Rektor Sünkel, TU Graz, und Antonio Loprieno, Schweizer Rektorenvorsitz. U.a. sollten die Universitäten von der einschlägigen Industrie  mehr Mittel bekommen: über sinnvolle Kooperationen

Die Presse: Herr Sünkel, stoßen Sie mitunter an Ihre Grenzen, wenn Sie ausländischen Kollegen wie dem Schweizer Rektorenchef Antonio Loprieno die prekäre Situation der heimischen Unis erklären müssen?

Hans Sünkel: Nicht nur mitunter, sondern ständig. Es ist verdammt schwer, weltweit ein Land zu finden, das in diesem Bereich mit Österreich vergleichbar ist: Freier Hochschulzugang, de facto keine Studiengebühren und kaum private Mittel. [...]
Link: DiePresse.com, Printausgabe vom 29.9.2011

Grünewald: Beharren auf zwei Prozent des BIP für tertiäre Bildung

Kurt Grünewald,

Der Wissenschaftssprecher der GRÜNEN, Kurt Grünewald, befürchtet das Abgehen der Uni-Rektoren von den berechtigten bisherigen finanziellen Forderungen an die Regierung

Wien (OTS) – “Bei Sünkel scheint sich ein Sinneswandel vollzogen zu haben, den ich nicht nachvollziehen kann”, reagiert Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen, überrascht und enttäuscht auf die jüngsten Aussagen des TU-Graz-Rektors (Link: Standard-Interview Sünkels, Printausg. 26.8.2011, S.8). ”In seiner bisherigen Zeit an der Spitze der Universitätenkonferenz (UNIKO) hat er noch davon gesprochen, dass die Regierung sich der Verantwortung einer hinreichenden Finanzierung der Universitäten nicht entziehen kann und an die versprochenen zwei Prozent des BIP für die tertiäre Bildung, sowie das notwendige jährliche Plus von 300 Millionen Euro erinnert. Jetzt gegen Ende seiner Amtszeit als UNIKO-Chef scheint die politische Linie des Wissenschaftsministeriums völlig auf Sünkel abzufärben”, kritisiert Grünewald.
“Nach dem Motto ‘Wer zahlt, schafft an’ plädiert er nun, ganz auf schwarzer Linie, für einen größeren Einfluss der Länder und der Wirtschaft. Sünkel hat das Glück, dass seine Uni finanziell sehr gut dasteht. Da sind Sünkels Aussagen zynisch”, so Grünewald.

Auch von EU-Kommissar Johannes Hahn ist Grünewald enttäuscht (Link: Standard-Interview mit Jo Hahn, Printausgabe v. 26.8.2011, S.8). Er hätte schon im Jahr 2007 eine Lösung zum Andrang deutscher Studierender finden sollen.

Bitte hier weiterlesen!

Rektorenchef Sünkel kritisiert Finanzministerin Fekter wegen Falschmeldung

Die Universitäten brauchen tragfähige Lösungen statt billiger Polemik

   Wien (OTS) – Die Äußerungen von Finanzministerin Fekter in der Ausgabe der PRESSE vom 25.8.2011 nimmt der Präsident der Universitätenkonferenz, Hans Sünkel, zum Anlass für klare Worte: “Es kann nicht sein, dass Teile der Politik ständig versuchen, durch unrichtige und polemische Aussagen von den wahren Problemen der Universitäten und der Untätigkeit der Politik abzulenken.”

   Bundesministerin Fekter hatte in einem Interview einer Universität  fälschlicherweise vorgeworfen, ihr Ergebnis nicht ordnungsgemäß vorzulegen (Link), und zusätzliche Mittel für die Universitäten von der Erreichung bestimmter, noch zu definierender Ziele abhängig gemacht.

   “Die Universitäten erbringen in Anbetracht einer äußerst angespannten finanziellen Situation immer noch herausragende Leistungen. Probleme haben wir dort, wo uns die Politik in auf die Dauer untragbare Rahmenbedingungen zwängt”, so Sünkel weiter. “Wir brauchen tragfähige Lösungen, nämlich eine ausreichende Finanzierung und vernünftige Regelungen, insbesondere beim Hochschulzugang. Polemische Bemerkungen gehen an der Realität an den Universitäten vorbei und helfen uns nicht weiter.”

Offener Brief der Universitätenkonferenz an die Abgeordneten des Nationalrats

-c- kh

Sehr geehrte Frau Abgeordnete! Sehr geehrter Herr Abgeordneter!

Der Nationalrat wird morgen, Mittwoch,  den Bundesfinanzrahmen 2012 bis 2015 verabschieden. Dieser wird unter anderem die Obergrenzen der Ausgaben des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung und somit zum weitaus überwiegenden Teil für die Universitäten in den kommenden vier Jahren festschreiben.

   Die Österreichische Universitätenkonferenz (uniko) hat in den vergangenen Monaten die Bundesregierung, aber auch die Öffentlichkeit wiederholt darauf hingewiesen, dass die Universitäten mit den vorgesehenen Summen allein schon auf Grund der Inflation ab 2013 einen realen Budgetverlust von etwa zehn Prozent hinnehmen müssten. Das heißt: Für die nächste Leistungsvereinbarungsperiode von 2013 bis 2015 fehlen den öffentlichen Universitäten zur Aufrechterhaltung des Betriebes rund 300 Millionen Euro jährlich; die erforderliche Aufstockung des Hochschulbudgets, um dieses bis 2020 an die zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes heranzuführen – wie vom Nationalrat mehrfach in Entschließungen gefordert – ist in diesen Summen noch gar nicht berücksichtigt.

   Die Fehlbeträge ab 2013 werden durch die im Herbst 2010 beschlossenen “Offensivmittel” für die Hochschulen nur zu einem geringen Teil kompensiert. Sollte daher die derzeitige Planung des Bundesfinanzrahmens beibehalten werden, sind einschneidende Maßnahmen vor allem im Personalbereich unausweichlich, deren schrittweise Umsetzung bereits jetzt einzuleiten wäre. 

   Die Universitätenkonferenz möchte Sie, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, darauf aufmerksam machen, dass Sie persönlich bei der morgigen Abstimmung die Verantwortung dafür übernehmen, welchen Stellenwert die Universitäten im neuen Jahrzehnt auch im internationalen Vergleich einnehmen werden. Der vorliegende Bundesfinanzrahmen ist jedenfalls nicht geeignet, eine gedeihliche Zukunft für Österreichs Universitäten sicher zu stellen.

Setzen Sie doch bitte ein Zeichen, dass Ihnen das Wohlergehen und die Bedeutung der Hohen Schulen tatsächlich ein Anliegen ist und erwirken Sie eine Gesetzesänderung, die dem Mindestbedarf der Universitäten Rechnung trägt.

Mit freundlichen Grüßen

Univ.Prof. Dr. Hans Sünkel Präsident der Österreichischen Universitätenkonferenz

Sozialplan an den Universitäten?

Um die Bildungsprobleme zu lösen, brauchen die Universitäten nicht nur, aber auch Geld. Das Plenum der uniko nimmt Bundesminister Töchterle in die Pflicht

Erklärung der Österreichischen Universitätenkonferenz zum
Bundesfinanzrahmengesetz – einstimmiger Beschluss der außerordentlichen Plenarversammlung vom 26. April 2011

   Zur Aufrechterhaltung des derzeitigen Leistungsangebots der Universitäten sind für die nächste Leistungsvereinbarungsperiode (2013 bis 2015) mindestens 300 Mio. Euro jährlich zusätzlich erforderlich. Der morgen, Mittwoch, von der Bundesregierung zu beschließende Bundesfinanzrahmen 2012 bis 2015 muss diese zusätzlichen Mittel für die Universitäten ermöglichen. Die Österreichische Universitätenkonferenz (uniko) erwartet daher von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, dem Bundesfinanzrahmen nur dann zuzustimmen, wenn diese finanzielle Mindestabsicherung der Universitäten gewährleistet ist. (Link: OTS)

Für die Universitätenkonferenz:
Univ.Prof. Dr. Hans Sünkel
Präsident
———————–

   uniko-Chef Rektor Sünkel: Personalkürzungen drohen. Sollten die Unis nicht mehr Geld bekommen, trete an den Unis “ein Plan B in Kraft”. Nachdem etwa zwei Drittel der Budgets im Personalbereich aufgehen, wäre dieser am stärksten betroffen. Die Universitätenkonferenz (uniko) treffe bereits Vorbereitungen, gemeinsam mit der Gewerkschaft einen Sozialplan auszuarbeiten. (Link: Die Presse berichtet)
———————–

   WU-Rektor Badelt:  Neuer Minister, altes Dilemma.
 Christoph Badelt  fordert im Interview ein Ende der Blockaden in der Uni-Politik, schlägt einen politischen Kompromiss vor. (Link: Die Presse berichtet)
————————

   Rektoren rufen Töchterle zu Blockade des Bundesfinanzrahmens auf
(Link: Der Standard berichtet).
————————

Offener Brief der Universitätenkonferenz und der HochschülerInnenschaft an die Regierung

 

 

 

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!
Sehr geehrte Frau Bundesministerin,
sehr geehrter Herr Bundesminister!

   Die Österreichische Bundesregierung anerkennt in allen offiziellen Äußerungen der letzten Jahre die Bedeutung von Bildung und Wissenschaft für die Zukunft unseres Landes. Sie bekennt sich weiters in Einklang mit den Empfehlungen der Europäischen Union zu dem Ziel, 2 % des BIP für den Bereich höherer Bildung aufzuwenden.

   Die reale Situation der österreichischen Universitäten steht dagegen in krassem Widerspruch zu diesen Vorgaben. Statt gezielt in höhere Bildung und Forschung zu investieren, wird in Kürze der Bundesfinanzrahmen 2012 – 2015 verabschiedet, der für die Universitäten in der nächsten Leistungsvereinbarungsperiode 2013 bis 2015 reale Kürzungen bedeutet.

   Die Österreichische Universitätenkonferenz hat wiederholt darauf hingewiesen, dass den Universitäten auf Basis dieser Planung ab 2013 rund 300 Millionen Euro jährlich zur Aufrechterhaltung ihres bisherigen Leistungsumfangs fehlen werden. Dies wird durch die im Herbst beschlossenen „Offensivmittel“ nur zu einem geringen Teil wettgemacht. Sollte daher die derzeitige Planung des Bundesfinanzrahmens beibehalten werden, so sehen sich die Universitäten zu einschneidenden Maßnahmen veranlasst, deren schrittweise Umsetzung bereits jetzt erforderlich ist, da Einsparungen in der geforderten Größenordnung kurzfristig ganz einfach nicht möglich sind.

   Wir sehen es daher als unsere Pflicht an, alle Universitätsangehörigen über diese Situation zu informieren. Dieser Brief ergeht folglich per Mail insbesondere an alle Studierenden und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universitäten. Auch wurde für die kommende Woche eine außerordentliche Plenarversammlung der Universitätenkonferenz einberufen, um das weitere Vorgehen zu beraten.

   Die Universitätenkonferenz und die HochschülerInnenschaft fordern die Bundesregierung dringend auf, eine ausreichende Finanzierung der Universitäten über 2013 hinaus sicher zu stellen und dies in geeigneter Weise im Bundesfinanzrahmen 2012 – 2015 auch darzustellen.

Mit freundlichen Grüßen
für das Präsidium der Österreichischen Universitätenkonferenz                
Univ. Prof. Dr. Hans Sünkel                           

für die
Österreichische HochschülerInnenschaft
Sigrid Maurer

Rektor Sünkel zur Ineffizienz der Gesetzgeber

Studienplatzfinanzierung:  Die Universitäten werden ihre Bemühungen zur Steigerung der Effizienz der eingesetzten Mittel fortführen, was sie nicht erst seit dem Wirksamwerden der Autonomie (1.1.2004) als selbstverständlich erachten. Die uniko weist allerdings erneut darauf hin, dass eine nicht unwesentliche Quelle der Ineffizienz auch beim Gesetzgeber zu suchen ist: Dieser hat in den vergangenen Jahren mehrfach bewiesen, wie durch absurde Regelungen (etwa die Ausnahmen bei der Abschaffung von Studiengebühren. -siehe Mehrkosten Rechnungshofartikel, A.d.R.-) der Verwaltungsaufwand erhöht wird. Die Gespräche zur Studienplatzfinanzierung, deren Zwischenergebnis demnächst vorliegen soll, stimmen die uniko hingegen zuversichtlich: Damit könnte dem gemeinsamen Ziel, die Betreuungsverhältnisse  in den Hörsälen und damit die Qualität der Lehre zu verbessern, schrittweise näher gerückt werden. Die dafür nötigen Mittel würden folgerichtig den derzeitigen Grundbedarf von zusätzlichen 300 Million Euro jährlich übersteigen. (Teil der Pressekonferenz Rektor Sünkels vom 1.4.2011. Siehe auch folgenden Link)

300 Mio. Euro mehr oder 3.000 Uni-LehrerInnen weniger ab 2013

Rektor Sünkel: Finanzrahmen bis 2015 muss zumindest „unmissverständliches Statement” für zusätzliche Mittel beinhalten. Universitäten haben bereits Neubesetzungen ausgesetzt

   [Am 1. April 2011...]  hat die Universitätenkonferenz (uniko) bei einer Pressekonferenz erneut davor gewarnt, welche Folgen ein Stagnieren des Uni-Budgets ab 2013 hätte. Allein zur Aufrechterhaltung des Status quo seien mindestens 300 Mio. Euro pro Jahr zusätzlich notwendig, so uniko-Chef Hans Sünkel am Freitag. Die Regierung müsse im Finanzrahmen bis 2015, der Ende April beschlossen wird, ein „unmissverständliches Statement” für diese Mittel abgeben – „gleichsam als Ausgangspunkt für die Budgetverhandlungen im Herbst”.

   Andernfalls drohe ein Realverlust von zehn Prozent für die kommende Leistungsvereinbarungsperiode (2013 bis 2015), in der Folge würde der Abbau von etwa 3.000 Lehrenden nötig.

   Sünkel wies darauf hin, dass ab Herbst an mehreren großen Unis neue Rektoren ihr Amt antreten werden und dass diese Planungssicherheit benötigen. Vorsichtshalber hätten die Rektoren schon jetzt „die Handbremse angezogen” und geplante Neubesetzungen von Professuren bis zum Ende des Monats ausgesetzt. Er hoffe aber, dass die Forderung der Rektoren erfüllt wird und sie „die Handbremse bald lockern” können. Prinzipiell sollten die Unis mit ihrem Budget bis mindestens 2012 auskommen, „die große Not findet noch nicht statt.”

   Fix ist aus Sünkels Sicht allerdings, dass es bereits ab Herbst zu einer Verschlechterung der Betreuungsrelation an manchen heimischen Hochschulen kommen wird. Er verwies auf die doppelten Abiturienten-Jahrgänge in Bayern durch die Verkürzung der Gymnasialzeit und auf das Aussetzen der Wehrpflicht in Deutschland, ein Teil dieser zusätzlichen Studienanwärter werde sicher an Unis oder Fachhochschulen in Österreich „überschwappen”. [...]
Link zum Text der APA-Pressemeldung (jle/cm/bei) auf der uniko-Homepage

Rektor Sünkel warnt Regierung vor Papiertigerschicksal


   Die grundlegenden Ziele in der nunmehr vorliegenden Strategie der Bundesregierung für Forschung, Technologie und Innovation, speziell im Hinblick auf die Universitäten und Grundlagenforschung, werden von der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) ausdrücklich begrüßt. Dies gelte vor allem für das Bekenntnis der Regierung, die Investitionen in die Grundlagenforschung bis 2020 an das Niveau führender Forschungsnationen heranzuführen, betont uniko-Präsident Hans Sünkel. Allerdings werde dies nur dann gelingen, wenn die Regierung bei ihren ehrgeizigen Zielen auch einen klaren Fahrplan für die Finanzierung bereitstellt.

   Die uniko verweist auf ihre schon vor Jahren erhobene Forderung an die Regierung, einen Finanzierungsfahrplan (Roadmap) für das Erreichen des sogenannten “Zwei-Prozent-Ziels” zu erstellen: Der Gesetzgeber hat sich zwar mehrfach dazu bekannt, die öffentlichen und privaten Ausgaben für den Hochschulbereich bis 2020 auf zwei Prozent des BIP anzuheben; die Regierung hat sich aber mittlerweile von diesem Ziel wieder verabschiedet. Sünkel: “Wenn nicht rasch ein Fahrplan für die Finanzierung nachgereicht wird, droht der Forschungsstrategie schon in wenigen Jahren das Schicksal eines Papiertigers.” Dies könne weder im Sinne der Verfasser noch der Adressaten liegen. Sünkel bekräftigt daher die dringende Bitte, so bald wie möglich Klarheit über die Finanzierung zu schaffen.

Im Klartext: Ist die Massenuni am Ende? Teil 2

Schlagwortartige Zusammenfassung der Diskussion von ÖH-Vertreterin Sigrid Maurer (M) und uniko-Vorsitzendem Rektor Hans Sünkel (S) am 26.1.2011. Es moderierte Ö1-Innenpolitik-Redakteur Klaus Webhofer (W) 

S: Die UG-Novelle wird Planbarkeit für die Unis bringen. Erster Schritt in die richtige Richtung und zu geordnetem Uni-Zugang. Die Studienberatung ist leider noch nicht soweit. Die besten Studierenden sollen ausgewählt werden dürfen.

M: Es besteht ein Grundrecht auf Bildung (freie Berufswahl in der Verfassung). Die Auswahl der “besten” Studierenden wird lachhaft betrieben. Die Testergebnisse haben dazu keine Aussagekraft. Sie prüfen die Streberfähigkeit ab. Und wer sich die 300,- € teuren Vorbereitungskurse dazu leisten kann, kommt durch. Numerus clausus ist ebensogut selektierend. Reflexions- und Kritikfähigkeit werden mit diesen Tests nicht erkannt.

S: Soll es denn gar keine Prüfungen geben? soll Beliebigkeit herrschen?

M: Mit Standard-Tests weiß man nicht wer am besten sein wird. Nach der Matura gibt es keine Orientierung. Soziale Kompetenz ist in der Praxis entwickelbar (z.B. Notfallambulanz). Die Tests sind nur sozial selektiv. Krankenpflegepersonal sollte zum Med.-Studium zugelassen werden. Sonst werden SchülerInnentypen selektiert. Diese Tests zerstören die Vielfalt an der Universität.

S: Es gibt keine absolute Gerechtigkeit. Überall gibt es Aufnahme-Prozeduren. Warum sollen sie in Österreich nicht funktionieren.

W: Finnland hat eine höhere AkademikerInnenquote – mit Numerus clausus und Auswahlverfahren.

M: Finnland hat ein anderes Schulsystem mit einer 80%-Übertrittsquote in die Universitäten. Zwar selektiv aber mit viel mehr Studienplätzen. Sozial schlechter Gestellte fallen dort auch raus. Es gibt mehr Chancen als in Österreich.

Weiterlesen

Im Klartext: Rausprüfen und aussieben – Ist die Massenuni am Ende? Teil 1

Hans Sünkel (Präsident der Universitätenkonferenz) und Sigrid Maurer (Vorsitzende der Hochschüler-schaft) diskutieren bei Ö1 Innenpolitik-Redakteur Klaus Webhofer.

TV-Tipp:
Die Veranstaltung wurde am 26.1. aufgezeichnet und wird am 27. Januar um 12:05 Uhr und 22:45 Uhr auf TW1 ausgestrahlt. Dauer: ca. 1h 15 min

    Die Kernprobleme bleiben.  Und ein wesentliches lautet: Wie kann der Uni-Zugang an die beschränkten Kapazitäten der Hochschulen angepasst werden? Oder sollten nicht vielmehr die Kapazitäten erhöht werden? Und woher soll das Geld für die Hochschulausbildung kommen? Was ist also faul am System Universität und warum versagt die österreichische Hochschulpolitik?

Zum gesamten Text von Klaus Webhofer!

Budget-Offensivmittel für Universitäten sollten nicht verwendet werden

Budgetmittel für die Universitäten sind zwar willkommen, aber in den geplanten Beträgen ineffizient. Sie werden daher von den Rektoren mit gemischten Gefühlen betrachtet: 

   Nicht ausgeben, sondern sparen sollte man die Offensivbudgetmittel, damit die Fehlbeträge für 2013 - 14 kleiner ausfallen (230 Mio € statt 300Mio € pro Jahr). Im Jahr 2015 würden dann trotzdem wieder die vollen 300 Mio € unfinanziert bleiben, meint TU-Graz Rektor Hans Sünkel.

Link zum Kommentar des Rektorenchefs Hans Sünkel

Ergebnis der Gespräche mit Regierung: drohende Einschnitte im Uni-Betrieb ab Frühjahr 2011

   Das Ergebnis des “Universitätengipfels” am Montagabend im Bundeskanzleramt hat keine Lösung der nach wie vor offenen Frage der künftigen Finanzierung der Universitäten ab 2013 gebracht. Der Präsident der Österreichischen Universitätenkonferenz, Rektor Hans Sünkel, erneuert daher die Warnung an die Bundesregierung, dass es bereits ab dem kommenden Frühjahr zu dramatischen Einschnitten im Universitätsbetrieb kommen werde, wenn die politisch Verantwortlichen bis zur Fixierung des Bundesfinanzrahmengesetzes Ende April 2011 keine Bereitschaft zur Abdeckung der Fehlbeträge ab 2013, also 300 Millionen Euro jährlich, erkennen lassen.

Bitte hier weiterlesen!

Rektor Sünkel: Gesetzestexte oft Quelle der Ineffizienz

Rektor Sünkel meint zur Kritik der Wissenschaftsministerin an der Effizienz der Universitäten: “Gesetzgeber soll sich Beispiel an Unis nehmen”

   Mit Erstaunen nimmt die Universitätenkonferenz (uniko) die jüngste mediale Kritik von Bundesministerin Beatrix Karl zur Kenntnis, wonach es an den Universitäten „durchaus Effizienzdefizite“ gäbe. uniko-Präsident Hans Sünkel hält dazu Folgendes fest: „Gerade die Universitäten haben mit Wirksamwerden des Universitätsgesetzes 2002 seit Anfang 2004 bewiesen, dass sie die internen Abläufe entscheidend verbessert haben.“ Der Gesetzgeber, dessen Texte in vielen Fällen eine Quelle der Ineffizienz darstellen, möge sich daher bei den Versuchen zur Hebung des Wirkungsgrades in der Verwaltung ein Beispiel an den Universitäten nehmen.

bitte hier weiterlesen!

Gibst Du mir Studiengebühren, gebe ich Dir die gemeinsame Schule

Rektor Hannes Sünkel, Chef der Universitätenkonferenz,  glaubt an ein politisches Tauschgeschäft. Dazu meinte er in der ATV-Diskussionssendung “Am Punkt”: “Politik ist immer ein Tauschgeschäft. Ich denke da ein Tauschgeschäft zwischen der Wissenschaftsministerin und der Unterrichtsministerin, auch da gibt es Baustellen. Beide zu bedienen und dem jeweiligen Gegenüber etwas anzubieten, erschiene mir sehr sinnvoll.” [...] (OTS)Audio-Link: Interview mit Rektor Sünkel im Ö1-Mittagsjournal v. 8.9.2010. Video-Link: Klick oben auf das ATV-Logo.

 

    Doch VP-Wissenschaftsministerin Karl will nichts davon wissen: “Es geht mir nicht um Tauschgeschäfte. Es geht mir darum, dass unsere Universitäten frisches Geld brauchen. Da erwarte ich mir konstruktive Vorschläge.” Ähnlich klingt auch SP-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl: “Das Bildungssystem ist kein Basar, auf dem man tauschen kann”.

bitte hier weiterlesen!