Schlagwort-Archive: Wissenschaftsrat

Empfehlungen des Österreichischen Wissenschaftsrats (ÖWR)

    Wegen der chronischen Unterfinanzierung der Universitäten und der Notwendigkeit eines Ausbaus des tertiären Sektors muss die Universitätspolitik den Hochschulen einen verlässlichen Finanzierungspfad aufzeigen, der mit einem Zeithorizont zu versehen ist. Eine Orientierungsgröße kann die mehrfach politisch bekräftigte und in Entschließungen des Gesetzgebers verankerte Absichtserklärung sein, bis 2020 2,0 Prozent des BIP für den tertiären Bildungssektor aus öffentlichen und privaten Mitteln aufzuwenden. Bezogen auf das BIP des Jahres 2006 müssten das rund 5,1 Milliarden Euro sein. Vor diesem Hintergrund wird es erforderlich sein, dass der Bund seine jährlichen Aufwendungen für den tertiären Bereich ab 2011 zusätzlich zu den bereits zugesicherten Steigerungen jährlich um mindestens 200 Mio. Euro erhöht. Diese Budgetzuwächse sollten in einem gesetzlich verbindlichen Hochschulfinanzierungspfad festgelegt werden. Berücksichtigt man die erforderliche Vorsorge für den Re investitionsbedarf, wie er vor allem (aber nicht nur) für eine entsprechende Ausstattung der technischen und naturwissenschaftlichen Disziplinen erforderlich ist, wird diese Summe noch höher anzusetzen sein. [...]
Link zu den 11 Empfehlungen des ÖWR 
Link zur ÖWR-Berichterstattung im Parlament

Drei österreichische Top-Universitäten im Jahr 2025?

Protokoll einer Aussprache des Parlamentarischen Wissenschaftsausschusses mit Mitgliedern des Österr. Wissenschaftsrates (eine Institution nach §119 UG2002) und der Wissenschaftsministerin

   Wien (Parlamentarische Korrespondenz) – Nach der Fachhochschul-Debatte hielt der Wissenschaftsausschuss eine Aktuelle Aussprache über die Analysen  und Empfehlungen des Österreichischen Wissenschaftsrats zur  Entwicklung des österreichischen Hochschul- und  Wissenschaftssystems ab. Dessen Elf-Punkte Papier mit dem Titel  “Universität Österreich 2025″ präsentierte der Vorsitzende des  Österreichischen Wissenschaftsrates Univ.-Prof. Jürgen Mittelstraß den Abgeordneten. Die Vision des Wissenschaftlers für  2025 lautete: Drei österreichische Universitäten zählen zu jenen  20 bis 30 Universitäten, die laut Mittelstraß in diesem Jahr in Europa tonangebend sein werden. Über die richtigen Strategien und konkreten Maßnahmen für die Universitäten und Hochschulen  debattierten die Abgeordneten lebhaft mit Jürgen Mittelstraß,  seinem Stellvertreter Univ.-Prof. Walter Berka und Wissenschaftsministerin Beatrix Karl.

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Wissenschaftsrat bedauert Dialog-Ausstieg der Rektoren

 

Der Österreichische Wissenschaftsrat (eine Einrichtung des Bundes nach §119 UG2002) bedauert den Ausstieg der Universitätenkonferenz (UNIKO) aus dem Hochschuldialog.

   Dazu der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Prof. Mittelstraß: “Der Hochschuldialog ist das, was er besagt: ein Dialog, kein Verfahren, das direkt zu Problemlösungen führt oder von dem man sich solche Lösungen oder fertige Konzepte erwarten könnte. Wichtig ist, dass hier diejenigen miteinander ins Gespräch kommen, die guten Willens sind, an Problemlösungen im tertiären Sektor mitzuwirken.
Link: Vollständiger Text der Stellungnahme

Österreichischer Wissenschaftsrat: Neue Mitglieder

   Den Bericht zur Tätigkeit des Wissenschaftsrats, einer das Parlament, den Wissenschaftsminister und die Rektoren beratenden Körperschaft (nach §119 UG2002 idgF), hatte noch der “alte” Wissenschaftsrat verfasst. Jetzt gibt es neue Mitglieder. “Der Standard” berichtet die Namen. Die Homepage des Wissenschaftsrats zeigt noch kein Namens-Update.
LINK zum Bericht im “Standard”.

Vor 16 Jahren (UOG93) und vor 7 Jahren (UG2002)…

hätte die heutige Hochschulmisere vermutlich noch nachhaltig verhindert werden können, wenn das neoliberale Ökonomisierungsdenken der Politakteure nicht die Mehrheit in den gesetzgebenden Körperschaften gefunden hätte.

Der Wissenschaftsminister lädt erst heute zum Gespräch der Betroffenen. Unter den Eingeladenen scheinen die Freunde einer Ökonomisierung der Studierenden wieder in der absoluten Mehrheit zu sein:

Wien (OTS) – Am Mittwoch, dem 25.November 2009, lädt Minister Johannes Hahn sämtliche Hochschulpartner/innen zum “Dialog Hochschulpartnerschaft” in die Aula der Wissenschaften. Eingeladen sind Unterrichtsministerin Claudia Schmied, die Vertreter/innen der Sozialpartner, die Klubobleute und Wissenschaftssprecher der Parlamentsparteien, das Präsidium der Universitätenkonferenz, die Exekutive der ÖH sowie die Vorsitzenden der einzelnen Studierendenfraktionen. Die protestierenden Studierenden sind eingeladen, drei Vertreter/innen zu entsenden. Außerdem werden auch Vertreter/innen der Fachhochschulen, Privatuniversitäten, des Wissenschaftsrates, Forschungsrates, Akkreditierungsrates sowie der Pädagogischen Hochschulen, die Bundesschulsprecherin, die zuständigen Landesräte sowie Expertinnen aus dem In- und Ausland dazu gebeten.
“Dialog Hochschulpartnerschaft”: Mittwoch, 25. November 2009, 11.00
bis 14.00 Uhr. Aula der Wissenschaften, 1010 Wien, Wollzeile 27a

Wissenschaftsrat legt Tätigkeitsbericht 2006-2008 dem Parlament vor

OWR Taetigkeitsbericht_2006-2008 S1Ab 2004 verschaffte sich der Österreichische Wissenschaftsrat, eine Institution nach §119 UG02, einen Überblick über Österreichs tertiäre Bildungslandschaft, sodass er 2006 mit seiner eigentlichen Arbeit begann. Genau mit diesem Zeitpunkt setzt auch der Berichtszeitraum des vorliegenden Dokuments ein.
Durch Klicken auf die Abbildung ist der Bericht herunterladbar (pdf, 700KB, 257 Seiten). Interessanterweise gibt es auch offiziell bislang unveröffentlichte Empfehlungen, die es gemäß genanntem Gesetz nicht geben sollte, da alle ÖWR-Empfehlungen veröffentlicht werden müssen (§119 Abs. 3 UG02):

Anhang C 2: Nicht veröffentlichte Empfehlungen/Stellungnahmen

  1. Erster Bericht zur Struktur und Entwicklung der Medizinischen Universitäten (November 2007)
  2. Stellungnahme zur Einrichtung einer nationalen Stelle für Verstöße gegen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis (November 2007)
  3. Beantwortung der Fragen des Wissenschaftsausschusses des Nationalrates (3. Juli 2008) zur Empfehlung des Wissenschaftsrates zu einer Erweiterung der Mitverantwortung an österreichischen Universitäten (Februar 2008) – November 2008

ad 1. (Auszug): In den vom Medizinischen Ausschuss des Wissenschaftsrates geführten Gesprächsrunden mit Nachwuchswissenschaftlern, insbesondere aus dem klinischen Bereich, wurde deutlich, dass es kein angemessenes Zeitbudget für kompetitive Forschung gibt, da die Routinekrankenversorgung dies nicht zulässt.

Die Parlamentsseite zum ÖWR-Tätigkeitsbericht.

Hier geht´s weiter zur Zusammenfassung der Parlamentarischen Korrespondenz

“Umtriebiger” Wissenschaftsrat über UG und Universitäten

Jürgen Mittelstraß, Philosoph, Wissenschaftstheoretiker, seit 2005 Vorsitzender des Österreichischen Wissenschaftsrats, über Gesetzes-Enten, Wildwuchs im Hochschulsystem, Pläne à la “Nimm drei statt sechs”, beschränkte Master und ein blaues Auge im STANDARD-Interview mit Lisa Nimmervoll.

Wissenschaftsrat

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Lesen Sie hier über einen früheren, aber weiterhin gültigen Bericht des Wissenschaftsrats über die Hemmnisse der Entwicklung an den Med-Unis.

Ministerium bestätigt: Zusammenlegung von Uni-Standorten möglich

DerStandard berichtet:

Wissenschaftsrat erarbeitet bereits Hochschulplan – Erster Entwurf im Frühjahr 2009 fertig – “Orchideenfächer” sind laut Hahn nicht gefährdet.

Der im Regierungsprogamm erwähnte “Österreichische Hochschulplan” ist bereits in Arbeit. Damit beauftragt ist der Wissenschaftsrat, wie eine Sprecherin von Wissenschaftsminister Johannes Hahn im Gespräch mit derStandard.at berichtet. Die darin erwähnte “Standortoptimierung” meine, wie vom Innsbrucker Rektor Karlheinz Töchterle befürchtet, die mögliche Zusammenlegung von Uni-Standorten. Genaueres könne man dazu noch nicht sagen.

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Bringt uns der Rückschritt weiter?

Ist es das Motto des Ministerentwurfs für die Novellierung des Universitätsgesetzes? “Vorwärts in die gute alte Zeit” – Grund: Ministerialer Horror vor dem Mittelbau ?

Mitbestimmung hat auf den Universitäten keinen Platz

Mitbestimmung hat keinen Platz auf den Universitäten. Wo kämen wir denn da hin?

Nachtrag:
Wissenschaftsrat kontra MitbestimmungAuch der Wissenschaftsrat hält nichts von Mitbestimmung (PDF).
Was für ein Wunder, schließlich werden alle diese neuen Gremien wie Wissenschaftsrat, Uniräte etc. nach ähnlichen Kriterien von den Personen und Gruppierungen zusammengestellt, die eine Weltklasseuni – Reform nach der anderen abwickeln, die Weltklasseuni dann weiterentwickeln wollen, daneben Eliteunis gründen und alles in die von ihren Gremien abhängige “Autonomie” führen.